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Eine Petition an den burundischen Präsidenten Evariste Ndayishimiye, von angeblich mehr als 330 burundischen Flüchtlingen im Mahama-Lager haben eine ruandische Regierungserklärung hervorgerufen. Das zuständigen Ministerium erklärt, ohne eine bestimmte Flüchtlingsgruppe oder ein bestimmtes Land zu erwähnen, es sei bereit, eine würdevolle Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zu erleichtern. In Ruanda gibt es etwa 72.000 Burundi-Flüchtlinge, von denen etwa 60.000 im Lager Mahama im Distrikt Kirehe leben. Nach Angaben des UNHCR waren Ende Juni 2020 mehr als 430.000 burundische Flüchtlinge in der Region verstreut. Tansania beherbergte mit 164.87 Personen die höchste Zahl, die DR Kongo 103.690, Ruanda 72.007, Uganda 48.275, Kenia 13.800, Mosambik 7.800, Malawi 8.300, Südafrika 9.200 und Sambia 6.000 Flüchtlinge.

Der Internationale Währungsfonds hat ein Entschuldungspaket im Wert von 7,63 Mill. US$ für Burundi bewilligt. Der gesamte Schuldenerlass des IWF beläuft sich nun auf 251,24 Milli. US$, die 28 Entwicklungsländern gewährt werden. Der IWF-Schuldenerlass soll dazu beitragenden den Gesundheitssektor zu stärken, und durch die Covid-19-Pandemie wirtschaftlichen Folgen zu mildern“, heißt es in einer Erklärung des IWF.

Bevor er seinen Amtseid auf die Verfassung ablegte, wurden alle 8 katholischen Bischöfe und Vertreter anderer Konfessionen eingeladen, für den neuen Präsidenten zu beten. In seinem Gebet forderte Erzbischof Simon Ntamwana Präsident Evariste Ndayishimiye auf, Frieden zu schaffen, den das Land so dringend braucht, und die 300.000 Flüchtlinge, die vor der politischen Gewalt ins Ausland flohen, wieder nach Hause zu bringen.

Für Evariste Ndayishimiye waren Versöhnung und Dialog die Hauptpunkte seiner Rede, als er am 18. Juni 2020 seinen Amtseid als Präsident ablegte. „Wir müssen aufhören, uns gegenseitig Hutu oder Tutsi zu rufen und uns Burundier zu nennen.“

Burundi – Die Wahlkommission hat Evariste Ndayishimiye zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt, obwohl er beschuldigt worden war, die Wahlen manipuliert zu haben. Ndayishimiye, der Armeegeneral im Ruhestand, erzielte 68,72 %, während Agathon Rwasa, der wichtigste Oppositionsführer, 24,19 % erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei 88 %. Da Ndayishimiye mehr als 50% der Stimmen erhielt, vermied er eine Stichwahl. Die Resultate sind nicht glaubwürdig. Internationale Wahlbeobachter waren nicht zugelassen. Oppositionsvertreter wurden verhaftet, gefoltert und ermordet. Wählerlisten wurden entgegen dem Gesetz geheim gehalten und bei der Stimmabgabe gab es massive Unregelmäßigkeiten.

Burundi – Der späte Ausbruch des Coronavirus wird dem „Schutz Gottes“ zugeschrieben. Das Land hat 3 Fälle. Die Behörden schreiben dies wiederum göttlichem Eingreifen zu und sehen keinen Grund, den Alltag zu unterbrechen. Am 20. Mai sollen die geplanten Präsidentschaftswahlen stattfinden. Hochzeiten und Beerdigungen finden weiter statt, Tausende von Gläubigen strömen in Kirchen und Moscheen, und die Märkte und Geschäfte bleiben offen. „Habt keine Angst. Gott liebt Burundi, und wenn es Menschen gibt, die positiv getestet wurden, dann nur, damit Gott seine Macht in Burundi manifestieren kann“, sagte General Evariste Ndayishimiye, der Präsidentschaftskandidat der regierenden Partei CNDD-FDD.

Burundi – Für die im Mai anstehenden Wahlen wurde Generalmajor Evariste Ndayishimiye als Nachfolger von Pierre Nkurunziza ernannt. Obwohl er jahrelang mit diesem zusammenarbeitete, ist er mehr gemäßigt und allgemein respektiert. An den Gräueltaten, die 2015 nach dem Kampf um die dritte Amtszeit ausbrachen, war er nicht beteiligt. Nkurunziza selbst sicherte sich für die Zeit nach seinem Amt eine Luxus Villa, eine einmalige Zahlung von 500.000€, 7 Jahre das Gehalt eines Vizepräsidenten und lebenslang das eines Abgeordneten, und das in dem verarmten afrikanischen Staat, in dem etwa 75% der Bürger unter der Armutsgrenze leben.

Burundi – Weil einige der katholischen Bischöfe vor den Wahlen Intoleranz und politische Gewalt anprangerten, sollen sie entlassen werden, bevor sie noch mehr „giftigen Hass spucken“. In einem Hirtenbrief verurteilten die Bischöfe die Verfolgung anderer Parteien und Morde an Regierungsgegnern. Die politische Krise begann in 2015, als Präsident Pierre Nkurunziza sich erfolgreich eine dritte Amtszeit erkämpfte. Damals kamen 1000 Menschen um; über 400.000 mussten fliehen.

Burundi – Über 200.000 Burundier, die seit 2015 vor der Rache von Präsident Nkurunziza in Tansania Zuflucht gesucht haben, sollen bis 1. Oktober nach Hause gehen, wenn sie nicht zwangsweise zurückgeführt werden wollen. Das sagte Tansanias Innenminister; in Burundi würde nun Frieden herrschen. Die Flüchtlinge sind jedoch nicht davon überzeugt, besonders da der Präsident bis 2034 im Amt bleiben kann. Eine lokale Sprecherin des UNHCR forderte beide Länder auf, die internationalen Konventionen, die eine gewaltsame Rückführung verbieten, und die Rechte der Flüchtlinge zu respektieren.

Burundi – Darcy Irakoze, Kacaman genannt, war einer der „ungewöhnlichsten YouTube Stars der Welt“. Seine Stimme konnte das geplagte Land zum Lachen bringen. Er war nur sechs Jahre alt, als die Malaria ihn wegraffte. Allein dieses Jahr starben 1800 Burundier an Malaria; fünf Millionen Fälle wurden landesweit registriert. Die burundische Regierung dementiert die von der WHO veröffentlichen Zahlen. Seit kurzem breitet sich auch die Cholera im Land aus.

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