Schlagwort: Äthiopien

Die 18-jährige Pfadfinderführerin Dounia Bouhelassa soll dutzende Kinder aus einem Park in der Stadt El Kala gerettet haben. Die Gruppe wurde bei einem Waldspaziergang plötzlich von Flammen umhüllt. 8 Scouts wurden bei der Rettung verletzt; Dounia  starb an den erlittenen Verbrennungen und wird in den algerischen sozialen Medien als Heldin gefeiert. In den zum Teil noch wütenden Waldbränden sind bis jetzt 43 Menschen umgekommen. Etwa 200 wurden verletzt. Die Brände zerstörten weite Teile des UNESCO Biosphärenreservats und beschädigten etwa 10.000 Hektar des Nationalparks.

Sie haben Freude am Skateboarden gefunden und wollen nicht immer,  wie von Ihnen bisher erwartet, daheim sitzen. In Jeans und Jogginghosen gekleidet fahren Dutzende äthiopische Schulmädchen über einen Skate Park in Addis Abeba, um ihr Gleichgewicht und ihr Selbstvertrauen zu finden. Die Skateboarders Sosina Challa und Micky Asfaw haben 2020 die „Ethiopian Girl Skaters“ gegründet, und die rein weibliche Gruppe wehrt sich vehement gegen Geschlechterstereotypen. Junge Frauen werden gestärkt und wagen, in Extremsportarten einzusteigen. 150 Mädchen haben bis jetzt von der Gruppe profitiert; sie konnten ihre Ängste besiegen und ihr Selbstvertrauen stärken und sind glücklich dabei.

Eine Ethiopian Airline Maschine aus Khartum im Sudan sollte nach zweistündigem Flug in Addis Abeba landen, leitete aber keinen Sinkflug ein sondern überflog das Flugfeld in Höhe von 11000 Metern. Erst das Warnsignal des Autopiloten weckte die beiden schlafenden Piloten auf. Sie konnten die Boeing 737 wenden und mit 25 Minuten Verspätung sicher zur Landung bringen. Die Cockpit Crew ist vorerst beurlaubt, während der Zwischenfall untersucht wird. Die Reaktion der Öffentlichkeit reicht von „unfassbar“ bis zu Mitleid mit den überarbeiteten Piloten.

Nach der Aufhebung der Blockade ukrainischer  Getreideexporte ist das von der UNO gecharterte Schiff „Brave Commander“ mit 23.000 Tonnen Weizen in Piwdennyi, nahe Odessa, in See gestochen. Ziel ist der Hafen von Dschibuti. Laut UNO Angaben wird der Weizen in Äthiopien dringendst gebraucht. Die Vereinten Nationen bemühen sich weiterhin um reguläre Lieferungen von Grundnahrungsmitteln in die von Hungersnot bedrohten Länder der Region, um eine noch größere Katastrophe zu vermeiden.

Eine zweite Turbine, des umstrittenen Staudamms am Blauen Nil, wurde in Betrieb genommen. Das Mega-Staudamm führte zu heftigen Kontroversen zwischen Äthiopien und den beiden stromabwärts gelegenen Ländern Ägypten und Sudan, die für ihre Wasserversorgung stark vom Nil abhängig sind. Es ist nicht klar, welche Konsequenzen die Inbetriebnahme für die noch nicht verbindlichen Vereinbarungen zwischen den Ländern hat.

Äthiopische Kampfflugzeuge haben Teile der Region Hiran in Zentralsomalia bombardiert. Der Beschuss fand in den Gebieten Bagda, Qabno und Cowmaad statt, die zwischen den Bezirken Mataban und Mahaas in der Region Hiran liegen. Nach Angaben von Anwohnern zielten die Luftangriffe auf Gebiete, in denen sich Al-Shabaab-Kämpfer aufhielten. Weder die äthiopische Regierung noch Al-Shabaab haben sich zu dem Luftangriff und den daraus resultierenden offiziellen Verlusten geäußert.

Nach 18 Monaten Krieg mit der äthiopischen Regierung sind die tigrayanischen Streitkräfte bereit, eine hochrangige Delegation zu von Kenia vermittelten Gesprächen zu schicken. Der vom Vorsitzenden der  „Tigray People‘s Liberation Front“ unterschriebene Brief enthielt zum ersten Mal keine Vorbedingungen. Auch der äthiopische Premier Abiy Ahmed erklärte, dass Friedensgespräche der beste Weg zur Beendigung des Krieges seien. Jetzt besteht die Hoffnung, dass der Konflikt, der durch Massaker, Vergewaltigungen, Hunger und Krankheit gezeichnet war, 2 Mio. Menschen vertrieben und bis zu 50 Tausend getötet hat, durch Dialog beendet werden kann.

Der ehemalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo hat einen diplomatischen Sieg im äthiopischen Bürgerkrieg errungen: Die Übergangsregierung von Tigray hat sich verpflichtet, Kriegsgefangene freizulassen. Die Gefangenen stammen aus den Armeen der äthiopischen Behörden, der Amhara-Region und Eritreas. Ihre Freilassung ist eine „vertrauensbildende Maßnahme“, die zur Einhaltung des seit mehr als einem Monat bestehenden „Mini-Waffenstillstands“ gehört. Die meisten der Gefangenen stammen aus Gebieten außerhalb von Tigray. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gefangenen an Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren, ist daher gering bis null. Von den mehr als freigelassenen 4 000 Gefangenen sind 401 Frauen.

Als kürzlich Dutzende junge Männer sich vor der russischen Botschaft in Addis Abeba versammelten und sagten, sie wollten bei den Kriegsanstrengungen in der Ukraine helfen, kamen Gerüchte über Rekrutierung auf, die Russland heftig dementierte. Auch würde die Botschaft keine Bewerbungen entgegennehmen. Sie dankte jedoch der äthiopischen Regierung für ihre Unterstützung bei der UNO Abstimmung über den Ukraine Krieg.  Äthiopien hatte die Sitzung verpasst.

Berichten zufolge verbietet Israel äthiopischen Pilgern, die während des diesjährigen Osterfestes in das Land pilgern wollen, die Einreise, weil sie befürchten, nicht nach Hause zurückzukehren.

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