Schlagwort: Äthiopien

Äthiopien – In Somali, das an Somalia grenzt, kämpfen islamistische Milizen für eine Loslösung der Region von Äthiopien. Christen sind zur Zielscheibe der Rebellen geworden. Acht orthodoxe Kirchen wurden bereits verbrannt und zahlreiche Priester, Diakone und Zivilisten getötet. Viele Christen mussten in die Sicherheit der Städte fliehen.

Äthiopien – Nach einer 27jährigen Spaltung wurde in Washington ein Friedensabkommen unterzeichnet, mit Premier Abiy wieder als Vermittler. Nach dem Sturz von Mengistu in 1991 musste Bischof Merkorios ins Exil gehen. Von den USA aus betreute er die Orthodoxen in der Diaspora. Jetzt ist er zurück in Addis Abeba, und die äthiopische Kirche hat zwei „Heilige Patriarchen“, die zu einem Leitungsteam verschmolzen sind und deren beide Namen in Gebet und Liturgie genannt werden.

Äthiopien – Während seiner ersten Kundgebung in der Hauptstadt Addis Abeba am vergangenen Samstag, wurde eine Granate geworfen, gerade als Abiy Ahmed seine Rede beendet hatte. Ein Mensch starb, 154 wurden verletzt; der Premier blieb unversehrt. Ahmed ist der erste Regierungschef vom Volk der Oromo und für manche, besonders die Tigre Minderheit, zu reformfreudig. Er hat den Notstand beendet, die Gefängnisse für politische Häftlinge geöffnet, die Sperrung von 260 Fernsehsendern, Blogs und Webseiten aufgehoben, Wege zur Lösung des Grenzkonflikts mit Eritrea eingeleitet und eine Reihe andere Reformen versprochen.

Äthiopien – Das Parlament hat den Ausnahmezustand, der seit Februar in Kraft ist, vorzeitig aufgehoben. Der neue Ministerpräsident, Abiy Admed, hat die Versöhnung zwischen den Ethnien und politischen Parteien zum seinem Hauptziel erklärt. Während jahrelanger Proteste gegen die Regierung kamen hunderte Demonstranten ums Leben, Zehntausende wurden inhaftiert. Er möchte auch den jahrlangen Grenzkonflikt mit Eritrea friedlich lösen.

Äthiopien – Abiy Ahmed, der neue Premierminister, hat einen couragierten Start gemacht: das Foltergefängnis geschlossen, Häftlinge befreit und, nach Monaten, das Internet wieder angeschlossen. Er selbst, der erste Premier vom Stamm der Oromo, besuchte das Krisengebiet, wo zurzeit Oromo und Somali bittere ethnische Kämpfe austragen. Noch immer sitzen Tausende Äthiopier im Gefängnis und haben keine Stimme im Parlament. Trotz enormer wirtschaftlicher Fortschritte in den letzten Jahren mit hunderten neuen Schulen und Universitäten und einer um acht Jahre gestiegenen Lebenserwartung ist die Bevölkerung unzufrieden. Es braucht viele Reformen, friedlich und durch politische Teilhabe, um aus Äthiopien einen demokratischen Staat zu machen.

Äthiopien – Der Schauspieler wäre heute 90 Jahre alt geworden, doch auch vier Jahre nach seinem Tod wird er von Millionen Menschen geehrt, die ihm und seinem Einsatz ein besseres Leben verdanken. Seit Böhms Gründung der Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ in 1981 werden immer noch Entwicklungsprojekte im ländlichen Äthiopien umgesetzt: Wasserstellen, Schulen, Kliniken, Ausbildungsprogramme, Wüstenbekämpfung, und alle auf Augenhöhe, den Bedürfnissen der Menschen angepasst und mit Einbeziehung der Empfänger. Böhms Name bleibt mit moderner Entwicklungszusammenarbeit eng verbunden.

Äthiopien – Die anhaltenden Unruhen und die sich seit zwei Jahren wiederholenden Proteste, bei denen hunderte Menschen umkamen, ließen der Regierung angeblich keine andere Wahl. Als sein Beitrag zur Überwindung der Krise hat Regierungschef Desalegn seinen Rücktritt erklärt. International wird die Maßnahme scharf kritisiert. Solange die größeren Volksgruppen, die Oromo und Amhara, nicht zu ihrem Recht kommen, kann es keinen Frieden geben.

Äthiopien – Bei seinem 4-tägigen Besuch in Ägypten, mit Zwischenstopp im Sudan, will Premier Desalegn Spannungen entschärfen, die sich zwischen Äthiopien, dem Sudan und Ägypten wegen dem Bau des Grand Renaissance Damm am Blauen Nil aufgestaut haben. Mit diesem Riesenprojekt, das 74 Milliarden Kubikmeter Wasser aufstaut und einen 1680 Quadratkilometer großen See bildet, will Äthiopien der größte Stromproduzent Afrikas werden. Ägypten, das fast für seinen ganzen Wasserbedarf vom Nil abhängt, bangt um sein Überleben, da Äthiopien durch seine Kontrolle des Flusses die Wassersicherheit bedrohen könnte. Das Nilwasser war schon immer heiß umkämpft. Äthiopien spricht von einer progressiven Füllung, damit die Länder flussabwärts nicht unnötig geschädigt werden.

Äthiopien – Die Nachricht Anfang Januar, dass, zur Stärkung der Demokratie, alle politischen Gefangenen freigelassen werden sollten und das berüchtigte Gefangenenlager Maekelawi ein Museum werden sollte, überraschte die Bevölkerung. Seit 2016 wurden in regierungskritischen Protesten in den Regionen Oromia und Amhara Zehntausende zeitweise festgenommen. 2000 sollen weiterhin in Haft sein. Hunderte seien getötet worden. Einige Tage später kam die Korrektur: Ministerpräsident Desalegn sei falsch zitiert worden. Nur Einzelfälle würden zwecks einer Freilassung überprüft.

Äthiopien – Die 35-jährige Juristin Yetnebersh Nigussie erblindete im Alter von fünf Jahren. Später sah sie in ihrer Behinderung ein Glück für Viele, denn, während ihre Altersgenossen in Kinderehen gezwungen wurden, durfte sie zur Schule gehen. Nach ihrem Jura Studium setzte sie sich energisch für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. Sie strebte Inklusion und gleichberechtigte Mitbestimmung an und wurde jetzt für ihr Engagement ausgezeichnet, widmet aber den Preis allen weniger privilegierten Menschen.

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