Schlagwort: Afrika – Länder

Führende Politiker aus dem Tschad, Äthiopien, Südsudan, Angola, Sudan, der Demokratischen Republik Kongo und Kamerun haben der Abu Dhabi Declaration „on the Eradication of Guinea Worm Disease“ zugestimmt. Vertreter aus Mali – einem endemischen Land – konnten an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Die Guineawurm-Krankheit ist eine besonders verheerende Krankheit, die Menschen für längere Zeit arbeitsunfähig macht, so dass sie nicht für sich selbst sorgen, arbeiten, Lebensmittel für ihre Familien anbauen oder die Schule besuchen können. Die Krankheit wird durch das Trinken von mit Guineawurmlarven verunreinigtem Wasser übertragen. Im Jahr 2021 wurden nur 15 Fälle von Guineawurm-Erkrankungen in vier Ländern gemeldet. Als das Carter Center 1986 die Leitung der Ausrottungskampagne übernahm, gab es schätzungsweise 3,5 Millionen Fälle pro Jahr in 21 Ländern.

Eine geschnitzte Maske aus Zentralafrika, die aus dem 19. Jahrhundert stammt, wurde in Frankreich für 4,2 Millionen Euro verkauft, obwohl gabunische Demonstranten im Auktionshaus die „Rückgabe“ des Objekts forderten und es als „kolonialen unrechtmäßigen Gewinn“ bezeichneten. Die seltene hölzerne „Ngil“-Maske, die bei Zeremonien des Fang-Volkes in Gabun verwendet wird, übertraf bei der Auktion in der südfranzösischen Stadt Montpellier den Schätzwert von 300 000 bis 400 000 Euro.

Ugandische Aktivisten haben Papst Franziskus getroffen; sie baten ihn um Hilfe, um zu verhindern, dass die East African Crude Pipline (EACOP) gebaut wird. Eine beheizte Rohölpipeline, die von Hoima in Uganda zum Hafen von Tanga in Tansania verlaufen soll. Das geplante Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 1.443 Kilometern und verläuft in der Nähe von Afrikas größtem Süßwasserreservat – dem Viktoriasee. Das Projekt stellt eine enorme Bedrohung für die Lebensgrundlagen und die Artenvielfalt in der Region dar. Mehr als 100.000 Menschen sollen von ihrem Land vertrieben werden und sind von Enteignung bedroht. Im Februar unterzeichneten der französische TotalEnergies und China National Offshore den Vertrag; er zielt auf die Erschließung von Erdölreserven unter dem Albertsee an der Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo ab. Sollte dieses Projekt verwirklicht werden, wäre es die längste beheizte Rohölpipeline der Welt.

Macky Sall, Senegals Staatschef und derzeitiger Vorsitzende der AU, hat Putin in einem Gespräch aufgefordert, einen nachhaltigen Waffenstillstand in der Ukraine zu schaffen. Das Völkerrecht, die territoriale Integrität und die nationale Souveränität der Ukraine müsse unbedingt respektiert werden. Die internationale Gemeinschaft war überrascht, dass der Senegal, der starke Beziehungen zum Westen unterhält, sich in einer Abstimmung der UNO-Generalversammlung am 2. März seiner Stimme enthielt, als Russlands Krieg angeprangert wurde. Dakar zeigte auch Unmut über Kiew wegen Rekrutierungen aus dem Senegal. 36 Senegalesen waren schon angeworben, um im Krieg gegen Russland zu helfen.

Am Sonntag startete Malawi die erste Runde einer Massenimpfkampagne gegen Polio für Kinder unter fünf Jahren, nachdem im vergangenen Monat der erste Fall des Polio-Wildvirus (Typ 1) seit 30 Jahren aufgetreten war. Mosambik, Tansania und Sambia, die drei Nachbarländer Malawis, werden ebenfalls am Donnerstag mit der ersten Runde der Impfkampagnen beginnen. In der ersten Phase der Kampagne werden 9,4 Millionen Kinder in den vier Ländern geimpft. Drei weitere Runden sind für April, Juni und Juli angesetzt, mit einem Ziel von mehr als 23 Millionen Kindern.

Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) hat die Zusage von 15,6 Milliarden Dollar zum Bau einer Autobahn zwischen Lagos (Nigeria) und Abidjan (Elfenbeinküste) gemacht. Sie soll die beiden größten Städte Westafrikas verbinden. Die 4 bis sechsspurige 1200 Kilometer lange Autobahn wird eine Bauzeit von 6 Jahren beanspruchen. Der Rest der bewilligten Summe von 32,8 Milliarden Dollar geht in Gesundheitsprojekte in Ghana und Südafrika und in zwei Plattformen für die Herstellung von Arzneimitteln – eine in Westafrika die andere in Kenia.

Mehr als ein Drittel der Bewohner Afrikas, etwa eine halbe Milliarde Menschen, leben immer noch ohne gesicherten Zugang zu Wasser –  eine bedrohliche Situation für Mensch und Tier. Am schlimmsten betroffen sind Somalia, Tschad und Niger. Fast die Hälfte der 54 Länder des Kontinents hat in den letzten Jahren kaum Fortschritte in Wassersicherheit gemacht. Dabei hat Afrika riesige Grundwasserreserven, die, wenn erschlossen, zu großer wirtschaftlicher Entwicklung führen könnten

Togos Hauptstadt Lome wird die erste Anlegestelle des neuen Unterwasser-Internetkabels “Equiano” von Europa nach Afrika sein. Der Tech-Gigant Google und die togolesische Regierung haben dies als eine „wichtige Initiative zur Umgestaltung der digitalen Infrastruktur“ angekündigt. Es würde Millionen von Menschen in Togo und Westafrika einen besseren und erschwinglichen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang ermöglichen. Das Kabel soll auch in Nigeria und Namibia Anlegestellen erhalten, bevor es schließlich in Kapstadt, Südafrika, endet.  Google, hat das Projekt erstmals 2019 angekündigt; das Kabel verfügt über eine etwa 20-mal höhere Netzkapazität. Es ist das dritte private internationale Unterwasserkabel des Unternehmens und das erste in Afrika.

Kamerun ist nach Kenia, Gambia, Tansania, Ruanda und Ghana das neueste afrikanische Land, dass das Rauchen von Shisha-Pfeifen verbietet. Etwa 46 % der jungen Kameruner sind Shisha- Raucher. In Simbabwe wird es immer beliebter. In einigen Bars darf man drinnen keine Zigaretten rauchen, aber für Shisha gibt es keine Vorschriften. In einem Land mit hoher Arbeitslosigkeit haben einige Shisha als „Nebenerwerb“ entdeckt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Shisha-Rauchen, da es Kohlenmonoxid und andere giftige Stoffe freisetzt, die schlimmer als Zigarettenrauchen sind.

Der in Burkina Faso geborene Architekt D. F. Kere ist der erste Afrikaner, der mit dem Pritzker-Architekturpreis ausgezeichnet wurde, der prestigeträchtigsten Auszeichnung für Architektur. Die Jury gab folgende Begründung ab: „Er weiss intuitiv, dass es bei Architektur nicht um das Objekt geht, sondern um das Ziel; nicht um das Produkt, sondern um den Vorgang. Seine Gebäude, für und mit Gemeinschaften, sind direkt von diesen Gemeinschaften – in ihrer Erschaffung, ihren Materialien, ihren Programmen und ihren einzigartigen Charakteren“. Kere verwendet lokale Baumaterialien und kombiniert sie mit neuen Technologien. Er schuf Bauten in Afrika, Europa und den USA, bekannt ist auch seine Arbeit am „Operndorf Afrika“. Kere, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat, betreibt in Berlin das Architekturbüro Kéré Architecture.

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