Riesenaufgabe für neuen Regierungschef

Äthiopien – Abiy Ahmed, der neue Premierminister, hat einen couragierten Start gemacht: das Foltergefängnis geschlossen, Häftlinge befreit und, nach Monaten, das Internet wieder angeschlossen. Er selbst, der erste Premier vom Stamm der Oromo, besuchte das Krisengebiet, wo zurzeit Oromo und Somali bittere ethnische Kämpfe austragen. Noch immer sitzen Tausende Äthiopier im Gefängnis und haben keine Stimme im Parlament. Trotz enormer wirtschaftlicher Fortschritte in den letzten Jahren mit hunderten neuen Schulen und Universitäten und einer um acht Jahre gestiegenen Lebenserwartung ist die Bevölkerung unzufrieden. Es braucht viele Reformen, friedlich und durch politische Teilhabe, um aus Äthiopien einen demokratischen Staat zu machen.