Schlagwort: Südafrika

Den beiden in Indien geborenen Geschäftsleuten wird vorgeworfen, im Zentrum eines massiven Netzes staatlicher Korruption in Südafrika zu stehen. Rajesh Gupta und Atul Gupta werden in Südafrika beschuldigt, ihre Beziehung zu Jacob Zuma ausgenutzt zu haben, um finanziell zu profitieren und Einfluss auf die Besetzung von Führungspositionen zu nehmen. Sie streiten jegliches Fehlverhalten ab. Sie verließen Südafrika, nachdem Zuma 2018 abgesetzt worden war. Interpol hatte im Juli 2021 einen roten Haftbefehl gegen die Brüder ausgestellt. Die Organisation erklärte, dass die Gupta-Brüder wegen Betrugs und Geldwäsche im Zusammenhang mit einem Auftrag in Höhe von 25 Mio. Rand (1,5 Mio. €) an ein mit den Guptas verbundenes Unternehmen gesucht werden.

Der David- und Goliath-Kampf der Klimaaktivisten gegen die Pläne von Shell ist wieder im Gange. 3 Richter am Obersten Gerichtshof in Gqeberha entscheiden über die Frage, ob eine Entscheidung des Ministeriums für Bodenschätze und Energie, dem Erdölriesen ein seismisches Explorationsrecht zu erteilen, überprüft und aufgehoben werden soll. Im Februar 2022 wies der Oberste Gerichtshof in Makhanda den Antrag des Ölgiganten und des Ministers für Mineralressourcen und Energie, Gwede Mantashe, auf Zulassung einer Berufung gegen ein Urteil ab, mit dem eine seismische Untersuchung vor der Wild Coast in der Provinz Ostkap vorübergehend gestoppt wurde.

Nur einen Monat nach den schlimmsten Überschwemmungen seit Menschengedenken, bei denen mehr als 400 Menschen ums Leben kamen, haben schwere Regenfälle Hunderte von Menschen zur Flucht aus ihren Häusern an der Ostküste gezwungen. Die Überschwemmungen vom Wochenende haben die Infrastruktur, Straßen und Brücken getroffen und Gebäude beschädigt, vor allem in der Hafenstadt Durban, der Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal, in der rund 3,9 Millionen Menschen leben.

Präsident Cyril Ramaphosa sagt, das Land sei bereit, von der wachsenden Nachfrage nach Platingruppenmetallen zu profitieren, da die westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Einmarsches in der Ukraine Bergbauinvestoren dazu gezwungen haben, nach Afrika zu schauen. Das Land produziert die Hälfte des weltweiten Palladiums, 75 % des weltweiten Platins und etwa 90 % des weltweiten Rhodiums. „So bedauerlich der Krieg in der Ukraine ist, er hilft jedoch der südafrikanischen Wirtschaft“, sagt Bergbau-Analyst Peter Major. „Wir hatten Glück, wenn wir 100 Dollar pro Tonne für unsere Kohle bekamen, jetzt bekommen wir 300 Dollar pro Tonne“.

Der Bergbaugigant Anglo American hat in einer Platinmine im Norden Südafrikas den größten wasserstoffbetriebenen Lkw der Welt vorgestellt, ein 220 Tonnen schweres Ungetüm. Das Fahrzeug, das als erstes einer Flotte bezeichnet wird, die die dieselbetriebenen LkWs des Unternehmens ersetzen soll, nutzt 2-Megawatt-Wasserstoffbrennstoffzellen, um bis zu 290 Tonnen Erz zu transportieren. Anglo American hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 kohlenstoffneutral zu sein. Das Unternehmen wird die Solarenergie nutzen, um den Brennstoff bereitzustellen. Dabei wird die Energie verwendet, um Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Im November letzten Jahres sagten reiche Nationen, darunter Frankreich, Deutschland, UK und die Vereinigten Staaten, mindestens 8,5 Milliarden Dollar und technische Hilfe zu, um Südafrika bei der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu unterstützen.

