Nachdem der Senat seine Immunität aufgehoben hatte, wurde der ehemalige Präsident Domitien Ndayizeye unter dem Verdacht, einen Staatsstreich geplant zu haben, verhaftet.
Burundi » Seite 12
Nachdem der Senat seine Immunität aufgehoben hatte, wurde der ehemalige Präsident Domitien Ndayizeye unter dem Verdacht, einen Staatsstreich geplant zu haben, verhaftet.
Die Militärchefs von Burundi und Uganda erhöhen die Zahl ihrer Soldaten in Somalia um jeweils 2.000. Die Armee der Übergangsregierung ist in schwere Kämpfe mit den islamischen al-Shabaab-Milizen verwickelt. Angeblich sollen im Rahmen der „Mission der Afrikanischen Union in Somalia“ beide Länder schon 12.000 Mann entsand haben.
Die letzte Rebellengruppe (FNL) will ihre Waffen niederlegen und ins politische Leben eingegliedert werden. Das wäre das Ende des Bürgerkrieges, meinen Beobachter in Bujumbura im Gespräch mit Fides. Die burundischen Bischöfe, die öfter vermittelten, folgten den Verhandlungen mit Interesse. Der letzte Angriff der FNL gegen die Hauptstadt vor einem Jahr beschädigte auch die Nuntiatur.
Im Rahmen des Demokratisierungsprozesses hat die Bevölkerung im Bergland Burundi einen Chef für jeden ‚Hügel‘ gewählt. Mit 30% war die Wahlbeteiligung äußerst niedrig
Bonaventure Nahimana ist der erste Bischof des neuerrichteten Bistums Rutana. Es liegt auf dem Territorium von Bururi und Ruyigi im Südosten von Burundi und wird als Suffraganbistum der Erzdiözese von Gitega zugeordnet. Im Bistum leben insgesamt 170.000 Katholiken ca. 50% der Bevölkerung.
UNHCR berichtet, dass in den letzten fünf Jahren 350.000 Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. UNHCR gibt jedem Heimkehrer 45 Dollar und hilft bei der Reintegration.
Der Friedensprozess in Burundi kann weitergehen, nachdem die FDD wieder in die Regierung zurückgekehrt ist. Streitpunkt war die Ernennung des Innenministerposten, der jetzt an den ehemaligen Aussenminister Jean-Marie Ngendahayo geht.
Die vor einigen Monaten abgehaltenen Parlaments – und Präsidentschaftswahlen haben, statt Stabilität nach all den Kriegsjahren, neue Angst gebracht. Die Opposition hatte boykottiert, und Präsident Nkurunziza war einziger Kandidat. Nun schüren die Leichenfunde und die sich häufenden Zusammenstöße zwischen Polizei und bewaffneten Gruppen für Unruhe in der Bevölkerung.
Für Regierung und Opposition ist die Zeit vor dem Wahljahr 2015, wenn über Präsidenten und Parlament abgestimmt wird, aufreibend. Schon vor einem Jahr wurde Journalisten per Gesetz ein Maulkorb verpasst. Präsident Pierre Nkurunziza liebäugelt mit einer in der Verfassung nicht vorgesehenen dritten Amtszeit. Einschüchterung der Bevölkerung gehen weiter. Das Gerücht, dass die Regierungspartei die Mitglieder ihrer Jugendliga mit Waffen versorgt, ist furchterregend. Nkurunziza dementiert, doch die UNO weiß mehr; deshalb will man sie ausschließen. Dabei ist das einzige Ziel der UNO-Beauftragten ein “stabiles, friedliches Burundi“.
Die ersten politischen Gefangenen wurden freigelassen. Das ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Versöhnung nach 11 Jahren Bürgerkrieg. Objektiv des Staatpräsidenten Pierre Nkurunziza ist die Wiederherstellung der Einheit in einer vom Krieg zerrissenen Gesellschaft.