Schlagwort: Burkina Faso

Der Interuniversitäre Rat für Ostafrika hat auf seiner 17. Jahrestagung und Konferenz in Nairobi ein regionales KI-Netzwerk der Universitäten sowie dessen Strategieplan 2026–2031 vorgestellt. Die Organisation der Ostafrikanischen Gemeinschaft setzt sich dafür ein, die KI-Kapazitäten in einer Region zu bündeln, in der nationale Bemühungen bislang größtenteils parallel statt gemeinsam verliefen. Das KI-Netzwerk soll Einrichtungen miteinander verbinden, die in den Bereichen KI-Ausbildung, -Forschung und -Innovation tätig sind. Fachwissen und Infrastruktur bündeln und die Fähigkeit der Hochschulen stärken, künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einzusetzen. Die Zukunft Ostafrikas liegt in der Zusammenarbeit über Disziplinen, Sektoren und Landesgrenzen hinweg und nicht in isoliertem Handeln.

Mauritius hat eine Studie zur Einführung, Bereitschaft und Steuerung von KI gestartet, um zu ermitteln, inwieweit lokale Unternehmen künstliche Intelligenz tatsächlich einsetzen und verwalten; ein Versuch, eine nationale KI-Strategie, die die Insel vor drei Monaten ins Leben gerufen hat, mit Fakten zu untermauern. Mauritius blickt auf eine längere Tradition in der KI-Politik zurück als die meisten afrikanischen Staaten. Das Land hat 2018 den Strategieplan „Digital Mauritius 2030“ ins Leben gerufen, eine der frühesten nationalen KI orientierten Strategien auf dem Kontinent. Das Land hat den Artificial Intelligence Council gegründet, um die Einführung zu koordinieren.

Marokko hat die 1.055 km lange Schnellstraße Tiznit-Dakhla nach US-Präsident Donald Trump benannt. Die Tiznit-Dakhla-Schnellstraße führt in die Westsahara. Marokko erhebt Souveränitätsansprüche darüber. Ein Teil des Gebiets wird jedoch von der Polisario-Front kontrolliert, einer bewaffneten Gruppe, die die Unabhängigkeit für das Volk der Sahrauis anstrebt. Während der ersten Amtszeit von Trump, erkannten die USA Marokkos Anspruch auf die umstrittene Region an, in dem Marokko sich bereit erklärte, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Die UNO hat sich konsequent für eine Lösung des Konflikts eingesetzt, unter anderem durch ein Referendum, doch die indigene Bevölkerung der Region hatte bisher nie die Möglichkeit, über ihre eigene Zukunft abzustimmen. Die Afrikanische Union erkennt die Unabhängigkeit der Westsahara an. Die europäischen Regierungen haben es bis vor kurzem vermieden, Partei zu ergreifen. Großbritannien und Spanien, haben jedoch Marokkos Plan unterstützt, der Westsahara Autonomie zu gewähren, ihr aber die Unabhängigkeit zu verweigern.

Ghana hat 422 Keimplasma-Accessions im globalen Saatgut-Tresor auf Svalbard in Norwegen hinterlegt, um die pflanzengenetischen Ressourcen des Landes vor Bedrohungen wie dem Klimawandel, Schädlingen und Krankheitsausbrüchen zu schützen. Die Initiative wurde vom Council for Scientific and Industrial Research (CSIR-PGRRI) in Bunso in der Eastern Region durchgeführt. Dank der Unterstützung des Global Crop Diversity Trust in Deutschland war es möglich das Material sicher zu duplizieren.  Ghana war eines von fünf afrikanischen Ländern, die neben Nigeria, Kenia, Äthiopien und Simbabwe für die Teilnahme am ‚Seeds for Resilience‘-Projekt ausgewählt wurde. Zu den ausgewählten Kulturpflanzen gehören Mais, Reis, Maniok, Augenbohnen und einheimische Auberginensorten, allesamt Grundnahrungsmittel, für die eine hohe Nachfrage im Rahmen von Forschungs- und Züchtungsprogrammen besteht.

