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Burundi – Der UN-Sicherheitsrat zeigte sich besorgt über neuere Berichte von Folter und Mord an Regierungskritikern durch die Jugendmiliz der Regierungspartei Imbonerakure. Nach UN-Berichten wurden bisher über 500 Menschen getötet. Über 400.000 sind in die Nachbarländer geflohen.

Burundi – Bei seinem ersten Auslandbesuch in Tansania hat Präsident Pierre Nkurunziza an 250.000 seiner Landsleute appelliert, nach Hause zurückzukehren, da Burundi nun friedlich sei. Die Probleme fingen an, als er in 2015 gegen die Verfassung und trotz Protesten eine dritte Amtszeit antrat. Tausende kamen um; Hunderttausende flohen. Die Burundier in Tansania, die meisten von ihnen in der Kigoma Region am Tanganyika See, lassen sich nicht überreden. Sie wissen, dass Menschenrechtler und Journalisten verschwinden, die wirtschaftliche Lage sich zuspitzt und die Gewalt weitergeht. Uganda und Tansania bemühen sich um Vermittlung im Konflikt zwischen Regierung und Opposition, doch die für Ende Juli geplanten Gespräche werden schon als gescheitert gesehen, bevor sie angefangen haben.

Burundi – In einer Unterdrückungskampagne hat die burundische Regierung eine ethnische Säuberungaller Tutsi Offiziere gestartet. Viele Tutsis waren vorher schon getötet, verschleppt oder verhaftet worden. Man hatte sie für die Krisen im Land verantwortlich gemacht. Menschenrechtler kritisieren die internationale Gemeinschaft für ihre Untätigkeit inmitten der tödlichen politischen Gewalt.

Burundi – 46 kongolesische Paare, die aus den Kriegswirren ihrer Heimat nach Burundi geflohen sind, gaben sich in einer gemeinsamen Feier das Jawort. Manche waren bereits verheiratet, hatten aber auf der Flucht alle Papiere verloren. Der burundische Beauftragte des UN-Flüchtlingsdienstes erklärte, dass Verheiratet – Sein ein Schutz für Frauen bedeutet. Zu viel haben sie schon daheim in der Kivu Provinz unter grausamen Milizen gelitten.

Burundi – Nur wenige Tage nachdem die burundische Regierung beschlossen hatte, sich vom Internationalen Strafgerichtshof zurückzuziehen, hat die Regierung drei UNO-Menschenrechtsexperten als persona non grata erklärt. Sie hatten an einem Bericht mitgewirkt, in dem der Regierung in Bujumbura Missbrauch, Folter und Mord vorgeworfen wird und warnten vor der Gefahr eines Völkermords. Regierungsmitglieder befürchten, dass sie wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht belangt werden können.

Burundi – Die UNO wirft der burundischen Regierung Verstöße gegen Menschenrechte, wie Folter, willkürliche Verhaftung und Tötung vor, die seit April 2015 an der Tagesordnung sind, als Präsident Nkurunziza sich durchsetzte, eine dritte Amtszeit zu übernehmen. Die Gefahr eines Völkermords ist groß. Noch leiden die Menschen unter den Grausamkeiten, die erst 2005 endeten. Die Regierung dementiert alle Anschuldigungen.

Burundi – Über 230 Schulkinder sind vom Unterricht suspendiert wurden, weil sie in ihren Schulbüchern Fotos von Präsident Pierre Nkurunziza bekritzelt haben, nun drohen ihnen drastische Strafen. Bereits im Mai wurden 334 Schüler in Rubiza der Unterricht verweigert. Die Strafmaßnahme wurde später zurückgenommen, viele der Schüler kehrten aber aus Angst vor Repressalien oder als Zeichen des Protests nicht zum Unterricht zurück. Nach Angaben von UNICEF wurden seit Beginn des innerburundischen Konflikts im April 2015 mehr als 300 Kinder willkürlich verhaftet. Viele sitzen in normalen Gefängnissen, zusammen mit Erwachsenen und unter unmenschlichen Bedingungen ein.

Burundi – In der tansanischen Stadt Arusha sind, unter Vermittlung des früheren Präsidenten Mkapa, Mitglieder der burundischen Regierung und Zivilgesellschaft am verhandeln. Das Misstrauen ist groß und die Stimmung gereizt. Da die Hauptoppositionsgruppe nicht dabei ist – nicht eingeladen – müssen die Verhandlungen scheitern noch ehe sie beginnen. Seit Präsident Nkurunziza letztes Jahr seine umstrittene Wiederwahl erzwungen hat, gibt es willkürliche Verhaftungen und Tötungen und massenhafte Flucht. Menschen fürchten das Aufkommen einer Völkermord-Stimmung. Die Nachbarstaaten stört das kaum; Ruanda hat dieser Tage sogar 1,300 burundische Flüchtlinge ausgewiesen.

Burundi – Die Angreifer schlugen zu, als Kararuza und seine Frau am Montagmorgen ihre Tochter zur Schule brachten und durchlöcherten den Jeep. Beide Eltern sind tot; die Tochter soll verletzt sein. Morde an ranghohen Militärs häufen sich – erst letzte Woche wurde ein Oberst erschossen – aber Nkurunzizas Razzien auf die Zivilbevölkerung sind noch zahlreicher. Der Internationale Strafgerichtshof beginnt Vorermittlungen in die Grausamkeiten und untersucht die Frage, ob die Gewalt noch ein Machtkampf zwischen Regierung und Opposition ist oder bereits Vorbote eines Völkermords.

Burundi – In der neuesten diplomatischen Initiative hat der bisher störrische Nkurunziza dem UN-Generalsekretär versprochen, 2000 Gefangene freizulassen und einen Dialog mit der Opposition aufzunehmen. Seit Beginn des Konfliktes im April kamen 400 Menschen ums Leben; 250,000 flohen in Nachbarländer. Der schlimmste Vorfall war das Morden in Bujumburas Straßen im Dezember; von Amnesty International veröffentlichte Bilder weisen auf Massengräber hin.

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