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Uganda – Nach 30 Jahren an der Spitze, hat Yoweri Museveni am 12. Mai nach einer umstrittenen Wahl eine weitere Amtszeit angefangen, seinen politischen Gegner hinter Gitter gebracht und sein Kabinett aufgestellt. Die meisten sind alte Gesichter, aber das Ministerium für Bildung und Sport gab er seiner Frau Janet Museveni. Es ist ein beliebtes Portfolio, weil die Sorge um die Jugend meist reichlich finanziert wird. Kritik wegen Vetternwirtschaft wies ein Regierungssprecher zurück; Museveni wisse um die starke Leistung der Ernannten.

Uganda – Erst als Hoffnungsträger umjubelt, hat sich Ugandas Präsident Yoweri Museveni zum Autokraten entwickelt. Nach 30 Jahren an der Spitze hat er jetzt seine dritte Amtszeit angefangen, mit ominösen Entscheidungen: der mediale Blackout, die Inhaftierung seines unterlegenen Gegners Besigye wegen Hochverrats und die Einladung des vom Strafgerichtshof gesuchten al-Bashir zu seiner Amtseinführung. Das größte Erstaunen erregte die Ernennung seines Sohnes als Generalmajor, eine Art Vorbereitung für seine dynastische Nachfolge.

Uganda – Anfang der Woche haben Bewaffnete ein Dorf im Yumbe Distrikt überfallen, Ziegen und Vorräte geraubt und 20 Menschen mitgenommen, vermutlich über die Grenze zum Südsudan. Sicherheitskräfte bereiten eine Rettungsaktion vor. Die Häufung von Konflikten in den beiden Nachbarstaaten, Südsudan und DR Kongo und die poröse Grenze sind für den Westen Ugandas eine große Herausforderung.

Uganda – Die Regierung in Kampala möchte, dass die Oppositionskandidaten der Wahl dabei sind, wenn Yoweri Museveni am 12. Mai zum 5. Mal in das Amt des Staatspräsidenten eingeführt wird. Auch 12. Staatschefs und 5. Premiers werden kommen. Doch zwei von Musevenis Kontrahenten haben seinen Wahlsieg vor Gericht angefochten, und Besigye, der die Wahl einen „großen Schwindel“ nannte, will zu Demonstrationen aufrufen, um die Zeremonie zu stören. Die Medien wurden mit Sanktionen bedroht, wenn sie live von den Protesten berichten.

Uganda – Der erste Solar-Linienbus hat in Kampala seine Jungfernfahrt absolviert. An der Makerere Universität konzipiert, und in Uganda entwickelt, ist er der Prototyp eines Elektrobusses mit Solarzellen auf dem Dach. Der 35-Sitzer hat zwei Batterien und zwölf Solarmodule, die es auf 1,320 Watt bringen. Wegen der eingeschränkten Reichweite ist der Bus erst für Kampala und Entebbe und Zwischenstrecke gedacht. Uganda will weitere Solarbusse bauen, auch für andere afrikanische Länder, um Luftverschmutzung und Kosten zu reduzieren, denn die Sonne scheint kostenlos das ganze Jahr.

Uganda – Weil das einzige Radiotherapiegerät in Uganda zusammengebrochen ist, hat Kenia sich angeboten, 400 Krebspatienten frei zu behandeln. Das Aga Khan Universitätskrankenhaus in Nairobi will alles dransetzen, zu helfen. Die ugandische Regierung kommt für Reisekosten sowie für Unterbringung in Nairobi auf. Ein neues Gerät für das Mulago Krankenhaus in Kampala ist bereits gekauft, aber nicht installiert. Kampala hat bis jetzt auch Patienten von Ruanda, Burundi und Südsudan behandelt.

Uganda – Ein gerade verabschiedetes Gesetz beschließt, dass nur ein Ugander Vormund eines verwaisten oder armen Kindes sein kann. Bis jetzt war es möglich, dass Fremde binnen weniger Tage im Land eine rechtliche Vormundschaft erhalten konnten. Das Gesetz soll Kinder auch vor eventuellen Menschenhändlern schützen, die manchmal sogar Eltern mit Versprechen eines Studiums überlisteten, ihre Kinder abzugeben.

Uganda – Nach Teilergebnissen führt der Amtsinhaber Museveni mit 62%; sein Gegenkandidat Besigye erhielt 33% und wurde einen Tag nach der Wahl wieder verhaftet, das dritte Mal in einer Woche. Man spricht bereits von Wahlfälschungen. Es gab auch Pannen und Tränengas. Die Social-Media-Portale und die mobilen Zahlungsdienste waren kurzweilig abgeschaltet, angeblich um letzte Wahlwerbung und Bestechung zu unterbinden.

Uganda – Nur drei Tage vor der Präsidentschaftswahl am 18. Februar wurde der aussichtsreichste HerausfordererMusevenis zeitweise festgenommen. Als Einschüchterungstaktik der Opposition wurde Besigye schon mehrfach – in fünf Jahren 34-mal – verhaftet. Es gab sofort gewaltsame Proteste mit fliegenden Steinen und Tränengas. Menschenrechtler bezweifeln, dass es in dem repressiven Klima faire Wahlen geben kann.

Uganda – Nachdem die Philippinen, Äthiopien und Indonesien die Anwerbung von Hausangestellten gesperrt haben, darf auch in Uganda nicht mehr rekrutiert werden, nachdem bekannt wurde, dass die Frauen von den Saudis äußerst schlecht behandelt, ja als Sklaven gehalten wurden. Sieben Frauen, die es geschafft haben, von ihren Arbeitgebern wegzulaufen, wurden jetzt nach Entebbe geflogen, andere sind noch im Schutz der Botschaft in einem Unterschlupf in Riyadh.

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