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Burundi – Seitdem die Frau des Oppositionspolitikers Rwasa in einem Friseursalon angeschossen und verletzt wurde, steigert sich die Spannung vor den Mai/Juni Wahlen. Ihr Mann, Agathon Rwasa, kam erst vor zwei Jahren wieder an die Öffentlichkeit und will bei der Wahl kandidieren. Morddrohungen und Einschüchterungen zum Trotz wollen Kritiker ein drittes Mandat für den jetzigen Präsidenten Nkurunzisa, der jeden Andersdenkenden als „Staatsfeind“ bezeichnet, verhindern. Immer mehr Burundier sind gegen eine weitere Amtszeit, auch die katholische Bischofskonferenz.

Burundi – 13 Seeleute eines burundischen Schiffes, das von Sambia über Tansania zurückkam, sind ertrunken. Nur einer überlebte, der aber keine Angaben machen kann. In der Zentralafrikanischen Republik befürchtet man 100 Tote, als der Motor eines Passagierschiffs auf dem Oubangui 125 km flussabwärts von Bangui explodierte. Die erschreckten Passagiere sprangen über Bord, um den wütenden Flammen zu entkommen.

Burundi – Bevor sie zur Bestattung ins kongolesische Bukavu überführt wurden, verabschiedeten sich 3,000 Trauernde in der Kathedrale von den drei italienischen Schwestern – 75 bis 82 Jahre alt – , die bei zwei Raubüberfällen auf ihren Konvent grausam ermordet wurden.

Ein Referendum über die neue Verfassung, die eine Machtteilung zwischen Tutsi und Hutu vorsieht, hat in Burundi begonnen. UN-Wahlbeobachter berichten über eine hohe Wahlbeteiligung.

Der südafrikanische Vermittler im Friedensprozess, Jacob Zuma, hat den burundischen Präsidenten Domitien Ndayizeye davor gewarnt, die Verfassung zu verändern, um als Kandidat in den kommenden Präsidentschaftswahlen auftreten zu können.

Bei einer Schießerei in einer überfüllten Bar in der Hauptstadt Bujumbura starben 36 Menschen. Das Krankenhaus ist mit den vielen Verletzten überfordert. Burundis letzte Rebellengruppe hatte 2009 offiziell die Waffen niedergelegt. Es gab aber immer noch sporadische Angriffe. Präsident Nkurunziza hat seine Teilnahme an der UNO Vollversammlung in New York abgesagt.

Bei einer Bevölkerung von 9 Mio., von denen die meisten Christen sind, findet die Regierung 557 Konfessionen zu viel. Vor 20 Jahren waren es nur 45. Ein neues Gesetz soll die Anzahl der Freikirchen einschränken. Nur wenn eine Gruppe mehr als 500 Anhänger hat, die sich in einem richtigen Gebäude versammeln, kann sie registriert werden. Dazu soll sie vor einer staatlichen Bewilligung ein „Probejahr“ machen. Es gehe nicht um eine Eindämmung der Religionsfreiheit, sondern um „klare Regeln für alle“.

Anhaltende sintflutartige Regenfälle haben Teile der Hauptstadt überflutet. Hunderte Häuser, besonders an den zum Tanganjika See abfallenden Hängen, wurden von Wasser und Schlamm weggeschwemmt. Unter den 51 Opfern sind viele Kinder. Die Zahl der Toten könnte noch steigen.

Nach Monaten politischen Gerangels hat Präsident Nkurunziza ein neues Kabinett mit 19 Ministern und 7 stellvertretenden Ministern ernannt, viele von ihnen aus den Oppositionsparteien UPRONA und FRODEBU, die die Arbeit des Parlaments blockiert hatten.

Südafrika hat akzeptiert, zwischen den FNL-Rebellen und der burundischen Regierung vermitteln zu wollen. Ein erstes vorgesehenes Gespräch in Dar es Salam kam nicht zustande.

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