Schlagwort: Dschibuti

Der nigerianische Milliardär Aliko Dangote hat angekündigt, dass er sich an der Finanzierung einer neuen, 660 Millionen US-Dollar teuren Kraftstoffpipeline zwischen Äthiopien und Dschibuti beteiligt. Die Pipeline ist 120 km lang. Sie verbindet den Hafen Damerjog in Dschibuti mit Dewele (Äthiopien) und hat eine Lagerkapazität von etwa 400 Millionen Litern. Die Inbetriebnahme ist innerhalb von 18 Monaten vorgesehen. Das Binnenland Äthiopien ist bei Importen, darunter auch Erdölprodukte, stark vom Hafen von Dschibuti abhängig. Auch Dschibuti dürfte von einer verstärkten Hafenaktivität, der Schaffung von Arbeitsplätzen und höheren Staatseinnahmen profitieren. In Kenia plant sein Unternehmen eine Rohölraffinerie mit einer Kapazität von 700.000 Barrel pro Tag auf der Insel Lamu vor der kenianischen Küste. Nach Inbetriebnahme wird die Anlage voraussichtlich die zweitgrößte Raffinerie Afrikas sein.

Die jüngsten Kämpfe zwischen den Houthis und den Truppen der in Aden ansässigen, von Saudi-Arabien unterstützten Regierung haben eine neue humanitäre Krise ausgelöst. Die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen übernahmen Anfang dieses Monats in einer Offensive die Kontrolle über die jemenitische Küste am Roten Meer. Dabei kamen auf beiden Seiten Hunderte Menschen ums Leben, der weltweite Handel wurde bedroht und die Energiepreise stiegen an. Die Vereinten Nationen warnen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die aus dem Jemen über das Rote Meer nach Dschibuti fliehen, im Land auf 10.000 ansteigen. Hinzu kommen die mehr als 5,2 Millionen Menschen, die bereits vor der Wiederaufnahme der Kämpfe im Jemen innerhalb des Landes vertrieben worden waren.

Durch einen massiven Zustrom von Geflüchteten aus dem Jemen verschärft sich die Lage in Dschibuti mit seinen rund 1 Millionen Einwohnern. Wegen der Houthi-Offensive an der Meerenge Bab al-Mandab fliehen Tausende. In den letzten Tagen waren es mehr als 2000 jemenitische Flüchtlinge, die in d er Küstenstadt Obock ankamen. Im Land selbst sind durch die drohende El-Niño-Dürre über 53.000 Menschen in Gefahr. Nach Berichten der Vereinten Nationen haben die Kämpfe im Jemen seit Juli 2026 zu mindestens 76.000 intern Vertriebenen geführt.

Präsident Ismail Omar Guelleh, hat die Wahl mit 97,8 % der Stimmen gewonnen und bleibt damit für eine sechste Amtszeit an der Spitze des strategisch günstig gelegenen Landes am Horn von Afrika. Der einzige Herausforderer des 78-Jährigen, Mohamed Farah Samatar, erhielt 2,19 % der Stimmen bei einer Wahl, die von einem Großteil der Opposition boykottiert wurde. Der 78-Jährige regiert den winzigen Staat mit einer Million Einwohnern seit 27 Jahren mit eiserner Hand. Er hat das Land zu einem internationalen Militär- und Seeverkehrsknotenpunkt gemacht. Auf einer Fläche von 23.000 km2 sind Militärstützpunkte und Kontingente aus Frankreich, den Vereinigten Staaten, China, Japan und Italien stationiert.

Es wird erwartet, dass Djiboutis langjähriger Staatschef Ismael Omar Guelleh die Präsidentschaftswahlen am 10. April gewinnen und damit seine sechste Amtszeit in Folge antreten wird. Während Kritiker die Wahl als „Alibikampf“ abtun, betonen Anhänger, dass der 78-jährige Amtsinhaber dem Land am Horn von Afrika, das strategisch günstig zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden liegt, Stabilität gebracht habe. Im Jahr 2025 wurde die Altersgrenze von 75 Jahren für Präsidentschaftskandidaten durch das Parlament aufgehoben. Etwa ¼ der Bevölkerung 242.471 ist wahlberechtigt. Dschibuti liegt an einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten (Bab al-Mandab) und beherbergt wichtige Militärstützpunkte der USA, Chinas, Frankreichs und Japans.

