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Der Tschadsee, einst ein blühender Süßwassersee, der Millionen von Menschen in Nigeria, Tschad, Niger und Kamerun versorgte, ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. In den letzten fünf Jahrzehnten ist der See um mehr als 90 % geschrumpft und hat sich von einem riesigen Binnenmeer in verstreute Teiche und Sümpfe verwandelt. Dieser dramatische Rückgang, der durch den Klimawandel, schlechte Wasserwirtschaft und Bevölkerungsdruck verursacht wurde, hat verheerende soziale, wirtschaftliche und ökologische Folgen. Er hat Tausende von Einwohnern dazu gezwungen in städtische Zentren oder Nachbarländer abzuwandern. Der Mangel an Lebensgrundlagen hat junge Menschen im Tschadsee-Becken anfällig für die Rekrutierung durch extremistische Gruppen wie Boko Haram und die Islamische Staat Westafrika Provinz (ISWAP) gemacht. Der Tschadsee liegt am Südrand der Sahara und ist aufgeteilt unter den Staaten Tschad, Kamerun, Nigeria und Niger. Zwei Dreiländerecke befinden sich im See: Kamerun-Tschad-Nigeria im südöstlichen Teil und Niger-Tschad-Nigeria im nordwestlichen Teil. Beide werden nicht mehr von der Wasserfläche des Sees bedeckt, die verbleibende Wasserfläche verteilt sich auf den Tschad und Kamerun.

Oppositionsführer Issa Tchiroma Bakary, der das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen anficht, ist zu seiner Sicherheit nach Gambia geflohen. Tchiroma Bakary beharrt darauf, dass er der rechtmäßige Sieger der Wahl vom 12. Oktober 2025 ist, und behauptet, das Ergebnis sei manipuliert worden, um dem 92-jährigen Präsidenten Paul Biya eine 8te Amtszeit zu ermöglichen. Biya ist seit 43 Jahren an der Macht und wurde trotz Betrugsvorwürfen mit 53,7 % der Stimmen zum Sieger erklärt.

Kameruns 92-jähriger Präsident Paul Biya hat bei seiner Vereidigung für eine achte Amtszeit in Folge versprochen, die Ordnung in dem von der Gewalt nach den Wahlen erschütterten Land wiederherzustellen. Paul Biya gewann 54% der Stimmen, verglichen mit 35% von Issa Tchiroma Bakary. Das Ergebnis führte zu tödlichen Protesten im ganzen Land, bei denen nach Angaben der Nationalen Menschenrechtskommission mindestens 14 Menschen getötet und mehr als 1.200 verhaftet wurden.

Kameruns 92-jähriger Präsident Paul Biya tritt nach einer heftig umstrittenen Wahl seine achte Amtszeit an. Er regiert seit 1982. Länger als Biya amtiert in Afrika nur Teodoro Obiang Nguema Mbasogo seit 1979, der 83-jährige Staatspräsident von Äquatorialguinea. Der älteste amtierende Staatschef der Welt, Paul Biya, hat 54 % der Stimmen erhalten, der Oppositionskandidat Issa Tchiroma Bakary 35%. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,31%. Paul Biya ist erst der zweite Präsident seit der Unabhängigkeit des Landes von Frankreich im Jahr 1960. Kamerun verfügt über reichhaltige natürliche und landwirtschaftliche Ressourcen. In der Wirtschaftshauptstadt Douala wurden bei Protesten mindestens vier Menschen getötet. In der Nähe der Residenz von Tchiroma Bakary in der Stadt Garoua wurden eine Reihe von Menschen erschossen. In der Hauptstadt Jaoundé ist die Lage so angespannt, dass fast alle Geschäfte und Schulen geschlossen bleiben.

Die einflussreiche katholische Kirche Kameruns hat zur Ruhe aufgerufen, da die Befürchtungen wachsen, dass es nach Bekanntgabe der offiziellen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen zu Gewaltausbrüchen kommen könnte. Der Oppositionskandidat und ehemalige Regierungssprecher Issa Tchiroma Bakary hat sich selbst zum Sieger der Wahl vom 12. Oktober erklärt und behauptet, er habe den 92-jährigen Präsidenten Paul Biya besiegt, der seine 43-jährige Herrschaft um weitere sieben Jahre verlängern will. Der Verfassungsrat Kameruns hat die endgültigen Ergebnisse noch nicht veröffentlicht.

