Schlagwort: Afrika – Länder

Staats- und Regierungschefs aus 17 afrikanischen Ländern (Angola, Botswana, Cabo Verde,  Democratic Republic of Congo, Ghana, Kenya, Liberia, Malawi, Mauritius, Namibia, Niger, Nigeria, Sao Tome and Principe, Senegal, Seychelles, South Africa, Zambia) werden diese Woche an dem „Gipfel für Demokratie“ teilnehmen. Gastgeber des zweitägigen Gipfels, an dem 110 Länder teilnehmen, ist Präsident Joe Biden, der betont, dass „Demokratie nicht zufällig entsteht. Wir müssen sie verteidigen, für sie kämpfen, sie stärken, sie erneuern“. Afrikanische Länder, die nicht eingeladen wurden, sind u.a. Elfenbeinküste (die Amtszeitbeschränkung des Präsidenten wurden aufgehoben); Tansania und Uganda (die Wahlen wurden durch Repression beeinträchtigt); Ägypten, Mali, Guinea-Bissau und Sudan (die Regierungen wurden durch Militärputsche eingesetzt); Mosambik (Korruptionsvorwürfe belasten die Beziehungen) und Äthiopien.

Das Amt für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (OCHA) rief zu einer Rekordsumme von 41 Mrd. USD auf, um 183 Millionen Menschen zu helfen, mehr als die für 2021 beantragten 35 Mrd. USD und doppelt so viel wie vor vier Jahren. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist weltweit sprunghaft angestiegen und wird im nächsten Jahr einen historischen Höchststand erreichen wird, da die Pandemie, der Klimawandel und Konflikte immer mehr Menschen an den Rand einer Hungersnot treiben.

1988 wurde von der der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals der Welt-AIDS-Tag ausgerufen. Heute leben weltweit etwa 38 Millionen Menschen mit HIV. Seit Beginn der Epidemie sind 36,3 Millionen Menschen an den Folgen von Aids gestorben. 2020 waren es weltweit 680.000. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die wichtigsten Informationen auf ihrer Webseite bereitgestellt. https://www.welt-aids-tag.de/daten-und-fakten/ . Durch die Coronakrise hat die Aidsbekämpfung einen Rückschlag erlitten. HIV gedachte Gelder wurden umgelenkt, Lieferketten unterbrochen und Präventionsprogramme nicht länger durchgeführt.  

Der chinesische Außenminister Wang Yi traf in Dakar im Vorfeld der 8. Ministerkonferenz des Forums für chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit (FOCAC) mit seinen Amtskollegen aus Sierra Leone, Simbabwe und Mosambik zusammen. 2000 gründete China FOCAC, dem 44 afrikanische Länder und 17 internationale Organisationen angehören. Beim diesjährigen Treffen wird eine gemeinsame Antwort auf COVID-19, sowie der Kurs für die Beziehungen zwischen China und Afrika für die nächsten 3 Jahre und darüber hinaus festgelegt. Seit 2009 ist China der wichtigste Handelspartner Afrikas. China importiert hauptsächlich Rohstoffe und Edelmetalle (Erdöl, Flüssiggas, Eisenerz, Kupfer, Gold, Kobalt etc.) und exportiert Konsum- und Investitionsgüter, (Hightech-Produkte, Smartphones, Textilien, Fahrzeuge und Maschinen). Wegen steigenden Lohnkosten, verlagern chinesische Firmen Teile ihrer Produktion auch in afrikanische Länder. Laut Schätzungen sind inzwischen mehr als 10.000 chinesische Firmen in Afrika tätig und beschäftigen mehrere Millionen Afrikaner. China ist nach Russland der zweitgrößte Waffenlieferant und baut seine militärische Präsenz immer weiter aus. In Dschibuti existiert seit 2017 die erste chinesische Marinebasis außerhalb Chinas.

