Schlagwort: Burundi

Bei einem nächtlichen Beschuss der reichen Stadtviertel im Osten von Bujumbura, wo sich auch der Präsidentenpalast befindet, sind sechs Granaten gefallen. Er gab keine Opfer.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 26. Juni war der Name des Amtsinhabers Pierre Nkurunziza ist der einzige auf den Stimmzetteln. Der Präsident erhielt 91,62% der Stimmen. Die Opposition hatte zum Boykott aufgerufen. Bis zu den manipulierten Kommunalwahlen im Mai lief der nach 13 Kriegsjahren initiierte Friedensprozess erstaunlich gut. Seitdem häufen sich Gewaltausbrüche, und die Furcht vor einem neuen Bürgerkrieg wächst.

Die Rebellen der nationalen Befreiungskräfte (Fnl), der letzten bewaffneten Gruppe, die im Land operiert, kündigten an, sie würden im Mai an den Verhandlungstisch zurückkommen, um das im September 2006 geschlossene Friedensabkommen zum Abschluß zu bringen.

Eine UN-Delegation ist in Bujumbura zu Beratungen über den Aufbau einer Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission, wie sie 2000 im Arusha Friedensabkommen vereinbart wurde. Auch eine Untersuchungskommission über Menschenrechtsverbrechen sowie ein internationales Tribunal sind im Abkommen vorgesehen.

Bei schweren Kämpfen zwischen Armeeeinheiten und FLN Rebellen südlich der Hauptstadt Bujumbura sind nach Armeeangaben 49 Menschen ums Lebens gekommen.

Die in Südafrika basierte Mobilfunk Firma Econet hat vergangene Woche ein wiederaufladbares Solar Hany auf den Markt gebracht und hofft, dass die Anzahl der Anwender sich bald auf 800,000 erhöhen wird. Das Gerät sei besonders wertvoll in einem Land, das unter häufigen Stromausfällen leidet.

Ein Referendum über die neue Verfassung, die eine Machtteilung zwischen Tutsi und Hutu vorsieht, hat in Burundi begonnen. UN-Wahlbeobachter berichten über eine hohe Wahlbeteiligung.

Der südafrikanische Vermittler im Friedensprozess, Jacob Zuma, hat den burundischen Präsidenten Domitien Ndayizeye davor gewarnt, die Verfassung zu verändern, um als Kandidat in den kommenden Präsidentschaftswahlen auftreten zu können.

Bei einer Schießerei in einer überfüllten Bar in der Hauptstadt Bujumbura starben 36 Menschen. Das Krankenhaus ist mit den vielen Verletzten überfordert. Burundis letzte Rebellengruppe hatte 2009 offiziell die Waffen niedergelegt. Es gab aber immer noch sporadische Angriffe. Präsident Nkurunziza hat seine Teilnahme an der UNO Vollversammlung in New York abgesagt.

Bei einer Bevölkerung von 9 Mio., von denen die meisten Christen sind, findet die Regierung 557 Konfessionen zu viel. Vor 20 Jahren waren es nur 45. Ein neues Gesetz soll die Anzahl der Freikirchen einschränken. Nur wenn eine Gruppe mehr als 500 Anhänger hat, die sich in einem richtigen Gebäude versammeln, kann sie registriert werden. Dazu soll sie vor einer staatlichen Bewilligung ein „Probejahr“ machen. Es gehe nicht um eine Eindämmung der Religionsfreiheit, sondern um „klare Regeln für alle“.

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