Schlagwort: Afrika

Forschungsergebnisse zeigen, dass die Miombo-Wälder, die sich über weite Teile Afrikas südlich der Sahara erstrecken, 1,5- bis 2,2-mal mehr Kohlenstoff speichern als bisher angenommen. Sie sind nach den Miombo-Bäumen benannt und ein lebenswichtiges Ökosystem, die viele Millionen Menschen direkt ernähren, das Klima und die Wasserressourcen regulieren, Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten und kulturelle und spirituelle Bedeutung haben. In den letzten 40 Jahren sind diese Wälder durch die Abholzung von 2,7 auf 1,9 Millionen km2 geschrumpft, eine Fläche dreimal so groß ist wie die des Vereinigten Königreichs. 11 Länder (Angola, Botswana, Congo, DRC, Malawi, Mosambique, Namibia, South Africa, Tansania, Zambia, Zimbabwe) versuchen, die Zerstörung des riesigen, aber schrumpfenden Miombo-Bioms aufzuhalten und das Sambesi-Becken zu retten. Sie unterzeichneten ein länderübergreifendes Konzept für die nachhaltige Bewirtschaftung der afrikanischen Miombo-Wälder, die Miombo Initiative.

Die irische Justizministerin Helen McEntee kündigte an, dass Staatsangehörige aus Südafrika und Botswana künftig ein Visum benötigen, um nach Irland zu reisen; auch ein Transitvisum ist erforderlich. Die Entscheidung wurde laut einer Erklärung durch die Zunahme von Asylbewerbern aus beiden Ländern veranlasst; beide gelten als sicher und sind die einzigen Länder auf dieser Liste, für die keine Visumpflicht besteht. McEntee sagte, die Entscheidung sei sorgfältig erwogen worden, um Irland näher an die Vorgehensweise des Schengen-Raums heranzuführen und auch mit der Haltung des Vereinigten Königreichs in Einklang zu bringen.

Die United Methodist Church hat etwa 5,4 Millionen Mitglieder in den Vereinigten Staaten und 4,6 Millionen in Afrika, Europa und auf den Philippinen. Der ivorische Zweig der United Methodist Church, der mehr als 1,2 Millionen Mitglieder hat, ist aus der Union ausgetreten, nachdem ein seit langem bestehendes Verbot für LGBTQ +-Geistliche aufgehoben wurde. Im Mai stimmten die Delegierten auf der ersten Legislativversammlung der Kirche seit fünf Jahren mit überwältigender Mehrheit für die Aufhebung einer Vorschrift, die es „bekennenden praktizierenden Homosexuellen“ untersagt, ordiniert oder als Geistliche ernannt zu werden. In Simbabwe versammelten sich letzte Woche Hunderte von Mitgliedern der United Methodist Church in Harare, um gegen die Entscheidung zu protestieren, LGBTQ+ Mitglieder aufzunehmen. Sie sangen Hymnen und hielten Schilder hoch, auf denen sie erklärten, dass Homosexualität eine Sünde und ein Gräuel ist. „Afrika ist nicht zu verkaufen. Nein zur Homosexualität“, stand auf einem Schild. LGBTQ+- „Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender und Queer“, das + bedeutet, Sexualität und Geschlecht werden als unabgeschlossenes Spektrum gesehen.

Eine neue Generation von Heilern (Sangomas) teilt heilige afrikanische spirituelle Praktiken in den sozialen Medien, doch Kritiker sagen, dass beides nicht zusammenpasst. Nach traditionellem Glauben spielen die Sangomas eine entscheidende Rolle, indem sie als Vermittler zwischen der spirituellen und der physischen Welt fungieren. In Simbabwe gibt es etwa 65.000 Sangomas. Die traditionellen Heiler sind oft die erste Anlaufstelle für viele, die Hilfe bei körperlichen und geistigen Beschwerden suchen. Mehrere Sangomas führen nun auf TikTok und Facebook Beratungen, Heilsitzungen und Reinigungszeremonien mit Live-Publikum aus aller Welt durch. Auf TikTok erhalten sie Geschenke, die sie gegen Bargeld eintauschen können. Darüber hinaus führen sie auch virtuelle Einzelsitzungen über Zoom oder WhatsApp durch und erhalten Zahlungen über Paypal, Western Union und MoneyGram. Gleichzeitig führen sie persönliche Beratungen in den Gebieten durch, in denen sie leben.

Nigers Militärchef hat zusammen mit den Junta-Chefs von Mali und Burkina Faso erklärt, dass sie dem größeren westafrikanischen Block ECOWAS „unwiderruflich“ den Rücken kehren. Alle drei Länder – die jetzt die Allianz der Sahel-Staaten bilden – sind von dschihadistischer Gewalt betroffen, was zum Teil als Grund für die Übernahme durch die Armee angegeben wird. Alle drei Länder haben französische Soldaten, die im Rahmen einer Anti-Dschihadisten-Mission dort waren, ausgewiesen und Russland um militärische Unterstützung gebeten. Auch haben sie sich den Forderungen der ECOWAS nach einer raschen Rückkehr zu einer zivilen Regierung widersetzt. In den letzten zehn Jahren hat sich die Sahelzone zunehmend zu einem Brennpunkt militanter Aktivitäten des Islamischen Staates entwickelt, was zu Unsicherheit und Instabilität geführt hat. Den Juntas in Niger, Burkina Faso und Mali ist es bisher nicht gelungen, die Gewalt einzudämmen.

