Schlagwort: Kamerun

Kamerun – Seit der Gesetzesänderung Ende 2014 hat Kamerun zu drakonischen Maßnahmen gegriffen und, wie die Justizbehörde in Yaoundé mitteilte, 89 Terrorverdächtige zum Tode verurteilt. Weitere 850, denen Zusammenarbeit mit Boko Haram vorgeworfen wird, sitzen im Maroua im Norden Kameruns im Gefängnis. Unter ihnen sind neben Kamerunern auch Nigerianer und Tschader.

Kamerun – Kamerunische Truppen haben im Norden des Landes in einer drei-tägigen Operation 100 Boko Haram Milizen getötet und die 900 Geiseln in ihrer Macht befreit. Über die Identität der Geretteten ist noch nichts bekannt. Auch konnten große Waffenreserven und schwarz-weiße IS-Flaggen sichergestellt werden.

Kamerun – Studenten der Douala Universität gehen gegen das Müllproblem der Hauptstadt an, indem sie organische Abfälle sammeln und sie in umweltfreundliche Kohle verwandeln. Das Projekt, „Kemit Ecology“, gewinnt an Anerkennung, denn die „Briketts“ ersetzen Holz und Holzkohle, bis jetzt Brennstoff von 80% der Bevölkerung. So werden die Mangroven geschont. Dazu geben die organischen Briketts mehr Hitze und weniger CO2 ab und sind um die Hälfte billiger als Holzkohle. Mit erwachendem Umwelt-Gewissen wird auch der Markt wachsen.

Kamerun – 15.000 Nigerianer, die vor den Gräueltaten von Boko Haram ins Nachbarland geflüchtet waren, werden gezwungen nach Hause zurückzukehren. Nach mehreren Terroranschlägen in Nord-Kamerun befürchtet die Regierung, dass sich Boko Haram Kämpfer unter den Flüchtlingen verstecken.

Kamerun – Klimawandel, Abholzung, schneller Bevölkerungszuwachs und ungeregelte Siedlungsaktivität haben zu den verheerenden Überflutungen in Kameruns 3 Mio. Stadt Douala geführt. 80,000 Bewohner mussten fliehen; Frauen und Kinder wurden von Dächern gerettet. Eigentlich ist das Wohnen in diesem tiefgelegenen Gebiet illegal, aber das Land ist billig und die Squatter sind risikobereit, in ständiger Angst vor dem nächsten Regen. Jetzt soll die Siedlung zwangsgeräumt und demoliert werden.

Kamerun – Von tschadischen Truppen verfolgt, zogen Boko Haram Milizen durch die kamerunische Grenzstadt Fotokol, töteten Zivilisten aufs grausamste und zündeten Häuser und Moscheen an. Nur eine Brücke trennt das nigerianische Gamboru vom kamerunischen Fotokol. Die Extremisten, die vor den Wahlen noch so viel Chaos wie möglich anrichten wollen, konnten trotz aller Mühe die Millionenstadt Maiduguri nicht erobern.

Kamerun – Von den 80 Geiseln, die Boko Haram Milizen im kamerunischen Grenzgebiet verschleppt haben, ist es 24 gelungen, zu entkommen. Kamerunische Streitkräfte trieben die Angreifer in die Flucht zurück in ihr eigenes Land. Unter den Geiseln waren 30 Erwachsene, meist Hirten, und 50 Jugendliche. Es war die größte Geiselnahme auf kamerunischem Gebiet. Tschad, das auch unter den Boko Haram Attacken leidet, unterstützt nun Kamerun beim Grenzschutz und ist auch bereit, in den Nordosten Nigerias einzudringen.

Kamerun – Nach heftigen Angriffen der Islamisten auf den Norden des Landes, die Kamerun resolut zurückgeschlagen hat, droht jetzt einer der Anführer, dass Boko Haram die Angriffe ausbreiten und verschärfen würde, wenn die Regierung in Yaoundé nicht die jetzige Verfassung abschafft und sich dem Islam öffnet. Die Botschaft richtete sich an Präsident Paul Biya; der Sprecher in dem online Video glich dem Boko Haram Führer Abubakar Shekau.

Kamerun – Nachdem Boko Haram Milizen letzte Woche die Grenzstadt Gamboru Ngala erobert hatten, versuchten sie auch eine strategische Brücke an der Grenze zu Kamerun einzunehmen. Nach Angaben der kamerunischen Armee wurde der Angriff mit hohen Verlusten für die Rebellen zurückgeschlagen. Boko Haram scheint seine Taktik geändert zu haben: von sporadischen Guerilla-Attacken und Massakern zu einer permanenten Besetzung und Kontrolle von Territorien.

Die islamistische Rebellengruppe Boko Haram, die seit längerer Zeit Teile von Nordnigeria terrorisiert, wird auch im Nord-Kamerun aktiv. Kämpfer überfielen die Stadt Zigague, ermordeten mindestens 10 Personen und verschleppten ein Kind.

Länder