Die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman beginnt ihre Vier-Nationen-Reise in Südafrika und reist anschließend nach Angola, Gabun und Frankreich. Mit den afrikanischen Ländern wird sie Fragen des regionalen Friedens, der maritimen Sicherheit und des Klimawandels erörtern. Anfang April hatte der Francisco Furtado (angolanische Staatsminister und Leiter der Abteilung für militärische Angelegenheiten) sich mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Lloyd Austin getroffen und vereinbart, Angola zur führenden panafrikanischen Friedensorganisation zu machen. Dies soll durch den Modernisierungsprozess der angolanischen Streitkräfte erreicht werden.

Bei der von dem südafrikanischen Gewerkschaftsbund COSATU veranstalteten Maikundgebung in Rustenburg sollte Präsident Cyril Ramaphosa sprechen. Doch die seit Wochen für höhere Löhne streikenden Minenarbeiter begrüßten ihn mit Spott und Buhrufen und stürmten die Bühne. Die Polizei musste eingreifen, während ein Leibwächter den Präsidenten in Sicherheit brachte. Wie andere Unternehmen Südafrikas, wurde auch die Sibanye-Stillwater Mine, der größte Platin Produzent, von der Covid-Krise hart getroffen. Trotzdem bleibt der Bergbau einer der wichtigsten Sektoren Südafrikas; er macht 8 – 10% des Nationaleinkommens aus und beschäftigt fast 450.000 Menschen.

Die Nobelhotels von Kapstadt rangieren ihre Bettlaken aus, lang bevor sie abgenutzt sind. Dank Danolene Johanneson und ihrem Team finden Sie in der Nähwerkstatt ein neues Leben als frische, weiße Schulhemden für die ärmsten Kinder der Stadt. Schuluniformen sind in Südafrikas öffentlichen Schulen obligatorisch, u. a.  weil sie helfen, die große soziale Kluft zu überbrücken. Jedes Jahr machen die fleißigen Helfer aus 1.800 Laken 10.000 Hemden. Seit Beginn des Unternehmens „Restore SA“ in 2015 haben sie fast hunderttausend Kinder mit alter Wäsche eingekleidet. So können Sie die Kinder in der Schule halten, ihr Selbstwertgefühl stärken und Ihnen weitere Bildungschancen ermöglichen.

Die  KwaZulu- Natal Provinz um die Hafenstadt Durban wurde von den schlimmsten Wetterstürmen in der Geschichte heimgesucht. Verheerende Wassermassen und Schlammlawinen haben Häuser und Hütten, Straßen und Brücken, Fahrzeuge und Container, und sogar einen Friedhof weggeschwemmt. Rettungsbemühungen, auch durch das Militär, werden durch schlechte Sicht und anhaltende Unwetter erschwert. Auch Teile der N3, der wichtigen Autobahn, die Durban mit dem Hinterland verbindet, sind blockiert. Der Hafenbetrieb musste eingestellt werden. Die von einer Krokodilfarm weggespülten  Tiere müssen zum Schutz der Bevölkerung eingesammelt werden. Das „unsägliche Chaos“ hat auch Strom und Wasserversorgung und die Telekommunikation beeinträchtigt. Präsident Cyril Ramaphosa hat das Gebiet besucht und Hilfe zugesagt.

Das Bergwerk Tendele, eines von 14 in Betrieb befindlichen Kohlebergwerken in der Provinz Kwa-Zulu Natal, befindet sich in einem Rechtsstreit mit Umweltschützern und Gemeindemitgliedern (in Ophondweni und Emalahleni), wegen einer geplanten Erweiterung um 21,8 Millionen Hektar.  Der Ausbau würde rund 200 Familien vertreiben, von denen viele ihren Lebensunterhalt mit Subsistenzlandwirtschaft verdienen. Tendele behauptet, dass das Unternehmen seinen Betrieb bis Juni 2022 einstellen muss, wenn keine Einigung über die geplante Erweiterung erzielt wird. Südafrika ist bei der Stromerzeugung stark auf Kohle angewiesen, die mehr als 80 % der Elektrizität des Landes erzeugt. Laut dem Integrierten Ressourcenplan des Energieministeriums arbeitet die Regierung jedoch daran, diesen Anteil bis 2030 auf 59 % zu senken.

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