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Simbabwe – In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung sprach der 93-jährige Staatschef von der „Rückkehr des biblischen Goliath“, der mit der „Auslöschung anderer Länder“ droht. Trump solle doch seine „Trompete in Richtung Frieden blasen“. Auch der Ausstieg einer Großmacht aus dem Pariser Klimaschutzabkommen sei eine Bedrohung kleiner Länder. Während Trumps Antrittsrede hatten Fotographen Mugabe tief schlafend festgehalten. Sein Verhältnis zu westlichen Ländern ist wegen der verhängten Sanktionen sehr angespannt.

Simbabwe – Während des gestrigen Sonntagsgottesdiensts wartete die Polizei auf ihn, um ihn abzuführen. Der mutige Gründer der Internet-Protestbewegung #ThisFlag war eine Weile auf freiem Fuß. Jetzt hat er die Geldknappheit, das Panik-Kaufen und die Autoschlangen vor den Tankstellen angekreidet, die, wie 2008, eine Krise andeuten.

Simbabwe – Die Hintergründe für gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Militärs und Polizei in Harare bleiben unklar. Präsident Mugabe forderte die Armee auf, den Streit beizulegen, und verurteilte korrupte Praktiven der Polizei an Straßensperren. Vize-Präsident Emmerson Mnangagwa, der als möglicher Nachfolger Mugabes gilt, wurde wegen einer schweren Nahrungsmittelvergiftung zur Behandlung nach Südafrika geflogen.

Simbabwe – Am Samstag hat in Victoria Falls der 30jährige Elefantenbulle Mbanje seinen äußerst kompetenten Pfleger angegriffen und getötet, als dieser ihn vom Grasen reinholen wollte. Das Tier hat regelmäßig Elefantenritte durch den Nationalpark gemacht. Untersuchungen über mögliche Gründe sind im Gange. Mbanje wurde nach einem Keulung Programm als Waise aufgezogen. Safaris auf Elefantenrücken werden vorerst ausgesetzt.

Simbabwe – Als in Bulawayo, Simbabwes zweiter Stadt, einer der verhassten Verkehrspolizisten einen Unfall verursachte, weil er einen Minibus abdrehte, der dann in einem Laden landete, prügelte die wütende Menge auf ihn ein. Die durch die Bestechungsgelder an den vielen Straßensperren und die rigorosen Kontrollen verärgerten Autofahrer könnten sich das Video mit gewisser Schadenfreude ansehen.

Simbabwe – Anhänger der Oppositionspartei MDC demonstrierten heute in den Straßen Harares. Sie verlangten eine Reform der Wahlkommission, besonders eine Neubesetzung, da die jetzige Kommission schon dabei sei, die 2018 Wahlen zu manipulieren, um Mugabe und seine Zanu PF an der Macht zu halten. Mit Tränengas und Wasserwerfern konnte die Demo bald beendet werden. Die Menschen in den Schlangen vor den Banken blieben trotz tränender Augen und triefender Kleider an ihrem Platz, um ihr knappes Bargeld zu bekommen.

Simbabwe – Bei der Eröffnung des 29. AU – Gipfels am Montag in Addis Abeba hat der 93jährige Mugabe für Belustigung gesorgt. Er wollte der AU 300 Kühe spenden, hat sie aber dann versteigert und den Erlös, eine Million Dollar, ausgezahlt. Er forderte die Organisation auf, innovative Wege zur Selbstfinanzierung zu finden, so wie er es tat.

Simbabwe – Beobachter sehen einen internen Machtkampf innerhalb der regierenden ZANU-PF Partei um die Nachfolge des 93-jährigen Präsidenten. Mugabes Frau Grace positioniert sich, um die Macht von ihrem Mann zu übernehmen. Die Armee will ihren Kandidaten, den Vize-Präsidenten Emmerson Mnangagwa, durchsetzen.

Simbabwe – Zeitig vor den nächsten Wahlen Mitte 2018 riefen die Bischöfe in ihrem Pfingstbrief zu Gewaltfreiheit auf. Der Brief mit dem Titel „Wahlen, Frieden und Entwicklung“ ist ein Appell an alle politischen Kräfte, den Menschen die freie Wahl zu lassen. Die Gewalt, Grausamkeit und Folter, die Wahlen in der Vergangenheit begleiteten, dürfen nicht mehr passieren. Die Wirtschaftskrise, besonders der akute Bargeldmangel, dazu Hunger und Aussichtslosigkeit haben die Menschen mürbe gemacht. Jetzt sind sie erbost, weil Präsident Mugabe eine chinesische Firma für die Wählerregistrierung geheuert hat. Der 93-Jährige ist der Kandidat seiner Partei und hofft auf den Wahlsieg.

Simbabwe – Mugabes 27jährige Tochter erhielt in einer Woche zwei Ernennungen: in das Gremium einer neuen Bank und in die verhasste Zensurbehörde, in der auch der Jesuit Fidelis Mukonori, langjähriger Freund und Berater des Präsidenten, mitarbeitet. Man vermutet stark, dass Mugabes Frau Grace bald einen Ministerposten erhalten wird, um ihr Sicherheit zu gewähren, wenn der 93-Jährige aufgibt. Noch jettet er um den Globus und hat für ein gechartertes Flugzeug nach Singapur und Mexiko in einem Monat 3.5 Mio. Dollar ausgegeben, während sein Land unter die 13 schwächsten Staaten der Welt eingestuft wird.

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