Staatsangehörige aus 50 Ländern, darunter 30 afrikanische, müssen bei der Beantragung bestimmter Geschäfts- und Touristenvisa im Rahmen eines von den Vereinigten Staaten angekündigten Programms für dauerhafte Visumbürgschaften eine Sicherheitskaution von bis zu 20.000 US-Dollar hinterlegen. Die Regelung trat am 3. August 2026 in Kraft und gilt für Antragsteller, die ein B-1-Geschäftsvisum und ein B-2-Touristenvisum beantragen. Konsularbeamte können eine Kaution als Voraussetzung für die Erteilung eines Visums verlangen; die Kaution verfällt, wenn der Reisende nach der Einreise in die Vereinigten Staaten gegen die Aufenthaltsbedingungen verstößt. Dreißig der 50 vom Programm erfassten Länder liegen in Afrika, darunter Uganda, Äthiopien, Mosambik und Simbabwe.

Präsident Museveni hat die steigenden Kosten für Mitgift und aufwendige Hochzeitsfeiern kritisiert und davor gewarnt, dass die wachsende finanzielle Belastung viele junge Ugander davon abhält, zu heiraten. Der Präsident erklärte, im Mittelpunkt der Ehe solle das Paar stehen und nicht finanzielle Forderungen oder extravagante Feierlichkeiten. Musevenis Eingreifen dürfte die Forderungen an kulturelle und religiöse Führer wieder anfachen, einfachere und erschwinglichere Hochzeitszeremonien zu fördern und dabei die kulturelle Bedeutung traditioneller Bräuche zu bewahren.

Der aus 12 Mitgliedern bestehende westafrikanische Wirtschaftsblock will die Währungsunion und die Einheitswährung „Eco“ im Juli 2027 einführen. Die ECOWAS erklärte, sie tendiere zu einer schrittweisen Einführung, bei der zunächst diejenigen Länder beitreten sollen, die die Konvergenzkriterien wie Inflation, Verschuldung und Währungsstabilität erfüllen. Guinea ist der erste Mitgliedstaat, der angekündigt hat, seine Landeswährung, den guineischen Franc, beizubehalten. Die wichtigsten Handelspartner des Landes liegen zudem außerhalb Westafrikas, wobei 80 % seiner Exporte nach Asien gehen. Durch die Bindung seiner Währung an die Währungen der Nachbarstaaten riskiere Conakry, bestimmte Einflussmöglichkeiten zu verlieren, erklärte der Ökonom Mohamed Camara gegenüber RFI. Der Wirtschaftsblock wird im Dezember erneut zusammenkommen, um offene Fragen zu klären, insbesondere hinsichtlich der künftigen Zentralbank, der Entscheidungsregeln und der Frage, welche Länder den „Eco“ als erste einführen werden.

Das Ministerium für Handel, Industrie und Wirtschaftsförderung hat die Wiederherstellung des zollfreien Zugangs für lesothische Exporte auf den US-Markt begrüßt. Dieser Schritt folgt auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, mit dem die von der Regierung unter US-Präsident Donald Trump gegen mehrere Länder verhängten Zölle für nichtig erklärt wurden. Die Entscheidung verschafft der exportabhängigen Bekleidungsindustrie Lesothos und Tausenden von Arbeitnehmern, deren Existenzgrundlage gefährdet war, dringend benötigte Entlastung. Die Bekleidungsindustrie, in der mehr als 30.000 Menschen beschäftigt sind, hatte zuvor gewarnt, dass die pauschalen Zölle Fabrikschließungen und Massenentlassungen zur Folge haben könnten. Trotz dieser vorübergehenden Atempause bleibt jedoch die langfristige Unsicherheit hinsichtlich des „African Growth and Opportunity Act“ (AGOA) bestehen. Das Handelsabkommen, das berechtigten afrikanischen Staaten zollfreien Zugang zum US-Markt gewährt, läuft planmäßig am 31. Dezember 2026 aus, sofern es nicht vom Kongress verlängert wird.

Spanien teilte mit, dass die Einreisen von Migranten in seine nordafrikanische Enklave Ceuta über Nacht zum Erliegen gekommen seien. Die Polizei hatte am Samstag vor der Grenze zu Marokko mit der Installation einer 500 Meter langen schwimmenden Barriere begonnen, nachdem bei einem Massenansturm mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen waren. Nach Angaben der spanischen Behörden hatten seit Donnerstag etwa 50.000 Menschen auf dem Land- und Seeweg Ceuta erreicht. Ein beispielloser Ansturm an einer der wenigen Landgrenzen der Europäischen Union zu Afrika. Mehr als 48.000 von ihnen kehrten innerhalb von 48 Stunden nach Marokko zurück.

Am Montag kurz nach 3:00 Uhr morgens ereignete sich 38 km nördlich der ägyptischen Stadt Suez ein Erdbeben der Stärke 5,6. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 10 km. Es liegen keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden vor.

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