Schlagwort: Burundi

The ‚International Crisis Group‘ (ICG) beklagt in einem Bericht die andauernde politische Blockade. Die Entwaffnung und Integration der Rebellenmilizen macht keine Fortschritte. Der Dialog zwischen Regierung und Opposition ist festgefahren und paralyisiert notwendige Entscheidungen.

Mit 94% Prozent der Stimmen wählte das Parlament den 42-jährigen ehemaligen Rebellenchef der FDD für fünf Jahre zum Präsidenten von Burundi. Seine Partei, die CNDD hatten bei den Parlamentswahlen eine so starke Mehrheit gewonnen, dass keine andere Partei einen Gegenkandidaten aufstellte.

Unter dem Vorsitz des ehemaligen Präsidenten von Mosambik, Joachim Chissano, führte eine Delegation des All African Council of Churches (AACC) Gespräche mit Regierungsstellen und kirchlichen Repräsentaten. Die Kirchenführer appellierten an alle Instanzen, eine Kultur des Friedens zu fördern und Bedingungen zu schaffen, die den FNL-Rebellen eine Abkehr von Gewalt erleichtern.

Die Regierung und die letzte aktive Rebellengruppe haben einen Waffenruhevertrag unterschrieben. Dies soll der erste Schritt sein, den Friedensvertrag von 2006 in Kraft zu setzen.

Nachdem der Senat seine Immunität aufgehoben hatte, wurde der ehemalige Präsident Domitien Ndayizeye unter dem Verdacht, einen Staatsstreich geplant zu haben, verhaftet.

Die Militärchefs von Burundi und Uganda erhöhen die Zahl ihrer Soldaten in Somalia um jeweils 2.000. Die Armee der Übergangsregierung ist in schwere Kämpfe mit den islamischen al-Shabaab-Milizen verwickelt. Angeblich sollen im Rahmen der „Mission der Afrikanischen Union in Somalia“ beide Länder schon 12.000 Mann entsand haben.

Die letzte Rebellengruppe (FNL) will ihre Waffen niederlegen und ins politische Leben eingegliedert werden. Das wäre das Ende des Bürgerkrieges, meinen Beobachter in Bujumbura im Gespräch mit Fides. Die burundischen Bischöfe, die öfter vermittelten, folgten den Verhandlungen mit Interesse. Der letzte Angriff der FNL gegen die Hauptstadt vor einem Jahr beschädigte auch die Nuntiatur.

Im Rahmen des Demokratisierungsprozesses hat die Bevölkerung im Bergland Burundi einen Chef für jeden ‚Hügel‘ gewählt. Mit 30% war die Wahlbeteiligung äußerst niedrig

Bonaventure Nahimana ist der erste Bischof des neuerrichteten Bistums Rutana. Es liegt auf dem Territorium von Bururi und Ruyigi im Südosten von Burundi und wird als Suffraganbistum der Erzdiözese von Gitega zugeordnet. Im Bistum leben insgesamt 170.000 Katholiken ca. 50% der Bevölkerung.

UNHCR berichtet, dass in den letzten fünf Jahren 350.000 Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. UNHCR gibt jedem Heimkehrer 45 Dollar und hilft bei der Reintegration.

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