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Burundi – Seitdem die Frau des Oppositionspolitikers Rwasa in einem Friseursalon angeschossen und verletzt wurde, steigert sich die Spannung vor den Mai/Juni Wahlen. Ihr Mann, Agathon Rwasa, kam erst vor zwei Jahren wieder an die Öffentlichkeit und will bei der Wahl kandidieren. Morddrohungen und Einschüchterungen zum Trotz wollen Kritiker ein drittes Mandat für den jetzigen Präsidenten Nkurunzisa, der jeden Andersdenkenden als „Staatsfeind“ bezeichnet, verhindern. Immer mehr Burundier sind gegen eine weitere Amtszeit, auch die katholische Bischofskonferenz.

Burundi – 13 Seeleute eines burundischen Schiffes, das von Sambia über Tansania zurückkam, sind ertrunken. Nur einer überlebte, der aber keine Angaben machen kann. In der Zentralafrikanischen Republik befürchtet man 100 Tote, als der Motor eines Passagierschiffs auf dem Oubangui 125 km flussabwärts von Bangui explodierte. Die erschreckten Passagiere sprangen über Bord, um den wütenden Flammen zu entkommen.

Burundi – Bevor sie zur Bestattung ins kongolesische Bukavu überführt wurden, verabschiedeten sich 3,000 Trauernde in der Kathedrale von den drei italienischen Schwestern – 75 bis 82 Jahre alt – , die bei zwei Raubüberfällen auf ihren Konvent grausam ermordet wurden.

Der Staatsanwalt hat eine lebenslängliche Haftstrafe für den ehemaligen Präsidenten Domitien Ndayizeye und sechs andere Angeklagte gefordert, die wegen Putschversuch im August verhaftet wurden.

Die Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Kooperation der Republik Burundi, Antoinette Batumubwira, wird heute mit Außenminister Steinmeier zu einem Gespräch zusammentreffen. Im Mittelpunkt des Gespräches werden die bilateralen Beziehungen sowie die Lage in der Region der Großen Seen sein. Deutschland wird im Sommer 2006 seine Botschaft in der burundischen Hauptstadt Bujumbura wiedereröffnen.

Über 12.000 Flüchtlinge sind aus Tansania in ihre Heimat nach Burundi zurückgekehrt. Das Welternährungsprogramm hat ihre Versorgung für zwei Monate garantiert, da in Burundi selbst über eine Million Menschen von der Dürre betroffen sind, die in ganz Ostafrika herrscht.

In einem Fluss westlich der Hauptstadt wurden 14 zum Teil verstümmelte Leichen gefunden. Die neue Gewalt, zusammen mit weiteren Attacken in den letzten beiden Wochen, lassen die Furcht vor einer neuen Rebellion aufkommen. Dabei ist Burundi noch mit der Aufarbeitung des zwölf Jahre andauernden Bürgerkriegs beschäftigt.

Die politische Krise ist nicht beendet. Am Wochenende wurden vier Häuser von Politikern mit Granaten angegriffen. Alle waren Unterzeichner eines Briefs an Präsident Nkurunziza, in dem sie einen Dialog mit der Opposition gefordert hatten.

Die afrikanische Entwicklungsbank (Bad) hat angekündigt, dass Burundi die Voraussetzungen erfüllt hat, um Schulden von 143 Millionen Doller erlassen zu bekommen.

Das nationale Programm zur Entwaffnung und Reintegration von Rebellen, die in den vergangenen 12 Jahren im Bürgerkrieg gekämpft haben, das im November 2004 begann, war ziemlich erfolgreich. Die Regierung in Bujumbura hat Geberländer um Spenden in Höhe von 81 Millionen gebeten, um den über 50.000 Ex-Kämpfern jetzt ein neues Leben zu ermöglichen.

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