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Simbabwe – Der entmachtete Präsident Mugabe kann sich eines gut gepolsterten Ruhestandes erfreuen. Neben Villas und vollen Bezügen erhält das von Präsident Mnangagwa gewährte „Exit-Paket“ ein staatlich finanziertes Dienstbotenheer mit 6 Leibwächtern, eine Luxuskarosse und freie Langstreckenflüge 1. Klasse. Gegen seine Frau Grace und seine Söhne hat die Anti-Korruptionsbehörde Ermittlungen eingeleitet. Geprüft werden Graces Anhäufung von Ländereien in Mazowe und die dubiöse Erlangung ihres Doktortitels. Die beiden Söhne müssen sich für illegalen Handel in Mineralien verantworten.

Simbabwe – Im Matopos-Nationalpark griff ein Krokodil zwei Urlauber an, als sie in einem Schlauchbootim Mpopoma Damm paddelten, biss den Mann zu Tode und verletzte seine Begleiterin schwer. Die Benutzung von Schlauchbooten verstößt gegen die Sicherheitsbestimmungen des Parks. Allein im Jahr 2017 haben Krokodile in Simbabwe 23 Menschen zu Tode gebissen.

Simbabwe – Vorgestern hat Präsident Mnangagwa seine neue Regierung vereidigt, nachdem er wegen Protesten gleich zwei Änderungen vornehmen musste. Aber an seinen Schlüsselpositionen für Unterstützer, Militärangehörige und Kriegsveteranen, hält er fest. General Sibusiso Moyo ist Außenminister, und Luftwaffenchef Perence Shiri verwaltet Landwirtschaft und Umsiedlung. Der Oberste General Constantine Chiwenga, der den „Putsch“ orchestrierte, könnte beim bevorstehenden Parteitag Vize Präsident werden. Für Vertreter der Opposition war kein Platz, obwohl viele Bürger auf Versöhnung und einen sich anbahnenden demokratischen Wandel gehofft hatten.

Simbabwe – Um die am Boden liegende Wirtschaft anzukurbeln, ruft Präsident Mnangagwa Unternehmen und Bürger auf, alles illegal ins Ausland geschaffte Geld zurückzuführen. Er verspricht Straffreiheit für alle, die vor Ablauf der Frist Ende Februar 2018 der Aufforderung nachkommen. Andern drohen Festnahme und Gerichtsverfahren. Sein Kampf gegen Armut und Korruption könnte sich schwierig gestalten.

Simbabwe – Tausende Simbabwer feierten ausgelassen in den Straßen, als die Nachricht vom Rücktritt Mugabes bekannt wurde. Bis zum letzten Moment hatte der greise Diktator sich an die Macht geklammert. Jetzt ist sein designierter Nachfolger, der Vize, den er vor zwei Wochen gefeuert hat, unterwegs zurück nach Simbabwe. Am Freitag soll er das Präsidentenamt übernehmen. Doch Mnangagwa ist ein Mann der ersten Stunde, ein Plünderer wie sein Chef; auch er hat das Volk unterjocht und ausgebeutet und ist mitverantwortlich für das Matabeleland Massaker und das Töten, Foltern und Verschwinden vieler Oppositioneller. Wird es faire Wahlen geben?

Simbabwe – Auch am 3. Tag nach der Machtübernahme des Militärs, leben die Menschen zwischen Hoffen und Bangen. Die Generäle wollen ihre Aktion nicht als Coup sehen – der würde von der AU nicht anerkannt. Es sei nur „ein Ausschalten krimineller Elemente“. Der unter Hausarrest stehende Präsident ist im Gespräch mit den Generälen und Vertretern von SADC. Auch ein befreundeter Jesuit der Familie soll vermitteln helfen. Man hofft, Mugabe zum freiwilligen Rücktritt zu bewegen. Bis jetzt ohne Erfolg. Die Hoffnung der Simbabwer auf eine Besserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage ist überschattet von der Ungewissheit, wie es weitergeht und von der Angst vor dem neuen starken Mann, der, als Mitglied der alten Garde, Teil des Problems ist.

Simbabwe – So lange hat Emmerson Mnangagwa als Berater im Guerilla Krieg, als Sicherheitsexperte, als Minister in verschiedenen Bereichen, zuletzt Verteidigung, und seit 2014 als Vize Präsident auf seine Chance gewartet, einmal Staatschef zu werden. Jetzt hat Mugabe ihn gestern wegen „Untreue“ gefeuert. Damit hat er seiner Frau Grace Mugabe den Weg gebahnt, Vize Präsidentin zu werden und so die Nachfolge an die Staatsspitze anzutreten, sollte ihr 93jähriger Mann sterben oder sich zurückziehen.

Simbabwe – Die 49-Jährige war Lehrerin in Hartmann Haus, Harare, und war zu der „Mother of Peace Gemeinschaft“ in Mtoko gefahren, um einen Messdienerausflug für das St. George College vorzubereiten. Als sie nochmal zum Beten an das berühmte Kreuz zurückging, wurde sie überfallen, und aufs grausamste ermordet. Erst später fand man ihre Leiche im Mutemwa Damm. Der 20-jährige Täter soll geistig gestört sein. Schock und Trauer sind groß. Sister Ruvadiki Plaxedes Kamundiya, war eine bekannte Komponistin von Gospel Music.

Simbabwe – Der erste Chef der Weltgesundheitsorganisation vom afrikanischen Kontinent, Dr. Tedros aus Äthiopien, hat Simbabwes Diktator Mugabe zum Afrika-Sonderbeauftragten der WHO ernannt. Die Entscheidung wurde scharf kritisiert. So vehement war die weitverbreitete Empörung über die Auszeichnung eines Mannes, der sein Land total ruiniert hat und seine Bürger Hunger, Korruption, Vertreibung und Folter ausgesetzt hat, dass Tedros die Ernennung zum „Goodwill Ambassador“ zurückziehen musste.

Simbabwe – Trotz heftiger Proteste von Tierschützern wird Simbabwe dieser Tage das erste Schlachthaus für Esel eröffnen. Bis zu 70 Tiere sollen täglich verarbeitet werden für den asiatischen, besonders den chinesischen Markt, wo Eselsfleisch und, mehr noch die Haut, sehr begehrt sind. Im südlichen Teil des Landes wurden schon Tiere aufgekauft. Bei dem schnellen Geld vergessen die Leute, dass sie sich eines für die Landbevölkerung unentbehrlichen Verkehrsmittels berauben. Botswana und Namibia haben, weil ihre Esel auszusterben drohten, ihre Schlachthäuser geschlossen.

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