Nach einem Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) ist West- und Zentralafrika die Region mit der höchsten Anzahl von Kindersoldaten weltweit und den meisten minderjährigen Opfern sexueller Gewalt. Seit 2016 ist die Region von zunehmenden Konflikten betroffen, in denen mehr als 21.000 Kinder von Regierungstruppen und bewaffneten Gruppen rekrutiert wurden. Darüber hinaus wurden in den letzten 5 Jahren mehr als 2.200 Kinder als Opfer sexueller Gewalt bestätigt. In der Zwischenzeit wurden etwa 3.500 Kinder entführt und es gab mindestens 1.500 Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser. In konfliktbetroffenen Ländern wie Burkina Faso, der Zentralafrikanischen Republik, Kamerun, Tschad, Kongo, Mali, Mauretanien und Niger hat die Gewalt verheerende humanitäre Folgen für Kinder und Gemeinden, und die Pandemie hat die Situation noch verschlimmert, so die UN.

Die Environmental Investigation Agency (EIA), die Wildtier- und Umweltverbrechen untersucht, warnt vor der von Peking unterstützten Ausbreitung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) in vielen afrikanischen Ländern. China fördert die traditionelle Medizin, die mehr als 2.500 Jahre alt ist, parallel zu seiner Vorzeige-Initiative „Belt and Road“ (Gürtel und Straße), in deren Rahmen Straßen-, Eisenbahn- und andere große Infrastrukturprojekte in Afrika entwickelt werden. Während die meisten Behandlungen mit TCM auf pflanzlicher Basis erfolgen, wurde die Nachfrage der Industrie dafür verantwortlich gemacht, dass Tiere, darunter Schuppentiere, Nashörner und Leoparden, an den Rand des Aussterbens getrieben wurden. „Letztendlich stellt das ungebremste Wachstum von TCM eine ernsthafte Bedrohung für die Artenvielfalt in vielen afrikanischen Ländern dar, und das alles im Namen des kurzfristigen Profits“, sagte Ceres Kam, EIA Wildlife Campaigner, in einer Erklärung.

Einen Tag, nachdem Kenia sich für heuschreckenfrei erklärt hatte, wurde ein neuer Schwarm in Rhamu Dimtu in Mandera gesichtet. Da die Vegetation in den Brutgebieten im Nordosten Äthiopiens austrocknet, wird erwartet, dass die sich bildenden Schwärme nach Norden durch das äthiopische Hochland zur Küste des Roten Meeres in Eritrea und nach Südosten in den Osten Äthiopiens und den Norden Somalias wandern werden. Heuschreckenschwärme haben in Ostafrika und einigen Ländern des südlichen Afrikas, darunter Namibia und Simbabwe, hektarweise Anbauflächen zerstört. In Ostafrika sind die Wüstenheuschreckenschwärme dank groß angelegter Bekämpfungsmaßnahmen, die von den Regierungen mit Unterstützung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in den letzten 14 Monaten durchgeführt wurden, weitgehend zurückgegangen.

Den Auftakt zum 26ten UNO-Klimagipfel COP26 bildet der Weltgipfel der Staats- und Regierungschefs am 1. November 2021. Vom 31. Oktober bis zum 12. November kommen die 197 Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) zusammen. Patricia Espinosa, UNO-Klimabeauftragte, richtete einen eindringlichen Appell an die Staats- und Regierungschefs bei einem Scheitern, “stünde die globale Stabilität und Sicherheit auf dem Spiel. Ein Scheitern des Klimagipfels könnte zu Migrationskrisen und Nahrungsmittelknappheit führen, was in weiterer Folge Konflikte und Chaos auslösen würde“.

Private Touristenreisen im Weltall schienen lange eine Zukunfts-phantasie. Heute sind sie Wirklichkeit. Dass auch ein technisch weniger entwickelter Kontinent wie Afrika seit einigen Jahren  eigene Sateliten in den Weltraum schickt, ist kaum  bekannt. Hier ein Überblick über afrikanische Weltraumprojekte.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird nach Angola auch Nigeria und Togo besuchen. Die Türkei hat in Afrika immer größer werdende Fußspuren hinterlassen: z.B. Ostafrikas größte Indoor-Arena in Ruanda, eine nationale Moschee in Ghana, ein Armeestützpunkt in Somalia und ein fast 400 km langes Eisenbahnprojekt, das dem Binnenland Äthiopien über den Hafen von Dschibuti direkten Zugang zu wichtigen Handelsrouten verschaffen wird. Ankara präsentiert sich als alternativer Akteur auf einem Kontinent, auf dem seit langem ein harter Wettbewerb zwischen den traditionellen europäischen Mächten, China und neuen Interessenten herrscht. Die Türkei versucht sich als alternative externe Macht zu etablieren.

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