Schlagwort: Äthiopien

Äthiopiens Streben nach einem gerechten Zugang zum Roten Meer ist zu einem Brennpunkt in Ostafrika geworden, da die Regierung Abiy Bedenken über die entstehenden regionalen Allianzen äußert, die seinen Zugang zu dieser wichtigen Seeroute einschränken könnten.

Äthiopien ist dafür bekannt, den größten Rinderbestand in Afrika zu haben, der eine Fülle von Ressourcen liefert, die die lokale Wirtschaft seit jeher unterstützen. Unter diesen Ressourcen haben Häute und Felle eine entscheidende Rolle gespielt, insbesondere in der Lederindustrie. Der Aufstieg moderner Gerbereien und Lederfabriken hat jedoch zu einem beunruhigenden Paradoxon geführt: Während Lederprodukte wie Jacken, Taschen und Schuhe auf dem Markt florieren, wird ein erheblicher Teil der Häute und Felle verschwendet. Dies bedeutet nicht nur einen Verlust an wertvollen Materialien, sondern trägt auch zur Umweltver-schmutzung bei. Ein Künstler, der das Potenzial dieser weggeworfenen Materialien erkannt hat, ist Lemma Guya. Er behauptet: „Kunst sollte nicht nur Schönheit widerspiegeln, sondern auch die Probleme unserer Zeit ansprechen. Indem wir Abfall in Kunst verwandeln, können wir den Wandel inspirieren“.  Er ist ein Pionier der Porträtmalerei auf der Tierhaut. Seine Arbeiten, für die er hauptsächlich Ziegenhaut und Ölfarbe verwendet, haben den Begriff Lemmismus erhalten.                 

Generalleutnant Tadesse Werede wurde zum Chefverwalter der Region ernannt und unterzeichnete die Aufgabenbeschreibung für die Übergangsverwaltung des Regionalstaats Tigray. An der Zeremonie nahmen hohe Regierungsbeamte, darunter Premierminister Abiy Ahmed, sowie Vertreter der kontinentalen und internationalen diplomatischen Gemeinschaft teil. Premierminister Abiy Ahmed versprach, die laufenden Bemühungen der Bundesregierung zur Förderung von Frieden, Stabilität und Entwicklung für die Bevölkerung von Tigray zu konsolidieren.

Die Ethiopian Airlines Group und die Afrikanische Entwicklungsbank werden gemeinsam einen neuen Flughafen bauen, dessen Kosten auf 140 Milliarden Euro geschätzt werden. Es soll der größte Afrikas sein. Der neue Flughafen mit dem Namen Bishoftu wird in der Nähe der Hauptstadt Addis Abeba liegen. Bishoftu wird es Äthiopien ermöglichen, die jährliche Passagierkapazität von derzeit 17 Millionen auf mehr als 60 Millionen im Jahr 2040 zu erhöhen.

In der äthiopischen Region Gambella sind im vergangenen Monat mindestens 31 Menschen an erkrankt. In mehreren Regionen Äthiopiens, dem zweitbevölkerungsreichsten Land Afrikas mit rund 120 Millionen Einwohnern, kommt es zu Choleraausbrüchen, wobei Amhara – die zweitgrößte Region des Landes – am stärksten betroffen ist. Die Situation verschlimmert sich durch die Flüchtlinge von Südsudan.  

Eine abtrünnige Fraktion, der wichtigsten politischen Partei in Äthiopiens nördlicher Region Tigray, hat die Kontrolle über entscheidende Büros und einen Radiosender in der Regionalhauptstadt Mekelle übernommen. Dies ist die Folge eines sich verschärfenden Machtkampfes innerhalb der Tigray People’s Liberation Front (TPLF), der die Befürchtung einer Rückkehr zum Bürgerkrieg aufkommen lässt. Mehrere Länder, darunter die USA, Großbritannien und die Europäische Union, haben vor der Eskalation der Spannungen gewarnt.

Im Süden Äthiopiens haben sich tausende von Menschen zu einem dem größten kulturellen Ereignis des Landes versammelt. Alle acht Jahre findet die einwöchigen Gada-Zeremonie, die offizielle Machtübergabe von einem traditionellen Herrscher an seinen Nachfolger statt. Das Gadaa-System, das 2016 in die Liste des UN-Kulturerbes aufgenommen wurde, ist ein demokratisches System, das seit den letzten 500 Jahren unter dem Oromo in Ostafrika praktiziert wir.

Vom Berg Dofan, ein Vulkan im Nordosten Äthiopiens, 165 km nordöstlich von Addis Abeba stieg am Freitag Rauch auf.  Hunderte von Menschen haben ihre Häuser in Panik verlassen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet. In den letzten Wochen gab es mehr als ein Dutzend seismische Ereignisse im Awash Fentale, einem erdbebengefährdeten Gebiet in der äthiopischen Region Afar.

In einer gemeinsamen Erklärung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, des somalischen Präsidenten Hassan Sheik Mohamud und des äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed heißt es: „Im Februar 2025 sollen Gespräche beginnen und innerhalb von vier Monaten abgeschlossen sein, die territoriale Integrität Somalias respektieren und gleichzeitig die „potenziellen Vorteile“ des äthiopischen Zugangs zum Meer anerkennen würden.“

Ein Erdbeben der Stärke 4,9 ereignete sich im äthiopischen Grabenbruch, westlich des Awash-Sees, im Gebiet des Berges Fentale und in der Stadt Metehara, so dass einige Bewohner in Sicherheit flüchteten. Die Erschütterung war in der Hauptstadt Addis Abeba, in Metehara im Südosten und in Kombolcha (bei Dessie) im Norden zu spüren. Die anhaltenden seismischen Ereignisse sind besorgniserregend.

Länder