Schlagwort: Kamerun

Der im Oktober verstorbene Kieler Holzhändler, Völkerkundler und Afrikaliebhaber Bernd Muhlack hat in seinem Testament sämtliche 2600 Kunstwerke – Holzskulpturen, Musikinstrumente, Spielzeug usw. – die er auf über hundert Afrikareisen gesammelt hatte, seiner Heimat Schleswig – Holstein vermacht. Die Sammlung, meist Unikate, hat einen geschätzten Wert von etwa 10 Mio. Euro und soll demnächst in dem entstehenden Völkerkunde – Museum in Lübeck zu bestaunen sein. In Lambaréné (Gabun) machte Muhlack 1961 eine Begegnung, die ihn tief beeindruckte und zeitlebens nicht mehr losließ, mit dem „Urwald-Doktor“ und Philosophen Albert Schweitzer

Männer auf Motorrädern und in Zivilkleidung griffen die private Internationale bilinguale Mutter-Francisca-Akademie in der Stadt Kumba an und töteten mindestens 6 Kinder (9 -12 Jahre alt). Bischof Agapitus Nfon (Kumba) kritisiert die Regierung, welche tatenlos zuschaut, wie es im englischsprachigen Teil von Kamerun immer häufiger zu Anschlägen auf die Zivilbevölkerung kommt. Seit 2016 nehmen die separatistischen Tendenzen zu, nachdem Präsident Paul Biya verordnet hatte, dass auch in englischsprachigen Schulen Französischunterricht stattfinden solle.

Der Jugendverband der Biafra-Nationen, BNYL, hat ein Bündnis mit der südkamerunischen Separatistengruppe Ambazonia geschlossen, um die Abspaltung von ihren jeweiligen Ländern zu vollziehen und unabhängige Nationen zu werden. Beide Gruppen streben in ihren Ländern unabhängige Staaten an.

Kamerun – Die Regierung von Kamerun und die Southern Cameroons Defence Forces (SOCADEF), eine bewaffnete Gruppe der Ambazonianer, stimmten dem Aufruf der Vereinten Nationen zu, einen Waffenstillstand, wegen des Ausbruchs des Coronavirus im Land, zu vereinbaren. Eine 14-tägige Waffenruhe wurde vereinbart, damit die Menschen sich auf das Coronavirus testen und behandeln lassen können

Kamerun – Die Confederation of African Football (CAF) hat die vom 4-25 April stattfindende Meisterschaft der Afrikanischen Nationen (CHAN) wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. In mehr als der Hälfte der Länder, der 16 teilnehmenden Mannschaften, auch in Kamerun, dem Austragungsort, sind Coronaviren Fälle aufgetreten. Die Mannschaften hätten auch nicht einreisen können, da Kamerun die Grenzen geschlossen hat.

Kamerun – Nach einem Erdrutsch am Montagabend in Bafoussam im Westen Kameruns sind 14 Menschen gestorben und über 40 unterirdisch gefangen. Rettungskräfte suchen verzweifelt nach Überlebenden, aber jede Minute, die vergeht, dämpft die Hoffnung, dass sie lebend gefunden werden. Die Gouverneurin der Region, Fonka Awa Augustine, sagte der BBC, die Menschen hätten trotz der Warnungen der Regierung Häuser auf hügeligem Boden gebaut, und ein heftiger Regenguss habe den Boden nachgeben lassen.

Kamerun – Entspannung im Land und Jubel in den Straßen, nachdem die Anklagen gegen Maurice Kamto und andere führende Politiker fallen gelassen wurden. Präsident Paul Biya hatte auch 333 politische Häftlinge begnadigt. Er will die Krise in den anglophonen Regionen durch einen großen nationalen Dialog lösen. Dieser darf nicht scheitern; sonst würden die von beiden Seiten begangenen Gewalttaten und Verbrechen weitergehen, die 3.000 Menschen töteten und eine halbe Million in die Flucht trieben. Eine föderale Struktur, die den Provinzen größere Eigenständigkeit gewährt, und freie Wahlen wären wichtige Schritte nach vorne.

Kamerun – Der Anführer, Sisiku Ayuk Tabe, und neun seiner Anhänger wurden von einem Militärgericht in Jaunde wegen „Rebellion, Terrorismus und separatistischer Bestrebungen“ zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Sie haben sich für die Schaffung eines unabhängigen Staates „Ambazonia“ eingesetzt, der sich aus den englischsprachigen Regionen Kameruns zusammensetzt. Die anglophone Minderheit fühlt sich schon jahrzehntelang von der frankophonen Zentralregierung vernachlässigt. Zu Waffengewalt kam es vor zwei Jahren. Inzwischen wurde eine halbe Million Menschen aus ihren Dörfern vertrieben.

Kamerun – Der norwegische Flüchtlingsrat (NRC) hat den Konflikt im Westen des Landes auf die Liste der „am meisten vernachlässigten Vertreibungskrisen“ gesetzt. Es gibt brutale Morde, niedergebrannte Dörfer, 500.000 Vertriebene und 780.000 Kinder ohne Schule. Der Ursprung des Konfliktes liegt in der Kolonialgeschichte. Die Proteste gegen den zunehmenden Gebrauch von Französisch im englischsprachigen Gebiet haben sich in 2017 in Gewalt verwandelt, die immer weiter eskaliert.

Kamerun – Der 48-jährige Kapuzinerpater Toussaint Zoumaldé wurde in der Nacht auf Mittwoch von unbekannten Tätern mit einer Stichwaffe getötet. Er stammt aus Zentralafrika und war auf der Rückreise zu seinem Einsatzort im Tschad. P. Toussaint war als langjähriger Journalist und Musiker bekannt. Im Nachbarland Nigeria wurde die Leiche eines Pfarrers gefunden, der vor einer Woche entführt worden war.

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