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Burkina Faso – Etwa 30 Angreifer haben gestern während der Sonntagsmesse eine kath. Kirche 90 km von der Provinzhauptstadt Kaya entfernt, gestürmt, auf die fliehenden Gläubigen geschossen und dann die Kirche sowie umliegende Geschäfte, ein Restaurant und ein Gesundheitszentrum angezündet. Sechs Menschen kamen um, darunter der Priester. Es ist der zweite Angriff auf eine Kirche. Gerade vor der Ankunft von Angela Merkel in Burkina Faso vor zwei Wochen gab es einen blutigen Angriff auf eine evangelische Kirche, auch mit sechs Toten.

Burkina Faso – Am vergangenen Sonntag stürmten Bewaffnete eine protestantische Kirche im Norden des Landes unweit der Stadt Djibo und eröffneten das Feuer während des Gottesdienstes. Sechs Menschen kamen um, darunter der Pfarrer und zwei seiner Söhne. Es war der erste Angriff auf eine Kirche in Burkina Faso, wo islamistische Gruppen seit 2015 immer häufiger tödliche Angriffe verüben. Das Land wird stark von Entwicklungen im benachbarten Mali beeinflusst. Die Zahl der Terroranschläge stieg von vier im Jahr 2015 auf 160 in 2018. Die Gewalt begann im Norden des Landes und hat mittlerweile auf die Hauptstadt Ouagadougou und andere Regionen übergegriffen.

Burkina Faso – In den letzten Monaten haben sich die Terror Angriffe in den nördlichen Provinzen, die an Niger und Mali angrenzen, gehäuft. Wegen Drohungen, mangelndem Schutz und Angst der Eltern und Lehrer sind 1.111 aus 2.869 Schulen geschlossen und 150.000 Kinder ohne Unterricht, und das in einem Land, wo die Bildungslage prekär ist. In 2016 haben knapp 58% der Kinder die Grundschule abgeschlossen. In den Lagern, wo die Zahl der Binnenflüchtlinge in einem Monat von 43.000 auf 100.000 angestiegen ist, gibt es einige provisorische Klassen.

Burkina Faso – Vom 23.02. bis 02.03. findet in der Hauptstadt Ouagadougou das Pan-Afrikanische Filmfestival statt. Seit 1969 treffen sich Filmemacher und Zuschauer alle zwei Jahre für Hunderte von Filmen. Thema zum Jubiläumsjahr ist: „Vergangenes und Zukunft des afrikanischen Kinos“. Es ist aufschlussreich, welche der 200 neuen Filme aus 20 Ländern dieses Jahr mit den begehrten Preisen ausgezeichnet werden.

Burkina Faso – Der 72-jährige Geistliche, Antonio Cesar Fernandez, ein Mitglied der Salesianer Don Boscos, war auf der Rückreise von Togo zu seiner Pfarrei in der Hauptstadt Ouagadougou, als er kurz nach Überquerung der Grenze nach Burkina Faso von mutmaßlichen Dschihadisten angegriffen und getötet wurde. P. Fernandez arbeitete seit 1982 in Afrika. Wogegen Angriffe islamistischer Extremisten im Grenzgebiet nach Niger und Mali häufig sind, weil die Angreifer die Weiten der Sahelzone als Rückzugsgebiet nutzen, sind terroristische Überfälle im Süden eher selten.

Burkina Faso – Eine kanadische Frau und ihr italienischer Freund waren auf dem Weg zu einem humanitären Projekt in Togo in Burkina Faso unterwegs und sind seit dem 15 Dezember in Grenznähe verschollen. Wegen der Präsenz von Banditen und Terroristen glaubt Kanada an eine Entführung. Nach einem Anschlag von Dschihadisten letzte Woche mit 46 Toten hat sich die Gewalt zwischen den Volksgruppen neu entfacht.

Burkina Faso – In einer Schule in Toulfé verprügelten Bewaffnete Schulleiter und Lehrer vor ihren Schülern; einer anderen drohten sie mit Mord, wenn sie nicht die säkulare Bildung aufgeben würde. Die Angreifer gaben sich aus als Extremisten des Ansarul Islam. Da die Lehrer geflohen sind oder aus Sicherheitsgründen nicht zur Arbeit kommen, sind im nördlichen Grenzgebiet seit Oktober über 560 Schulen nicht in regelmäßigem Betrieb.

Im Kampf gegen Malaria experimentieren Wissenschaftler mit einer neuen Waffe: genmanipulierte Moskitos. In einem ersten Versuch sollen in einem Dorf sterile männliche Mücken freigesetzt werden. In einer zweiten Phase sollen dann in Burkina, Mali und Uganda Moskitos mit einem modifizierten Erbgut eingesetzt werden mit dem Ziel, die Malaria-übertragenden Populationen langsam zu dezimieren und vielleicht sogar ganz auszurotten. Die Methode ist nicht risikofrei. Sollte die manipulierte Spezies unvorhergesehene negative Eigenschaften aufweisen, kann man sie nicht mehr zurückholen. 2016 starben fast eine halbe Million Menschen an Malaria, in der Mehrzahl Kinder in Afrika.

Burkina Faso – Nach den tödlichen Attacken auf das Armeehauptquartier und auf die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou hat sich eine Splittergruppe von Al-Qaida zu dem Angriff bekannt. Es soll eine Vergeltung für den französischen Militäreinsatz im Nachbarland Mali sein. Frankreich hatte nach dem malischen Militärputsch in 2012 interveniert, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg Rebellen in den Süden zu stoppen.

Burkina Faso – Bassirou floh sein Land nach dem Coup, wurde in Libyen als Sklave misshandelt bis er es auf einem Boot nach Italien schaffte. Dort nahm er bei der Hilfsaktion Lai-Momo eine Ausbildung in der Lederverarbeitung an; für ihn ein neues Leben in einem neuen Land, Er war so akkurat, kreativ und motiviert, dass er von einem Mode Designer angestellt wurde. Jetzt träumt Bassirou von seinem eigenen Atelier, um seine Ideen und Schöpfungen mit Menschen in aller Welt zu teilen.

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