Schlagwort: Burkina Faso

Präsident Ibrahim Traoré, hat Richtern das Tragen von Perücken im britischen und französischen Kolonialstil verboten. Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung betonte Präsident Traoré, wie wichtig es sei, sich von kolonialen Traditionen zu lösen und Praktiken zu übernehmen, die das kulturelle Erbe Burkina Fasos widerspiegeln. Das Verbot ist Teil seiner Bemühungen, die nationale Identität zu stärken und die Souveränität des Landes zu behaupten.

Auf ihrem Staats- und Regierungschefs Treffen in Abuja genehmigte Ecowas den Zeitplan für das Ende der Mitgliedschaft von Niger, Mali und Burkina Faso –die von Militärjuntas regiert werden. Der offizielle Austritt der Länder ist für den 29. Januar 2025 angesetzt. Bis zum 29. Juli soll es eine Übergangsphase geben. Die drei Länder werfen Ecowas (der Gruppe aus 15 Mitgliedsstaaten) „unmenschliche und unverantwortliche“ Sanktionen im Zusammenhang mit den Putschen in Niger, in Mali und Burkina Faso vor. Ecowas habe es auch versäumt, den drei Ländern bei der Bekämpfung interner Sicherheitsprobleme zu helfen. Mit dem Austritt Malis, Burkinas und Nigers verliert der Block 76 Millionen seiner 446 Millionen Einwohner und mehr als die Hälfte seiner gesamten geografischen Fläche sowie weite Teile der Sahara.

Die Militärregierung von Burkina Faso hat Rimtalba Jean Emmanuel Ouedraogo zum Premierminister der Übergangsregierung ernannt, nachdem sie Apollinaire Joachim Kyelem de Tambela entlassen und die Regierung am Freitag aufgelöst hatte. Ouedraogo war Kommunikationsminister und Pressesprecher der vorherigen Regierung. Für die Entlassung von Tambela, der kurz nach der Machtübernahme durch Juntachef Ibrahim Traore im September 2022 zum Übergangspremier ernannt worden war, wurde kein Grund genannt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Afrika „volle Unterstützung“ angeboten, auch im Kampf gegen Terrorismus und Extremismus. Die Rede wurde auf einem Gipfeltreffen im Schwarzmeerort Sotschi vom russischen Außenminister Sergej Lawrow an seine afrikanischen Amtskollegen verlesen. Während des Gipfels erklärte der Außenminister von Burkina Faso, Karamoko Jean-Marie Traoré, dass Russland ein geeigneterer internationaler Partner sei als die ehemalige Kolonialmacht Frankreich. Diese Ansicht wird von mehreren ehemaligen Kolonien Frankreichs geteilt und wurde von Malis Außenminister Abdoulaye Diop bekräftigt, der die „aufrichtige“ Partnerschaft des Kremls den „neokolonialen“ Beziehungen der westlichen Mächte gegenüberstellte. Er erklärte, dass Mali neben der militärischen Zusammenarbeit auch andere gemeinsame Projekte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Technologie und Bergbau prüfe.

17 Bildhauer aus neun afrikanischen und europäischen Ländern haben sich in dem Dorf Laongo, 35 km von der Hauptstadt Burkina Fasos, Ouagadougou, entfernt, versammelt, um am 14. internationalen Granitskulpturensymposium teilzunehmen. Seit 1988 haben sich mehr als sechzig Künstler auf dem Granit von Laongo ausgedrückt. Zum Abschluss des Symposiums sind über 2.000 Werke zu bestaunen. Das Laongo-Gelände ist nun zu einem Freilichtmuseum für Besucher geworden. Besucher Parfait Zongo sagt: „Diese Skulpturen ermöglichen es den Menschen, über die Vergangenheit, die Gegenwart und sogar über die Zukunft nachzudenken“.

Der Oberste Rat für Kommunikation (CSC), die nationale Regulierungsbehörde für Kommunikation in Burkina Faso, hat die Wiederausstrahlung ausländischer Radioprogramme bis auf Weiteres verboten und die Ausstrahlung der öffentlichen US-Medien Voice of America (VOA) für drei Monate ausgesetzt. Diese Entscheidungen sind ein weiteres Beispiel für das Bestreben der Junta, mit allen Mitteln jegliche Informationen zu unterdrücken, die von ihrem Narrativ abweichen. Burkina Faso wurde im Weltindex für Pressefreiheit 2024 der RSF auf Platz 86 von 180 Ländern eingestuft.

Mali, Niger und Burkina Faso haben ein Abkommen mit Russland geschlossen, das den Erwerb von Telekommunikations- und Überwachungssatelliten vorsieht. Die Technologie soll die Grenzüberwachung und die nationale Sicherheit in allen drei Ländern verbessern. Auch soll der Telekommunikationssatellit die Übertragung von Fernseh- und Radiosignalen in den drei Ländern erleichtern und die Internet- und Telefondienste in unzugänglichen und unterentwickelten Gebieten der Sahelzone ermöglichen. Mali, Niger und Burkina Faso haben im vergangenen Jahr die Allianz der Sahel-Staaten gegründet, die ursprünglich die militärische Zusammenarbeit fördern sollte, sich aber inzwischen ausgeweitet hat.

Mali, Burkina Faso und Niger, die von Militärjuntas regiert werden, führen in den kommenden Tagen einen neuen biometrischen Reisepass ein. Die Militärjuntas erklären, sie wollten eine Gemeinschaft souveräner Völker aufbauen, die auf afrikanischen Werten basiert und „weit entfernt von der Kontrolle ausländischer Mächte“ ist. Die drei Länder, deren Militärs zwischen 2020 und 2023 durch eine Reihe von Staatsstreichen die Macht übernommen haben, kündigten im Januar ihren Plan an, ECOWAS zu verlassen. Nach den Putschen haben die westafrikanischen Länder die Juntas sanktioniert, um sie zur raschen Wiederherstellung einer zivilen Regierung zu bewegen. Es bleibt unklar, wie sich die neuen Pässe auf die Reisen ihrer Staatsangehörigen in andere Ecowas-Staaten auswirken werden, in denen sie als Inhaber eines regionalen Passes aus 15 Ländern visumfrei reisen konnten.

Russland zieht 100 seiner paramilitärischen Offiziere aus Burkina Faso ab, um im Krieg in der Ukraine zu helfen. Sie gehören zu den rund 300 Soldaten der Bärenbrigade – einer privaten russischen Militärfirma -,die im Mai in das westafrikanische Land gekommen waren, um die dortige Militärjunta zu unterstützen.

Bis Dienstag, den 27. August 2024, waren die Goldminen Boungou und Wahgnion in Burkina Faso im Besitz eines afrikanischen Bergbauunternehmens. Ouagadougou hat jedoch eine Vereinbarung zur Verstaatlichung der Minen für rund 80 Mio. USD getroffen. Die Verstaatlichung folgt einem zunehmenden Muster afrikanischer Regierungen, insbesondere jener unter Militärjuntas, die versuchen, eine größere Kontrolle über ihre natürlichen Ressourcen auszuüben.

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