Schlagwort: Äthiopien

Die äthiopische Regierung und die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) einigten sich auf eine „dauerhafte Einstellung der Feindseligkeiten“ und beendeten damit die zehntägigen Verhandlungen, die von der Afrikanischen Union in Südafrika geführt wurden, sowie den im November 2020 begonnenen Bürgerkrieg. Beide Konfliktparteien, die in der nördlichen Region Tigray Tausende von Toten und Millionen von Vertriebenen zu beklagen haben, erklärten sich zu einer „geordneten, reibungslosen und koordinierten Entwaffnung“ und zur „Wiederherstellung von Recht und Ordnung“ bereit, so der ehemalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo, der federführend an den Gesprächen beteiligt war.

Da Journalisten schon 18 Monate keinen Zugang zu der umkämpften Region haben, zeigen die von NASA nachts aufgenommenen Satellitenbilder, wie schlimm die humanitäre Krise ist, wenn die Stromversorgung abgeschnitten ist und Städte wie Alamata, Korem und Shire fast verschwinden. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer. Nach tausenden von Toten und von Hungersnot bedrohten Menschen haben die Konfliktparteien in Südafrika vereinbart, ihren zweijährigen Konflikt zu beenden. Premier Abiy Ahmed nannte das Abkommen „monumental“ und verpflichtet sich, es umzusetzen. Man hofft,  dass der Waffenstillstand hält und die Lichter in Tigray wieder angehen.

Die äthiopische Regierung hat den Erschließungsvertrag mit der chinesischen Ölgesellschaft Poly-PGL mit der Begründung gekündigt, sie habe die finanziellen und technischen Bedingungen der Vereinbarung nicht erfüllt. Das Unternehmen, das sich zum Teil im Besitz der chinesischen Regierung befindet, hat im Ogaden-Becken in Ostäthiopien nach Öl und Gas gebohrt. Anwohner haben dem Unternehmen vorgeworfen, das Wasser durch unsachgemäße Entsorgung gefährlicher Abfälle vergiftet zu haben. Das Unternehmen hat sich zu diesen Vorwürfen nicht geäußert.

Die Europäische Union hat erklärt, dass die Drohnenangriffe auf eine Großstadt in Tigray im Norden Äthiopiens „eine sehr zerbrechliche Hoffnung“ auf Frieden gefährden. Die Volksbefreiungsfront von Tigray machte die äthiopische Regierung für den Angriff verantwortlich. Nach Angaben von Ärzten in der Stadt Mekelle wurden bei den Drohnenangriffen am Mittwoch mindestens 10 Menschen getötet und 18 weitere verletzt.

Nach zwei Jahren des Kampfes gegen die Regierungstruppen hat die äthiopische Tigray-Führung ihr Interesse an einem von der Afrikanischen Union (AU) geführten Friedensprozess bekundet. Die nordäthiopische Region steht seit November 2020 im Mittelpunkt eines Konflikts zwischen der Tigray People’s Liberation Front (TPLF), die die vorherige Regierung des Landes führte, und der derzeitigen Regierung von Premierminister Abiy Ahmed.

Äthiopische und eritreische Streitkräfte haben eine massive „gemeinsame“ Offensive gegen die an Eritrea angrenzenden Gebiete von Tigray gestartet. Die äthiopische Regierung und die Rebellen in der Region Tigray beschuldigten sich gegenseitig, neue Fronten im Norden Äthiopiens eröffnet zu haben, eine Woche nachdem erneute Kämpfe einen fünfmonatigen Waffenstillstand zunichte gemacht hatten.

Die 18-jährige Pfadfinderführerin Dounia Bouhelassa soll dutzende Kinder aus einem Park in der Stadt El Kala gerettet haben. Die Gruppe wurde bei einem Waldspaziergang plötzlich von Flammen umhüllt. 8 Scouts wurden bei der Rettung verletzt; Dounia  starb an den erlittenen Verbrennungen und wird in den algerischen sozialen Medien als Heldin gefeiert. In den zum Teil noch wütenden Waldbränden sind bis jetzt 43 Menschen umgekommen. Etwa 200 wurden verletzt. Die Brände zerstörten weite Teile des UNESCO Biosphärenreservats und beschädigten etwa 10.000 Hektar des Nationalparks.

Sie haben Freude am Skateboarden gefunden und wollen nicht immer,  wie von Ihnen bisher erwartet, daheim sitzen. In Jeans und Jogginghosen gekleidet fahren Dutzende äthiopische Schulmädchen über einen Skate Park in Addis Abeba, um ihr Gleichgewicht und ihr Selbstvertrauen zu finden. Die Skateboarders Sosina Challa und Micky Asfaw haben 2020 die „Ethiopian Girl Skaters“ gegründet, und die rein weibliche Gruppe wehrt sich vehement gegen Geschlechterstereotypen. Junge Frauen werden gestärkt und wagen, in Extremsportarten einzusteigen. 150 Mädchen haben bis jetzt von der Gruppe profitiert; sie konnten ihre Ängste besiegen und ihr Selbstvertrauen stärken und sind glücklich dabei.

Eine Ethiopian Airline Maschine aus Khartum im Sudan sollte nach zweistündigem Flug in Addis Abeba landen, leitete aber keinen Sinkflug ein sondern überflog das Flugfeld in Höhe von 11000 Metern. Erst das Warnsignal des Autopiloten weckte die beiden schlafenden Piloten auf. Sie konnten die Boeing 737 wenden und mit 25 Minuten Verspätung sicher zur Landung bringen. Die Cockpit Crew ist vorerst beurlaubt, während der Zwischenfall untersucht wird. Die Reaktion der Öffentlichkeit reicht von „unfassbar“ bis zu Mitleid mit den überarbeiteten Piloten.

Nach der Aufhebung der Blockade ukrainischer  Getreideexporte ist das von der UNO gecharterte Schiff „Brave Commander“ mit 23.000 Tonnen Weizen in Piwdennyi, nahe Odessa, in See gestochen. Ziel ist der Hafen von Dschibuti. Laut UNO Angaben wird der Weizen in Äthiopien dringendst gebraucht. Die Vereinten Nationen bemühen sich weiterhin um reguläre Lieferungen von Grundnahrungsmitteln in die von Hungersnot bedrohten Länder der Region, um eine noch größere Katastrophe zu vermeiden.

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