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Für ihren humanitären Einsatz hat Marguerite Barankitse eine der höchsten Auszeichnungen Frankreichs erhalten. Seit 1993 hat sie sich um 10,000 Waisen, Opfer von AIDS und dem Bürgerkrieg, gesorgt. Inzwischen steht ein ganzes Kinderdorf mit Klinik und Tagesstätte. Als nächstes plant sie eine internationale Schule. Auch gibt sie zurück kehrenden Flüchtlingen Hilfestellung, ihr Leben neu aufzubauen.

Ein 15-jähriges Albino Mädchen wurde unweit der Hauptstadt Bujumbura entführt, getötet und zerstückelt, der 18. Fall in knapp vier Jahren. Der Glaube, dass Körperteile von Albinos effektiv für okkultistische Handlungen sind, setzt die Betroffenen immer noch der Gefahr aus, ermordet zu werden, obwohl ein Gesetz strenge Strafen vorsieht.

Angaben der Wahlkommission haben 91,4 % der Wähler für die neue Verfassung gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 87%. Die Verfassung schreibt die jetzige Machtverteilung zwischen Hutu und Tutsi fest. Die Frauenquote liegt bei 30%.

In der Hauptstadt Bujumbura wird Jogging in Gruppen –bereits zwei ist eine Gruppe – als gefährlich eingestuft, weil die Oppositionspartei solche Taktiken braucht, um Aufstände zu organisieren. Einzelläufer sind nicht betroffen. Spannungen steigen vor den für 2015 geplanten Wahlen, wenn Präsident Nkurunziza eine dritte Amtszeit anstreben will.

Wegen des Ansteigens von Angriffen auf Zivilisten hat das Verteidigungsministerium den Verkehr auf den Bundesstraßen zwischen 18 Uhr und 7 Uhr morgens gänzlich verboten und die Anwesenheit der Soldaten verstärkt. Die große Anzahl von Kleinwaffen, die seit Kriegsende 2003 noch bei der Bevölkerung sind, ist ein Problem, das noch gelöst werden muß, um die allgemeine Kriminalität einzudämmen.

Regierungschefs aus Südafrika und den Staaten der Region sind in Kampala übereingekommen, das Mandat von Interim-Präsident Domitien Ndayizeye bis zum 26. August zu verlängern. Für den 19. August sind Wahlen vorgesehen, am 26. soll ein neuer Präsident vereidigt werden. Die ehemalige Rebellengruppe FDD hat den Rücktritt von Ndayizeye gefordert und Beobachter befürchten den Ausbruch neuer Feindseligkeiten.

Das im August von der UN Flüchtlingsorganisation gebaute Friedensdorf beherbergt nun 49 Tutsi und 15 Hutu Familien und wird von den Bewohnern selbst verwaltet. Viele der neuen Bewohner sind seit 1993 vertrieben und schöpfen nun neue Hoffnung sich eine Existenz aufbauen zu können.

In Burundi hat der Wahlkampf begonnen. Ende Februar soll über eine neue Verfassung abgestimmt werden. Bis April sollen Kommunal- und Parlamentswahlen folgen.

Die 700 südafrikanischen Soldaten, die seit 2001 die Sicherheit im Lande gewährleisten, gehen in die Heimat zurück. Durch die Vermittlung von Nelson Mandela kam damals der Friedensprozess in Gang.

Bei den Kommunalwahlen in Burundi wurde ein Wahllokal mit einer Granate und Maschinengewehrfeuer angegriffen. Gewalt behinderte die Wahlbeteiligung in Bubanza und um Bujumbura. Im Rest des Landes verliefen sie friedlich. Es ist unklar, wer für die Zwischenfälle verantwortlich ist.

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