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Kamerun – Seit dem Nationalfeiertag am 20. Mai sind die Gefechte neu entbrannt. Die kath. Bischöfe haben in einem offenen Brief die kriegsführenden Gruppen aufgerufen, ihre Waffen niederzulegen, um eine Katastrophe zu vermeiden. Die 2 Amtssprachen sowie 2 Bildungs-und 2 Rechtssysteme, Überbleibsel aus der Kolonialzeit, sind Grund für die Spannungen. Die englischsprechende Minderheit im Nord-und Südwesten fühlt sich unterdrückt und benachteiligt. Ihren Demonstrationen begegnet die Regierung mit „monströser Gewalt“. Laut Caritas Kamerun gab es bis jetzt 150 Tote. Beim Besuch niedergebrannter Dörfer machten auch die Bischöfe erschütternde Erfahrungen.

Kamerun – Die 7 Schweizer und 5 Italiener waren im anglophonen Westen verschleppt worden, wo Separatisten für einen unabhängigen Staat kämpfen. Die englischsprachige Minderheit fühlt sich von der frankophonen Mehrheit benachteiligt. Im Oktober letzten Jahres haben sie symbolisch die unabhängige Republik „Ambazonia“ ausgerufen. Präsident Biya verschärft die Maßnahmen gegen sie ständig. Die sprachige Aufteilung des Landes geht auf die Kolonialzeit zurück.

Kamerun – Hunderte fliehen aus ihren Dörfern im Westen des Landes vor der militärischen Offensive gegen die abtrünnige englischsprechende Gruppe von „Ambazonia“. Das harte Durchgreifen der Zentralregierung hat den Willen der Minderheit gestärkt, sich unabhängig zu machen. Paul Biya hält nichts von vorgeschlagenen Ermittlungen.

Kamerun – Vier Stockwerke des Parlamentsgebäudes in Yaoundé wurden in der Nacht zum Freitag vom Feuer zerstört. Über Opfer und Ursache ist noch nichts bekannt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, bevor er den Plenarsaal erreichte. Die Oppositionspartei SDF beklagt, dass ihre ganze Dokumentation über 22 Jahre ausgelöscht ist.

Kamerun – De Regierung hat 15 internationale Haftbefehle erlassen gegen die Anführer der anglophonen Separatisten. Die englischsprachigen Kameruner, etwa ein Fünftel der Bevölkerung, klagen schon lange über die Diskriminierung. Man drängt ihnen französisch sprechende Lehrer und Richter auf, schließt den englischen TV Kanal und kappt das Internet. Die Krise eskaliert; Bewohner der anglophonen Region fliehen inzwischen ins benachbarte Nigeria, eine neue Fluchtbewegung in ein anderes Krisenland.

Kamerun – In den anhaltenden Protesten zwischen den englischsprachigen Kamerunern und der französisch sprechenden Mehrheit kam es zu 17 Todesopfern, als der englische Teil eine symbolische Unabhängigkeitserklärung vornahm. Das kleine Gebiet im Westen des Landes fühlt sich schon lange benachteiligt – in Bildung, Medien und Gericht – und wird gestraft, wenn es sich wehrt, wie die monatelange Sperrung des Internets und eingeschränktes Versammlungsrecht. Die Lage bleibt angespannt. Der Name „Ambazonia“ ist abgeleitet von Ambas Bay, der natürlichen Grenze zwischen den anglophonen und frankophonen Regionen.

Kamerun – In den letzten beiden Jahren soll Kamerun, laut HRW-Berichten, Scharen von Geflohenen nach Nigeria zurückgetrieben haben, obwohl ihnen in ihrem Heimatland Gewalt, Tod oder neue Vertreibung drohten. Auch sollen kamerunische Soldaten die Flüchtlinge wie Sklaven behandelt, gefoltert, sexuell missbraucht und gewaltsam abtransportiert haben. Kamerun weist die Anschuldigungen von Human Rights Watch kategorisch zurück. Das Land beherberge zurzeit fast eine halbe Million Flüchtlinge, und seine Soldaten seien nach ethischen Richtlinien geschult Die islamistische Gruppe Boko Haram terrorisiert seit 2009 den Nordosten von Nigeria und angrenzende Gebiete. 20.000 Menschen starben in dem Konflikt; zwei Millionen wurden vertrieben.

Vor sechs Monaten wurde der gebürtige Kameruner, Chicgoua Noubactep, zum Bürgermeister des kleinen Dorfes Rittmarshausen in der Nähe von Göttingen gewählt. Er ist der erste Bürgermeister afrikanischen Ursprungs in Niedersachsen. Eigentlich kam er nach Deutschland für seine Promotion als Geologe. Als Privatdozent der Universität Göttingen bringt er seinen Studenten bei, einfache Wasserfilter zu bauen, und unterstützt Trinkwasserprojekte in mehreren Ländern Afrikas.

Kamerun – In einer gemeinsamen Erklärung haben die katholischen Bischöfe Kameruns festgestellt, dass Bischof Jean Marie Benoit Bala ‚brutal ermordet wurde, und nicht, wie früher behauptet, Selbstmord begangen habe. In den letzten Jahren sind mehrere Bischöfe und Priester umgebracht worden. Wir haben das Gefühl, dass der kamerunische Klerus insgesondere Opfer von dunklen und diabolischen Mächten ist, beklagen die Bischöfe.

Kamerun – Drei Tage nachdem man das Auto des vermissten Bischofs von Bafia mit einer Nachricht auf einer Brücke über den Sanaga Fluss fand, entdeckten Fischer 7 km flussabwärts auch seine Leiche. Man vermutet, dass, was als Suizid aussah, in Wirklichkeit ein Mord ist, weil der Bischof Hintergründe von Morden an katholischen Priestern aufgedeckt hatte.

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