Schlagwort: Afrika – Länder

„Für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Schicksals des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten“, wird Abdulrazak Gurnah mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.  Er ist auf Sansibar geboren und lebt in England. 2 seiner Werke sind ins Deutsche übersetzt worden: „Das verlorene Paradies“ (1986) und „Die Abtrünnigen“ (2006).

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die breite Anwendung des Vakzin RTS,S gegen Malaria empfohlen; es soll an Kinder in Afrika südlich der Sahara und in anderen Malaria-Regionen verabreicht werden. Die von der weiblichen Anopheles-Mücke übertragene Krankheit gilt als eine der wichtigsten Ursachen für Kindersterblichkeit in Afrika. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich etwa 400.000 Menschen, davon 270.000 Kinder an Malaria. Der Impfstoff wurde von der Universität Oxford entwickelt und soll eine 75 %Wirksamkeit erreichen.

Bis zum 30. September wurden in 55 afrikanischen Ländern 8.274.917 Fälle von Covid-19 bestätigt, während auf dem gesamten Kontinent 89.189.924 Impfungen durchgeführt wurden. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Afrika beläuft sich auf 210.042. In Südafrika wurden die meisten Fälle gemeldet: 2.900.994, 87.417 Menschen starben. Weitere Länder, die am stärksten betroffen sind, sind Marokko (931.973), Tunesien (706.314), Äthiopien (344.322), Libyen (339.269), Ägypten (303.783) und Kenia (249.174). Die neuesten Gesamtzahlen finden Sie auf der interaktiven Karte von AllAfrica mit den Zahlen für die einzelnen Länder. Die Zahlen wurden vom Center for Systems Science and Engineering (CSSE) an der Johns Hopkins University (Weltkarte) anhand von Statistiken der Weltgesundheitsorganisation und anderer internationaler Institutionen sowie nationaler und regionaler Gesundheitsämter zusammengestellt.

„Ich bin hier, um Alarm zu schlagen: Die Welt muss aufwachen“, sagte Guterres zum Beginn der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. „Wir stehen am Rande des Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung. Unsere Welt war noch nie in größerer Gefahr und noch nie gespaltener. Wir stehen vor der größten Kaskade von Krise unserer Lebenszeit…Anstelle von Demut angesichts dieser epischen Herausforderungen sehen wir Anmaßung. Anstelle des Wegs der Solidarität, sind wir in einer Sackgasse der Zerstörung…. Wir haben den Wissenschaftstest bestanden. Aber in Ethik sind wir durchgefallen.“ Guterres sagt weiter, dass es dennoch Hoffnung gibt: „Die Probleme, die wir geschaffen haben, sind Probleme, die wir lösen können. Die Menschheit hat gezeigt, dass wir große Dinge erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten.“

Dieses Jahr fiel das jährliche Fest wesentlich größer aus als letztes Jahr, denn es war wegen Corona- 19 ausgefallen. In der Oasenstadt Ingall feiern die Tuareg- und Wodaabe-Hirten, in ihren farbigen Kleidern, ihre kulturelle Verbundenheit und begehen mit dem„Cure Salee-Fest“ „das Ende der Regenzeit. Die Feierlichkeiten sind nur eine kurze Unterbrechung in ihrem Leben, das immer härter wird; es wird immer schwieriger, Wasser und Weideland für ihre Tiere zu finden. „Früher waren wir frei. Wir konnten unsere Herden überallhin mitnehmen“, erklärt Assamou Malem, ein lokaler Anführer. „Aber in den letzten 50 Jahren haben sich die Probleme gehäuft: Mangel an Arbeit, Landprobleme, viel Ungerechtigkeit.“

Der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari wird, von Mohamed Ould Ghazouani, dem Präsidenten von Mauretanien, den Vorsitz der panafrikanischen Agentur für die Große Grüne Mauer übernehmen. Die ehrgeizige Initiative, die 2007 von der Afrikanischen Union gestartet wurde, liegt weit hinter dem Zeitplan. Ursprünglich sollte eine 8.000 km lange und 15 km breite Baumbarriere zwischen Dakar und Dschibuti errichtet werden. Die Ziele für die Grüne Mauer bis 2030 lauten: Wiederherstellung von 100 Millionen Hektar degradierter Flächen – 250 Millionen Tonnen Kohlenstoff binden – Schaffung von 10 Millionen grünen Arbeitsplätzen in ländlichen Gebieten. Bislang wurden nur etwa 18 Millionen Hektar wiederhergestellt, und in einigen Ländern ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation und die Vereinten Nationen haben geschätzt, dass das Tempo um den Faktor 10 erhöht werden muss, wenn die Ziele für 2030 erreicht werden sollen.

Viele afrikanische Staaten sträuben sich gegen die Rückkehr Israels als Beobachter in der Afrikanischen Union. Wenn die Akkreditierung nicht aufgehoben wird, wird sich Israel einer wachsenden Liste von mehr als 90 externen Partnern anschließen, die von der AU unterstützt werden. Es wird begrenzten Zugang zu AU-Dokumenten haben und als Beobachter an den Sitzungen teilnehmen. Von den akkreditierten nicht-afrikanischen Staaten und Organisationen wird erwartet, dass sie die Arbeit der AU im Sinne ihrer Gründungsprinzipien unterstützen. Die Regierungen des nördlichen und südlichen Afrikas verurteilten den israelischen Angriff auf den Felsendom in Jerusalem – die drittheiligste Stätte des Islam – und die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen.

Wissenschaftler aus Australien, Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten untersuchten Kamelmilch aus verschiedenen Quellen und stellten fest, dass Kamelmilch gesünder als Kuhmilch ist, da sie weniger Fett enthält, den Cholesterinspiegel senken kann, seltener allergische Reaktionen hervorruft und reicher an einigen Vitaminen und Mineralstoffen ist. Der Nahrungsmittelhersteller Tridge, in Kenia, ist der weltweit größte Erzeuger von Kamelmilch, gefolgt von Somalia, Mali, Äthiopien und Saudi-Arabien, basierend auf Zahlen aus dem Jahr 2019. 80 % der weltweiten Kamelpopulation leben in Afrika.

Die Deutsche Welle beobachtet in afrikanischen Ländern großes Interesse am Bundestagswahlkampf und reagiert in ihrer Berichterstattung darauf. Wie der deutsche Auslandssender mitteilte, startet heute eine Reportagetour durch deutsche Städte. 8 Journalistinnen und Journalisten der Afrika-Redaktionen der Deutschen Welle werden in den Sendesprachen Amharisch, Englisch, Französisch, Haussa, Kisuaheli und Portugiesisch über die Atmosphäre in Deutschland vor der Bundestagswahl berichten.

In 65 globalen, klinischen Studien fanden Wissenschaftler heraus, dass eine auf Hirse basierende Ernährung das Diabetesrisiko verringert. Bei Diabetikern, die Hirse als Teil ihrer täglichen Ernährung verzehrten, sank der Blutzuckerspiegel um 12-15 %. Fünf der Studien wurden in Afrika durchgeführt, 2 in Nigeria und je 1 in Äthiopien, Tansania und dem Sudan. Nach Angaben der International Diabetes Federation  Africa Region waren 2019 in Subsahara-Afrika über 19 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 79 Jahren an Diabetes erkrankt.

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