 Die ältesten bekannten bewohnten Termitenhügel wurden in der Nähe des Buffels River in Namaqualand durch Radiokarbondatierung auf ein Alter von 34.000 Jahren geschätzt, so die Forscher der Universität Stellenbosch. Die Hügel existierten bereits, als Säbelzahnkatzen und Wollmammuts noch in anderen Teilen der Erde lebten und große Teile Europas und Asiens mit Eis bedeckt waren. Sie sind älter als einige der frühesten Höhlenmalereien in Europa. Die ältesten bewohnten Hügel vor dieser Studie wurden in Brasilien gefunden und sind etwa 4.000 Jahre alt. Sie sind vom Weltraum aus sichtbar. Die Namaqualand-Hügel sind eine Termitenversion in Form eines „Wohnkomplexes“, und die Beweise zeigen, dass sie durchgängig von Termitenkolonien bewohnt worden sind. Die versteinerten entdeckten Termitenhügel sind Millionen von Jahren alt.

Edward Asante, Präsident des ECOWAS-Gerichtshofs (CCJ), hat das ECOWAS-Parlament aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Mali, Burkina Faso und Niger ihre Drohung, den Block zu verlassen, zurücknehmen. Die drei Sahelländer hatten Anfang Januar offiziell ihre Entscheidung mitgeteilt, die ECOWAS zu verlassen, nachdem sie wegen militärischer Übernahmen mit Sanktionen belegt worden waren. Die erste ordentliche Sitzung des 6. ECOWAS-Parlaments 2024 findet vom 1-24 Juli in Abuja statt. Die Mitgliederländer sind: Benin, Burkina Faso, Cape Verde, Ivory Cost, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und Togo.

Nach mehr als 230 km schreibt Biniam Girmay aus Eritrea bei der Tour de France Radsportgeschichte; als erster Schwarzafrikaner gewinnt er eine Etappe bei der Tour de France. Über das Entwicklungsprogramm des Radsport-Weltverbandes UCI war Girmay einst nach Europa gekommen, um schließlich bei den Profis durchzustarten. Schon 2022 jubelte er, als er den Klassiker Gent-Wevelgem gewann und eine Etappe beim Giro d’Italia holte, ehe er die Rundfahrt verlassen musste, weil er sich bei der Siegerehrung einen Sektkorken ins Auge schoss. Nun kann er wieder jubeln und sagt: „Wir müssen stolz sein. Jetzt sind wir bei den großen Rennen dabei und haben Erfolg. Jetzt ist unser Moment, jetzt ist unsere Zeit gekommen. Das ist für ganz Afrika“

Hunderte von Menschen versammelten sich heute vor chinesischen Botschaften und Finanzinstitutionen in 10 Ländern – eine weitere Aktion soll am 28. Juli in Washington DC stattfinden – und forderten China auf, die finanzielle Unterstützung für die East African Crude Oil Pipeline (EACOP) und damit verbundene Ölfeldprojekte aufzugeben. Die Demonstrationen fanden in ganz Afrika und Europa im Rahmen eines koordinierten Aktionstages statt, der von ugandischen, tansanischen und anderen Mitgliedern der StopEACOP-Kampagne organisiert wurde.  Die ugandische Polizei hat 30 Aktivisten, zumeist Studenten und Gemeindemitglieder, wegen illegaler Demonstrationen gegen den Bau der EACOP verhaftet. In Tansania nahm die Polizei die Transparente der Demonstranten mit und fotografierte Bilder der von dem Projekt betroffenen Menschen, die auf den Transparenten mit ihren Aussagen abgebildet waren, was die Befürchtung aufkommen ließ, dass diese Personen in Zukunft von den Sicherheitskräften schikaniert werden könnten. Das 5-Milliarden-Dollar-Projekt, das von TotalEnergies geleitet wird, zielt darauf ab, Rohöl von Ugandas Ölfeldern zu einem Terminal in Tanga, Tansania, zu transportieren. Nachdem sich große Finanziers aus Nordamerika, Europa, Japan und auch einige aus Afrika von diesen umweltschädlichen Projekten distanzierten, haben sich die Entwickler an China gewandt, um finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Die Verteidigungsminister Westafrikas haben am 27. Juni, einen Plan zur Entsendung einer 5.000 Mann starken „Bereitschaftstruppe“ vorgeschlagen, um die sich verschärfenden Sicherheitskrisen in der Region zu bekämpfen – eine Maßnahme, die nach Ansicht von Analysten aufgrund der Finanzierungsprobleme und der Uneinigkeit innerhalb des regionalen Blocks nicht funktionieren könnte. Der Plan, der jährlich 2,6 Milliarden Dollar kosten wird, wurde den Staatsoberhäuptern bei einem Treffen von Verteidigungsbeamten in Nigerias Hauptstadt Abuja vorgeschlagen. Der Plan ziele auch darauf ab, weitere Putsche nach einer Reihe von militärischen Übernahmen zu verhindern, die die Region destabilisiert haben, sagte Nigerias Verteidigungsminister Mohammed Badaru.

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