Schlagwort: Burundi

Mindestens sechs Politiker wurden in Bujumbura von Sicherheitskräften verhaftet, unter ihnen ein Anführer der FNL-Chanzo Rebellengruppe, die ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet hatte. Sie werden beschuldigt, einen Staatstreich geplant zu haben. Die Verhandlungen in Dar es Salaam mit der noch aktiven FNL Gruppe machen keine Fortschritte.

Ungefähr 40% der UNO Blauhelme werden im kommenden Januar abgezogen. Nach 12 Jahren Bürgerkreig macht das Land Fortstritte beim friedlichen Wiederaufbau.

In Bujumbura hat neben Radio Maria ein zweiter katholischer Sender, „Stimme des Friedens“, angefangen, seine Programme auszustrahlen.

Eine neue Splittergruppe der FNL Rebellen unter der Führung eines gewissen Banes ist entstanden. Die ersten Anzeichen von Uneinigheiten unter den Milizen begannen vor zwei Monaten.

Unbekannte haben die Ananas-Farm von Präsident Pierre Nkurunziza angezündet. Etliche Granatenangriffe und Überfälle auf Autos in verschiedenen Landesteilen lässt die Befürchtung aufkommen, dass es sich nicht um Einzeltäter handelt, sondern dass ein Aufstand oder Putsch im Anzug sein könnte. Schon bei den Wahlen im vergangenen Jahr, als Nkurunziza einziger Kandidat war, tauchten Spannungen auf, die auf den 12-jährigen Bürgerkrieg zurück gehen könnten.

Papst Benedikt XVI hat die Erzdiözese Bujumbura zusammen den Bistümers Bubanza und Bururi zu einer neuen Kirchenprovinz zusammenschlossen. Erster Erzbischof ist Mgrs. Evarist Ngoyagoye.

In Dar es Salaam haben Verhandlungen mit den FNL, der letzten noch aktiven Rebellengruppe, unter der Leitung des südafrikanischen Ministers für nationale Sicherheit, Charles Ngqakula, begonnen. Ein Waffenstillstand wurde Anfang Mai durch Angriffe der FNL gebrochen.

Am Vorabend der Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen der Regierung und den FNL-Rebellen warfen unbekannte Täter Granaten in eine Bar in Bujumbura, töteten 12 und verletzten 36 Besucher.

In der Provinz Bubanza wurde ein Minibus mit zwei Priestern und vier Ordensschwestern von bewaffneten Männern beschossen. Zwei Schwestern wurden schwer verletzt. In den letzten Monaten gab es mehrere Überfälle durch bewaffnete Gruppen, die die Regierung als Banditen bezeichnet. Beobachter sprechen vom Beginn einer neuen Rebellion.

Kämpfer der letzten aktiven Rebellengruppe FNL haben um die Hauptstadt Bujumbura herum mehrere Ziele angegriffen. Sechs Menschen kamen ums Leben.

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