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Äthiopien – Seit 2016 gibt es an der Universität von Addis Abeba ein Weltraum Institut. Dort wurde, mit Chinas Hilfe, der Satellit entwickelt, der im September 2019 in die Erdumlaufbahn geschossen werden soll, aus Kostengründen von China aus. Die Verantwortung soll aber in äthiopischer Hand liegen. Der Hauptzweck wird eine verbesserte Wetterbeobachtung sein. Bis jetzt war man auf kostspieliges Sammeln von Satellitendaten über Wasser, Landwirtschaft und Klimawandel von andern Ländern angewiesen. Was China von der 6 Mio. $ Investition profitiert, weiß man noch nicht.

Äthiopien – Nur eine Woche nach der ersten Staatspräsidentin und zwei Wochen nach dem 50% Frauen Kabinett ist jetzt auch die Chefin des Obersten Gerichtshofs eine Frau. Die prominente Menschenrechtlerin Meaza Ashenafi wurde von Premier Abiy Ahmed vorgeschlagen und vom Parlament einstimmig angenommen. Äthiopiens Frauen werden eine starke Anwältin und Mädchen ein Vorbild in ihr haben.

Äthiopien – Erst seit einer Woche sind 50% der Kabinettsmitglieder Frauen, da steht erstmals eine Frau an der Staatsspitze. Nach dem gestrigen Rücktritt von Mulatu Teshome Wirtu hat das äthiopische Parlament die erfahrene Diplomatin Sahle-Work Zewde einstimmig zur Präsidentin ernannt. Obwohl der Posten nur repräsentative Funktionen hat, setzt die Ernennung einer Frau zur Staatspräsidentin einen „neuen Standard für die Zukunft“ und normalisiert Frauen „als Entscheidungsträgerinnen im öffentlichen Leben“.

Äthiopien – Der reformfreudige Abiy Ahmed wusste, dass einige der Soldaten, die letzte Woche sein Gelände betraten, ihn umbringen wollten. Er gab den Befehl, Liegestützen zu machen, und machte selbst mit. Es gab Gelächter, und die Lage war momentan entschärft. Das Wort ging um: „Er verschwand, bevor wir ihn fassen konnten.” Abiy entging bereits bei einem Rallye im Juni einem Anschlag.

Äthiopien – Die kürzliche Kabinettumbildung machte die Regierung nicht nur kleiner – von 28 auf 20 – sondern auch weiblicher. Die Hälfte der Kabinettmitglieder sind nun Frauen, die zum Teil Schlüsselressorts wie Frieden, Handel und Industrie und, zum ersten Mal, Verteidigung halten. Regierungschef Abiy Ahmed meint „Frauen sind weniger korrupt als Männer“ und Schaffer von Frieden und Stabilität. Ahmed hat seit seinem Amtsantritt mehrere Reformen eingeleitet und Frieden mit dem verfeindeten Nachbarn Eritrea gestiftet, doch in Addis Abeba und manchen Landesteilen sind ethnische Kämpfe wieder ausgebrochen.

Äthiopien – Müll ist ein Problem in allen schnell wachsenden Großstädten Afrikas. In Addis Ababa wurde jetzt eine hochmoderne Müllverbrennungsanlage errichtet. Sie verarbeitet etwa 1400 Tonnen Müll pro Tag und erzeugt dabei Strom für ein Drittel der Haushalte der Hauptstadt. Aus der Asche werden 27000 Ziegelsteine hergestellt.

Äthiopien – In Somali, das an Somalia grenzt, kämpfen islamistische Milizen für eine Loslösung der Region von Äthiopien. Christen sind zur Zielscheibe der Rebellen geworden. Acht orthodoxe Kirchen wurden bereits verbrannt und zahlreiche Priester, Diakone und Zivilisten getötet. Viele Christen mussten in die Sicherheit der Städte fliehen.

Äthiopien – Nach einer 27jährigen Spaltung wurde in Washington ein Friedensabkommen unterzeichnet, mit Premier Abiy wieder als Vermittler. Nach dem Sturz von Mengistu in 1991 musste Bischof Merkorios ins Exil gehen. Von den USA aus betreute er die Orthodoxen in der Diaspora. Jetzt ist er zurück in Addis Abeba, und die äthiopische Kirche hat zwei „Heilige Patriarchen“, die zu einem Leitungsteam verschmolzen sind und deren beide Namen in Gebet und Liturgie genannt werden.

Äthiopien – Während seiner ersten Kundgebung in der Hauptstadt Addis Abeba am vergangenen Samstag, wurde eine Granate geworfen, gerade als Abiy Ahmed seine Rede beendet hatte. Ein Mensch starb, 154 wurden verletzt; der Premier blieb unversehrt. Ahmed ist der erste Regierungschef vom Volk der Oromo und für manche, besonders die Tigre Minderheit, zu reformfreudig. Er hat den Notstand beendet, die Gefängnisse für politische Häftlinge geöffnet, die Sperrung von 260 Fernsehsendern, Blogs und Webseiten aufgehoben, Wege zur Lösung des Grenzkonflikts mit Eritrea eingeleitet und eine Reihe andere Reformen versprochen.

Äthiopien – Das Parlament hat den Ausnahmezustand, der seit Februar in Kraft ist, vorzeitig aufgehoben. Der neue Ministerpräsident, Abiy Admed, hat die Versöhnung zwischen den Ethnien und politischen Parteien zum seinem Hauptziel erklärt. Während jahrelanger Proteste gegen die Regierung kamen hunderte Demonstranten ums Leben, Zehntausende wurden inhaftiert. Er möchte auch den jahrlangen Grenzkonflikt mit Eritrea friedlich lösen.

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