Das Parlament von Dschibuti hat einstimmig beschlossen, die Altersgrenze für Präsidenten des Landes, die in der Verfassung auf 75 Jahre festgelegt war, aufzuheben. Dies ermöglicht es dem derzeitigen Präsidenten Ismail Omar Guelleh, 77, bei den Wahlen im April 2026 erneut zu kandidieren.

Mindestens 45 Menschen sind gestorben und Dutzende werden vermisst, nachdem zwei Schiffe mit Flüchtlingen und Migranten aus Afrika vor der Küste von Dschibuti gesunken sind. Die Boote sanken nur 150 Meter von einem Strand in der Nähe von Dschibutis nordwestlicher Region Khor Angar entfernt, so die Küstenwache. Die dschibutische Küstenwache teilte mit, dass Rettungsaktion im Gange ist, bei der 115 Überlebende gerettet wurden und Dutzende noch vermisst werden. Nach Informationen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) waren 310 Menschen in den Booten, als sie den Jemen verließen, bevor sie im Roten Meer sanken. Die Route gilt für Flüchtlinge und Migranten als eine der verkehrsreichsten und gefährlichsten der Welt.

Dschibuti führte einen Stamm von nicht stechenden männlichen Anopheles stephensi-Mücken ein, um durch Vektoren übertragene Krankheiten wie Malaria zu bekämpfen. Nach Angaben des Biotech-Unternehmens Oxitec sind die weiblichen Friendly™-Mücken gentechnisch so verändert, dass die weiblichen Nachkommen nicht leben können, so dass nur männliche Mücken für die Freisetzung produziert werden. Die männlichen GVO-Mücken werden in die Population freigesetzt, wo sie sich mit wilden Weibchen paaren und so die Zielpopulation allmählich unterdrücken. Diese neueste Technologie gibt Hoffnung für den weltweiten Kampf gegen Malaria. Dschibuti hat die Malaria im Jahr 2012 mit nur 27 gemeldeten Fällen fast ausgerottet. In den darauffolgenden Jahren kam es jedoch zu einem dramatischen Anstieg der Fälle auf 73.000 im Jahr 2020. 

Mit chinesischer Hilfe soll demnächst in Djibuti die erste Weltraumstation auf dem afrikanischen Kontinent gebaut werden. Sie soll auf 10 Quadratkilometer strategisch idealem Land stehen, 7 Abschussrampen haben und eine Milliarde Dollar kosten. Es ist das bisher ehrgeizigste Projekt auf dem Kontinent. Afrikanische Staaten erhoffen sich bessere Daten zum Klimawandel und frühzeitige Warnung vor Dürren und freuen sich, ihre Satelliten von ihrem eigenen Kontinent ins All schießen zu können. Bis jetzt sind sie für den Start von Satelliten auf die USA, die EU oder Russland angewiesen. China hat in Dschibuti bereits Regierungsgebäude, ein Spital und ein Stadion finanziert. Mit der Weltraumbasis kommt auch eine Schnellstraße, ein Hafen und Stromleitungen. Die erste Abschussrampe soll 2024 stehen, die ganze Basis bis 2028. Dann soll es für 30 Jahre eine gemeinsame chinesisch – dschibutische Führung der Basis geben.

Ruanda und Dschibuti haben drei bilaterale Abkommen unterzeichnet, um die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Die drei Abkommen betreffen die Bereiche diplomatische Ausbildung, Landwirtschaft und Tourismus. 2017, während des Staatsbesuchs von Präsident Paul Kagame in Dschibuti, wurden schon 5 Abkommen unterzeichnet. Im Jahr 2013 bot Dschibuti Ruanda ein 20 Hektar großes Grundstück am Hafen von Dschibuti an. Ruanda plant, auf dem Grundstück eine strategische Basis für seine Ein- und Ausfuhren zu entwickeln und zu betreiben. Im Gegenzug wurde Dschibuti auch ein Grundstück in der Sonderwirtschaftszone im Gasabo-Distrikt von Kigali angeboten. Beide Länder haben nun Gespräche über die Entwicklung ihrer Grundstücke aufgenommen.

Länder