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Kenia – Damit die neue Eisenbahnlinie nicht die Tiere stört, sollen die Züge in Zukunft den stadtnahen Nairobi National Park auf einer Brücke überqueren. Darauf haben sich die Kenya Railways Corporation und der Kenya Wildlife Service geeinigt. China soll für 10 Milliarden Euro eine neue Trasse entlang der historischen Kolonialbahn von Mombasa nach Nairobi bauen.
Nigeria – Die Armee teilte mit, dass 178 Menschen darunter 101 Kinder und 68 Frauen, die von der Rebellenbewegung Boko Haram entführt wurden, befreit werden konnten. Zuvor hatten die islamistischen Milizen ihre ungebrochene Schlagkraft durch mehrere Massaker bewiesen. Die Abwesenheit ihres Anführers Abubakar Shekau auf einem Propagandavideo gibt Anlass zu Spekulationen.
Madagaskar – Die ehemaligen Präsidenten Marc Ravalomanana und Andry Rajoelina, die sich ein Jahrzehnt um die Macht stritten, haben ihre Ehefrauen in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt der Hauptstadt Antananarivo geschickt. Nach den letzten Auszählungen lag Ravalomanana’s First Lady mit 57% in Führung. Die niedrige Wahlbeteiligung von 30% zeigt, wie wenig sich die Bevölkerung für die Machtkämpfe der Familien interessiert.
Tansania – Um die Gesundheit von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und nach der Geburt zu fördern, können Frauen per Handy alle wichtigen Infos erhalten. Seit Einführung der Kampagne „Wazazi Nipendeni = Meine Eltern lieben mich“ haben sich 125,000 Frauen für die Textnachrichten registriert; über fünf Millionen Nachrichten wurden bereits geschickt, auch in die entlegensten Orte und haben Leben gerettet.
Äthiopien – Bei seinem Besuch in Addis Abeba musste der US Präsident viel Geschick zeigen. Er braucht das Land als wichtigen Verbündeten im Kampf gegen den Terror, konnte aber nicht ganz zu dem diktatorischen Stil schweigen. Er wagte es, mehr Freiheit für die Medien und die Opposition zu fordern. In seiner Rede vor der AU prangerte Obama die Staatschefs an, die sich an ihr Amt klammern, und solche, die durch massive Korruption eine Entwicklung ihrer Länder unmöglich machen. Der Vorsitzende der AU, Robert Mugabe, war nicht geladen.
Nigeria – Die nigerianische Armee hat bei der Befreiung der Stadt Dikwa 30 Menschen aus der Gewalt der Islamisten gerettet. 20 waren Kinder, darunter ein 6-Tage alter Säugling. Kurz zuvor hatte die Terror-Miliz in zwei christlichen Enklaven in Dille 29 Menschen erschossen. Seit Amtsantritt von Präsident Buhari haben sich die islamistischen Anschläge verstärkt.
Mali – Seit gestern leitet die Bundeswehr die internationale Militärmission in Mali. Die Präsenz von Ursula von der Leyen bei der Übergabe in Bamako deutet auf die Wichtigkeit hin, die die EU der Ausbildung malischer Soldaten beimisst. Mali muss gelingen, damit Menschen in der Heimat bleiben. Ein weiterer Stopp der Verteidigungsministerin ist Tunesien, das von der Bundeswehr militärische Ausrüstung gegen den Terror erhält.
Nigeria – Ziel von Boko Haram ist, Chaos zu verursachen, Furcht zu verbreiten und die staatliche Ordnung zu zerstören. In den Selbstmordanschlägen am Wochenende in Damatura (Nigeria) und Maroua (Kamerun) sollen zehnjährige Mädchen die Attentäterinnen gewesen sein. Präsident Buhari reist nach Kamerun, um mit Präsident Biya Zu beraten, wie die regionale Bedrohung besiegt werden kann.
Liberia – Die Menschenrechtsorganisation „Global Witness“ beschuldigt Palmölkonzerne, besonders „Golden Veroleum“ (GVL), während dem Ebola-Ausbruch in 2014 Dorfbewohner gezwungen zu haben, tausende Hektar Land abzugeben. Der schwache Widerstand hätte nichts genutzt. „Golden Veroleum“ hätte ihre Ölplantagen fast verdoppelt. Der Konzern dementiert Druck auf die Bevölkerung und unfaire Praktiken.
Ägypten – Am Wochenende sind sechs Containerschiffe die 72 km Wasserstraße gefahren, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, drei in jeder Richtung. In elf statt 36 Monaten hat Ägypten den Parallel Kanal fertiggestellt; zugleich wurden 35 km des alten Kanals vertieft und erweitert. Nun ist erstmals Gegenverkehr möglich, die Durchfahrt ist um die Hälfte gekürzt und die Kapazität fast verdoppelt. Am 6. August soll der Kanal offiziell eröffnet werden. Zusätzliche Kanalgebühren könnten Ägypten einen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichen. Der 146 Jahre alte Suezkanal ist erneut „ein Geschenk an die Welt“.
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