Schlagwort: Burundi

Ungefähr 3.500 Ruander, die im Norden von Burundi leben, werden von der Regierung als Illegale angesehen. Sie sollen in den kommenden Tagen in ein Durchgangslager, ca. 30 km von der Grenze, gebracht werden.

Gesetze wurden bisher in Französisch verfasst und nur sehr selten in die Landessprache Kirundi übersetzt. Ab jetzt sollen alle Gesetze den Bürgern in der einheimischen Sprache zugänglich gemacht werden.

Präsident Domitien Ndayizeye und der Anführer der letzten noch aktiven Rebellengruppe FNL, Agathon Rwasa, haben sich bei Gesprächen in Dar es Salaam geeinigt, die Feindseligkeiten zu beenden. Ein Komitee soll die Modalitäten für einen Waffenstillstand festlegen.

Bei mehreren Überfällen in den ländlichen Gebieten um Bujumbura sind am Wochenende mindestens 30 Menschen umgekommen. Die Armee macht FNL-Rebellen dafür verantwortlich.

Mindestens sechs Politiker wurden in Bujumbura von Sicherheitskräften verhaftet, unter ihnen ein Anführer der FNL-Chanzo Rebellengruppe, die ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet hatte. Sie werden beschuldigt, einen Staatstreich geplant zu haben. Die Verhandlungen in Dar es Salaam mit der noch aktiven FNL Gruppe machen keine Fortschritte.

Ungefähr 40% der UNO Blauhelme werden im kommenden Januar abgezogen. Nach 12 Jahren Bürgerkreig macht das Land Fortstritte beim friedlichen Wiederaufbau.

In Bujumbura hat neben Radio Maria ein zweiter katholischer Sender, „Stimme des Friedens“, angefangen, seine Programme auszustrahlen.

Eine neue Splittergruppe der FNL Rebellen unter der Führung eines gewissen Banes ist entstanden. Die ersten Anzeichen von Uneinigheiten unter den Milizen begannen vor zwei Monaten.

Unbekannte haben die Ananas-Farm von Präsident Pierre Nkurunziza angezündet. Etliche Granatenangriffe und Überfälle auf Autos in verschiedenen Landesteilen lässt die Befürchtung aufkommen, dass es sich nicht um Einzeltäter handelt, sondern dass ein Aufstand oder Putsch im Anzug sein könnte. Schon bei den Wahlen im vergangenen Jahr, als Nkurunziza einziger Kandidat war, tauchten Spannungen auf, die auf den 12-jährigen Bürgerkrieg zurück gehen könnten.

Papst Benedikt XVI hat die Erzdiözese Bujumbura zusammen den Bistümers Bubanza und Bururi zu einer neuen Kirchenprovinz zusammenschlossen. Erster Erzbischof ist Mgrs. Evarist Ngoyagoye.

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