Kameruns Opposition zieht sich aus Wahlkommission zurück und spricht von Fälschung. ihr Kandidat Issa Tchiroma reklamiert Sieg über Präsident Biya. Die Wahlkommission muss laut Gesetz spätestens zwei Wochen nach der Wahl ein Endergebnis vorlegen, also bis Sonntag, 26. Oktober. Nach kamerunischen Berichten führt in den offiziellen Zahlen derzeit Biya mit 52 % der Stimmen vor Tchiroma mit 38 %. In den von Oppositionellen verbreiteten Einzelergebnissen aus 31 der 58 Départements des Landes führt demnach hingegen Tchiroma mit 49 % der Stimmen vor Biya mit 37%. Das amtliche Wahlergebnis wird wohl nicht akzeptiert werden.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat gewarnt, dass eine halbe Million Flüchtlinge und bedürftige Kameruner in den kommenden Wochen Gefahr laufen, ihre humanitäre Nahrungsmittelhilfe zu verlieren, da die Ressourcen kritisch knapp werden. Ohne dringende Finanzmittel muss das WFP Ende August die Hilfe für über 240.000 Menschen, die vor Konflikten geflohen sind, einstellen. Außerdem werden die Ernährungshilfe für mehr als 200.000 Kinder und Mütter, sowie die Schulmahlzeiten für 60.000 Kinder eingestellt. Die Hilfe war bereits im Juli reduziert worden, unter anderem für 26.000 nigerianische Flüchtlinge im Lager Minawao. Im Jahr 2025 leistete das WFP lebensrettende Hilfe für 523.000 Menschen, darunter Binnenvertriebene, Flüchtlinge und bedürftige Aufnahmegemeinschaften. Schätzungsweise 2,6 Millionen Menschen werden zwischen Juni und August 2025 von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein, insbesondere in den Regionen im äußersten Norden und Nordwesten. Um die Hilfe bis Januar 2026 aufrechtzuerhalten, werden dringend zusätzliche 65,5 Millionen US-Dollar benötigt.

Der älteste Staatschef der Welt, Kameruns Präsident Paul Biya (92), hat angekündigt, dass er im Oktober erneut zur Wahl antreten wird, um seine 43-jährige Amtszeit zu verlängern. Er fügte hinzu, dass seine Entscheidung, für eine achte Amtszeit zu kandidieren, auf „zahlreiche und eindringliche“ Forderungen von Menschen aus allen Regionen Kameruns und der Diaspora zurückgeht. Biya hat 2008 die Amtszeitbeschränkungen abgeschafft, so dass er sich auf unbestimmte Zeit um die Präsidentschaft bewerben kann. Biyas Regierung wird wegen Korruption, Veruntreuung, schlechter Regierungsführung und Versagen bei der Bewältigung von Sicherheitsproblemen kritisiert.

Die westafrikanische Kakaoproduktion, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit unterdurchschnittlichen Ernten konfrontiert war, wird in der kommenden Saison 2025/26 trotz leicht verbesserter Wetterbedingungen wahrscheinlich um weitere 10% zurückgehen. Côte d’Ivoire, Ghana, Nigeria und Kamerun produzieren über 2/3 der Kakaoernte; sie kämpfen jedoch mit wechselnden Wetterbedingungen, alternden Baumbeständen und Krankheiten.

Mehr als 14.600 Afghanen und 7.900 Kameruner halten sich legal in den USA auf, sie haben einen „vorübergehend geschützten Status“ oder TPS. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat nun beschlossen, den rechtlichen Schutz für Tausende Afghanen und Kameruner aufzuheben. In der Zwischenzeit haben US-Gesetzgeber Anfang des Monats die Trump-Administration aufgefordert, den Status für Kameruner zu verlängern, die in ihrem Heimatland Angriffen auf Zivilisten ausgesetzt sind. Dieser Schutz wird ihnen nun im Juni entzogen. In Kamerun ist es zu Zusammenstößen zwischen anglophonen Separatisten und frankophonen Sicherheitskräften gekommen, die zu außergerichtlichen Tötungen, Angriffen auf Zivilisten und weit verbreiteten Vertreibungen geführt haben.

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