Schlagwort: Burundi

13.000 Flüchtlinge aus Burundi, die seit dem Völkermord von 1972 in Tansania leben, dürfen in die USA auswandern. Nach Angaben der UN-Flüchtlingsorganisation UNHRC leben immer noch 200.000 burundische Bürger in Lagern in Tansania.

In der Hauptstadt Bujumbura wurde der Jesuitenpater Elie Koma erschossen. Es wird vermutet, er sei „beseitigt“ worden, weil er Zeuge der Ermordung eines Armeeoffiziers durch ehemalige Rebellen war. Der Papst sprach den Jesuiten sein Beileid aus.

Zum ersten Mal in der Geschichte sind 300 Journalisten und Mitarbeiter der nationalen Radio- und Fernsehstationen in den Streik gegangen. Sie reklamieren höhere Gehälter und bessere Lebensbedingungen.

Im Rahmen des Friedensprozesses hat sich die Rebellenbewegung FDD als politische Partei konstitutiert.

Nach vorläufigen Wahlresultaten hat der Conseil national pourla défense de la démocratie (CNDD), der politische Arm der ehemaligen Rebellenbewegung Forces pour la Democratie et le Developpement (FDD) eine absolute Mehrheit im Parlament errungen. Die Wahlbeteiligung lag bei 63%. Das Parlament wird im August einen neuen Präsidenten wählen.

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Burundi. Das Land unterstützt mit einem Militärkontingent die Übergangsregierung von Somalia in Mogadischu. Islamistische Akteure haben mit Attentaten gegen Burundi und Uganda gedroht.

Dass Präsident Pierre Nkurunziza das umstrittene Pressegesetz, das harte Strafen für Nichteinhalten gesetzter Grenzen vorsieht, unterzeichnet hat, ist ein herber Rückschlag für Burundis junge Demokratie. Bis zu den nächsten Wahlen in zwei Jahren kann die Regierung ihre Kritiker mundtot gemacht haben.

Der UN-Sicherheitsrat hat Generalsekretär Kofi Annan vorgeschlagen, mit der burundischen Regierung über eine Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission zu verhandeln, die die Menschenrechtsverbrechen seit der Unabhängigkeit aufarbeiten soll.

Msg. Bernhard Bududira, Bischof von Bururi, Süd Burundi, ist in der Nacht zum 20.11. im Alter von 71 Jahren in Italien verstorben. Staatschef Nkurunziza und hohe Kirchenvertreter würdigten ihn als einen Mann des Friedens, des Dialogs und der Versöhnung. Seine sterblichen Überrreste werden in sein Heimatland überführt.

Im Beisein der Präsidenten von Burundi, Tansania und Südafrika haben Vertreter der letzten aktiven Rebellenbewegung FNL in Dar es Salaam Verträge unterzeichnet, um die Feindseligkeiten zu beenden. Die FNL will sich zu einer politischen Partei umwandeln. Einzelheiten müssen noch ausgearbeitet werden.

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