Schlagwort: Afrika – Länder

Auf der Konferenz des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) in Lyon, Frankreich, hat die African Elephant Coalition (AEC)  die Schließung der Elfenbeinmärkte in Japan gefordert, da diese zur Wilderei in Afrika beitragen.

Südafrika unterstützt voll und ganz die Einführung einer einheitlichen afrikanischen Währung (AFRO) die von der kontinentalen Zentralbank und dem Währungsinstitut gestützt wird. Südafrika ist ermutigt durch den Beschluss der AU-Versammlung auf dem kürzlich beendeten Gipfeltreffen im Februar 2022, der das AfCFTA-Sekretariat und die AU-Kommission anweist, weiter mit der Vereinigung der Afrikanischen Zentralbanken (AACB) zusammenzuarbeiten, um die Verhandlungen über alle noch offenen technischen Fragen abzuschließen, insbesondere über die makroökonomischen Konvergenzkriterien, die nach wie vor eine Hürde für die baldige Umsetzung darstellen. Laut Naledi Pandor, Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, ist die Einrichtung der Afrikanischen Zentralbank (ACB) der Afrikanischen Union (AU), der Afrikanischen Investitionsbank (AIB) und des Afrikanischen Währungsinstituts (AMI) von entscheidender Bedeutung für die Einführung einer einheitlichen Währung und die Förderung des innerafrikanischen Handels.

Nigeria, Senegal und Algerien haben die Bemühungen der Ukraine kritisiert, internationale Kämpfer für den Widerstand gegen eine russische Invasion zu gewinnen. Russland hat erklärt, dass jedes Land, das die Ukraine aktiv in diesem Krieg unterstützt, als im Krieg mit Russland stehend betrachtet wird. Der Kreml warnt er wird als Vergeltung auch die diplomatischen Beziehungen zu afrikanischen Ländern, die die Ukraine unterstützen, abbrechen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Mosambik, Tansania und Sambia in höchste Alarmbereitschaft versetzt, nachdem in Malawi ein Fall von Polio festgestellt worden war. Die Untersuchungen zeigen, dass die Infektion mit einem Stamm zusammenhängt, der in der pakistanischen Provinz Sindh zirkuliert. Die WHO erklärte, dass in Kürze zusätzliche Impfungen für Kinder unter fünf Jahren in Malawi und den Nachbarländern durchgeführt werden.

Nigerianer, Ghanaer, Somalier, Marokkaner und andere afrikanische Staatsangehörige, die in der Ukraine studieren und arbeiten, haben zusammen mit Tausenden von Menschen, die in der anhaltenden Krise zwischen Russland und der Ukraine festsitzen, versucht, über die ukrainische Grenze in die Nachbarländer zu fliehen. Die Afrikanische Union (AU) ist „beunruhigt“ über Berichte, wonach afrikanische Staatsangehörige in der Ukraine am sicheren Grenzübertritt gehindert werden.

Generalleutnant Muhoozi Kainerugaba, (mächtiger Sohn von Ugandas Präsident Yoweri Museveni) hat seine Unterstützung für die russische Invasion in der Ukraine zum Ausdruck gebracht, „die Mehrheit der Menschheit (die nicht weiß ist) unterstützt Russlands Haltung in der Ukraine …Putin hat absolut Recht!“. Er ist neben dem sudanesischen General Mohamed Hamdan der einzige ranghohe Offizier in Afrika, der sich öffentlich für den russischen Einmarsch in der Ukraine ausgesprochen hat. Ecowas (westafrikanische Regionalblock) hat die russische Invasion verurteilt; die AU (Afrikanische Union) hat Moskau aufgefordert, die „territoriale Integrität“ der Ukraine zu respektieren; das südafrikanische Außenministerium hat den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine gefordert.

Die Afrikanische Union (AU) hat Russland dazu aufgerufen, das Völkerrecht und die Souveränität der Ukraine zu respektieren. Südafrika forderte Russland auf, seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen und rief zu einer friedlichen Lösung des Konflikts auf. Kenia, Gabun und Ghana sprachen sich auf einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gegen die Eskalation des Konflikts aus, aber die meisten afrikanischen Länder bleiben ruhig. Russland hat seine Beziehungen zu den afrikanischen Ländern durch Handel, Hilfe und Sicherheit und vor allem durch die Wagner-Gruppe aufgebaut und verstärkt. In der Ukraine studieren derzeit etwa 4.000 Studenten aus Nigeria, 8.000 aus Marokko, und 3.500 aus Ägypten. Südafrika versucht, seine Studenten und die aus Namibia und Eswatini zu evakuieren.

In Côte d’Ivoire hat das jährliche, von den USA geleitete Ausbildungsprogramm „Flintlock“ zur Terrorismusbekämpfung für afrikanische Streitkräfte begonnen. Es wird am 28. Februar enden. Die Operation, an der mehr als 400 Angehörige aus 10 afrikanischen Partnerstaaten und verbündeten Nationen teilnehmen, findet seit ihrer Gründung im Jahr 2005 jährlich statt. In diesem Jahr beteiligen sich Kamerun, Côte d’Ivoire, Ghana und Niger sowie westliche Länder wie Kanada, Frankreich, die Niederlande und UK.  Bemerkenswert ist die Abwesenheit der Sicherheitskräfte aus Mali und Burkina Faso, Länder, in denen das Militär in den letzten 18 Monaten die Macht übernommen hat.

Regierungschef Abiy Ahmed, im Beisein weiterer hochrangiger Regierungsvertreter, eröffnete die Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre (Gerd). Eine der 13 Turbinen wurde in Betrieb genommen; sie soll etwa 375 Megawatt Strom erzeugen. Trotz scharfer Kontroversen mit den Nachbarländern soll das gesamte Projekt in etwa 3Jahren vollständig fertiggestellt sein.

Frankreichs oberstes Gericht schließt die Untersuchung des Flugzeugabsturzes ab, das 1994 den Völkermord in Ruanda auslöste. Offiziell werden die Ermittlungen zur Frage, wer 1994 das Präsidentenflugzeug abgeschossen hat, eingestellt. Das Gericht erklärte, „… es gab keine ausreichenden Anklagen gegen irgendjemanden, weder für die angeblichen Verbrechen noch für andere Vergehen“, und wies die Berufung der Familien der Opfer des Raketenangriffs zurück. In die Ermittlungen waren einige Personen verwickelt, die dem derzeitigen ruandischen Präsidenten Paul Kagame nahestehen; auch waren sie von einer Reihe von Haftbefehlen geprägt, die die Beziehungen zwischen Paris und Kigali belasteten.

Länder