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Die Polizei hat größere Mengen Dynamit auf einem tansanischen Schiff und bei einer Hausdurchsuchung außerhalb von Bujumbura gefunden. Hussein Radjabu, der Vorsitzende der Regierungspartei, die innerlich zerstritten ist, floh zeitweilig in die südafrikanische Botschaft.

Die ehemalige Rebellengruppe FDD hat sich bis auf weiteres aus der Regierung zurückgezogen, nachdem die Wahlen auf August verschoben wurden. FDDs Pierre Nkuzunziza verlangt eine strikte Umsetzung des Friedensabkommens. Der von der FDD vorgeschlagene Tutsi Kandidat für den Posten des Innenministers war von Präsident Ndayizeye, der anderen Hutu Partei FRODEBU angehört, abgelehnt worden.

Der Staatsanwalt hat eine lebenslängliche Haftstrafe für den ehemaligen Präsidenten Domitien Ndayizeye und sechs andere Angeklagte gefordert, die wegen Putschversuch im August verhaftet wurden.

Die Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Kooperation der Republik Burundi, Antoinette Batumubwira, wird heute mit Außenminister Steinmeier zu einem Gespräch zusammentreffen. Im Mittelpunkt des Gespräches werden die bilateralen Beziehungen sowie die Lage in der Region der Großen Seen sein. Deutschland wird im Sommer 2006 seine Botschaft in der burundischen Hauptstadt Bujumbura wiedereröffnen.

Über 12.000 Flüchtlinge sind aus Tansania in ihre Heimat nach Burundi zurückgekehrt. Das Welternährungsprogramm hat ihre Versorgung für zwei Monate garantiert, da in Burundi selbst über eine Million Menschen von der Dürre betroffen sind, die in ganz Ostafrika herrscht.

In einem Fluss westlich der Hauptstadt wurden 14 zum Teil verstümmelte Leichen gefunden. Die neue Gewalt, zusammen mit weiteren Attacken in den letzten beiden Wochen, lassen die Furcht vor einer neuen Rebellion aufkommen. Dabei ist Burundi noch mit der Aufarbeitung des zwölf Jahre andauernden Bürgerkriegs beschäftigt.

Die politische Krise ist nicht beendet. Am Wochenende wurden vier Häuser von Politikern mit Granaten angegriffen. Alle waren Unterzeichner eines Briefs an Präsident Nkurunziza, in dem sie einen Dialog mit der Opposition gefordert hatten.

Die afrikanische Entwicklungsbank (Bad) hat angekündigt, dass Burundi die Voraussetzungen erfüllt hat, um Schulden von 143 Millionen Doller erlassen zu bekommen.

Das nationale Programm zur Entwaffnung und Reintegration von Rebellen, die in den vergangenen 12 Jahren im Bürgerkrieg gekämpft haben, das im November 2004 begann, war ziemlich erfolgreich. Die Regierung in Bujumbura hat Geberländer um Spenden in Höhe von 81 Millionen gebeten, um den über 50.000 Ex-Kämpfern jetzt ein neues Leben zu ermöglichen.

Eine UNO Botschafterin drückte große Besorgnis aus über 500 Kinder, die noch in der Palipehutu-FNLvon Agathon Rwasa festgehalten werden. Die Tatsache, dass die Rebellengruppe wieder neue Kämpfe gegen die Regierung entfacht hat, macht eine Befreiung der Kinder äußerst dringend. Vor kurzem wurde nach langen Verhandlungen 232 Kindern die Freiheit wiedergegeben.

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