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Simbabwe – Sie will sich erst um die Bekämpfung der Cholera bemühen, die, laut Minister July Moyo, bisher 32 Menschen getötet und über 5000 infiziert hat. So muss die Anschaffung von Luxusautos für die neuen Minister aufgeschoben werden. Die Bürger von Harare haben kritisiert, dass zu viele Steuergelder unnütz ausgegeben werden statt für sauberes Trinkwasser und ein ordentliches Abwassermanagement in der Hauptstadt zu sorgen.

Simbabwe – Über 2000 Menschen sind in der Hauptstadt Harare an Cholera erkrankt, 20 von ihnen starben bereits. Wegen der Gefahr, die Epidemie könne auch auf andere Landesteile übergreifen, hat die Regierung einen Gesundheitsnotstand ausgerufen und alle öffentlichen Versammlungen verboten. Hauptursache der Epidemie sind kontaminiertes Trinkwasser und mangelnde sanitäre Anlagen.

Simbabwe – Präsident Emerson Mnangagwa hat die Zahl der Minister von 33 auf 20 reduziert und mit dem Oxfordprofessor, Mthuli Ncube, einen anerkannten Wirtschaftsexperten zum neuen Finanzminister ernannt. Ncubes Vorgänger Tendai Biti wird verdächtigt, 30 Millionen Dollar veruntreut zu haben. Die Ernennung der siebenfachen Olympiasiegerin, Kirsty Coventry, zur Ministerin für Jugend und Sport, fand große Zustimmung in der Öffentlichkeit. Mnangagwa soll der in Singapur lebenden Gattin des gestürzten Präsidenten Robert Mugabe die Teilnahme an der Beerdigung ihrer Mutter ermöglicht haben.

Simbabwe – Das Verfassungsgericht hat die Klage des Oppositionsführers Nelson Chamisa wegen Wahlmanipulation zurückgewiesen. Emmerson Mnangagwa wurde zum rechtmäßigen Gewinner erklärt und als Nachfolger Robert Mugabes vereidigt. EU-Wahlbeobachter erklärten die Wahl als frei, aber nicht fair. Nach den offiziellen Ergebnissen der Wahlkommission erhielt Mnanagwa 50.8, Chamisa 44.3% der Stimmen. Bei Protesten kamen mehrere Menschen ums Leben.

Simbabwe – Die Euphorie nach dem Sturz Mugabes; die gemeinsame Hoffnung auf einen Neuanfang; eine ruhige, wenn auch nicht faire, Wahl. Dann Unwille über Verzögerung der Resultate und Enttäuschung über den offensichtlich manipulierten Wahlausgang. Polizei mit Knüppeln und Armee mit scharfer Munition; sechs Menschen erschossen – so wie früher. Die Nation ist gespalten, die Bevölkerung gelähmt. Angesehener Oppositioneller kommt gefesselt vors Gericht. Die Klage der Opposition gegen das Wahlergebnis stoppt die Amtseinführung des angeblichen Gewinners und des neuen Parlaments. Ob die internationale Gemeinschaft das erwartete Re-Engagement wagt?

Simbabwe – Am 30. Juli steigt die erste Wahl in vier Jahrzehnten ohne Mugabe. Die Spannung wächst: Kritik an Wahlkommission und Wählerregister, Einschüchterung, Drohung und Manipulation. Obwohl besser als Wahlen bisher, Transparenz kann man trotz der geladenen internationalen Wahlbeobachter kaum erwarten. Doch wird diese Wahl als Gradmesser gesehen für ein Ende der internationalen Isolation, für wirtschaftlichen Aufschwung und endlich Bargeld in den Kassen. Auf echte Demokratie muss man wohl noch länger warten.

Simbabwe – Mnangagwa, amtierender Präsident und Kandidat für die Wahl am 30. Juli, hat beim AU Gipfel in Mauretanien verkündet, dass seine Regierung 850 Mio. Dollar, Geld, das Individuen und Firmen gestohlen und außer Landes gebracht hätten, zurückgewinnen konnte. Eigentlich hatte er mit 1.4 Mrd. Dollar gerechnet. Um der Bestechung und dem Betrug Herr zu werden, hätte seine Regierung ein Anti-Korruptionsgericht geschaffen und ein Ethik Gesetz erlassen, erklärte er den versammelten Staatschefs.

Simbabwe – Bei einer Wahlkampagne in Simbabwes zweiter Stadt Bulawayo explodierte am Samstag eine Bombe, gerade als Präsident Mnangagwa die Bühne verließ. Unter den etwa 40 Verletzten waren auch ranghohe Vertreter der Regierungspartei ZANU PF. Mnangagwa rief zu Frieden und Ruhe auf. Der feige Akt solle die „freie, friedliche“ Wahl nicht beeinträchtigen. Manche befürchten, dass die Gewalt sich weiter ausbreiten könnte.

Simbabwe – Die Dachorganisation der christlichen Kirchen (ZHOCD) forderte die Regierung auf, sich im Vorfeld der Wahlen Ende Juli für nationale Versöhnung und Frieden einzusetzen und appellierte an alle Politiker, Haßreden zu vermeiden. Die Kirchen wünschen sich auch mehr Freiraum, um im Friedensprozess einen größeren Beitrag leisten zu können. Das Land steht vor großen wirtschaftlichen und sozialen Problemen.

Simbabwe – Präsident Mnangagwa bewarb sich am 15. Mai um die Wiederaufnahme seines Landes in die Völkergemeinschaft, nachdem Mugabe im Streit um gefälschte Wahlen sich vor 15 Jahren zurückzog. Mnangagwa lud Commonwealth Beobachter zu den Wahlen ein und versprach eine Besserung der Wirtschaft und der internationalen Beziehungen. Die Rückkehr wird freudig begrüßt, doch müsste sich Simbabwe die Werte der Staatengemeinschaft, Demokratie und Menschenrechte, hoch halten.

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