Die Polizei hat 43 Mitglieder von Oppositionsparteien verhaftet und angeklagt, einen Regierungssturz zu planen. Die Opposition hat für den Samstag zu einer Großdemonstration aufgerufen.
Äthiopien » Seite 27
Die Polizei hat 43 Mitglieder von Oppositionsparteien verhaftet und angeklagt, einen Regierungssturz zu planen. Die Opposition hat für den Samstag zu einer Großdemonstration aufgerufen.
Nach Angaben der Welthungerhilfe ist die Versorgungslage für 4,8 Millionen Äthiopier kritisch. In den betroffenen Regionen ist der Viehbestand um 50% geschrumpft. 200.000 Somalier sind vor der extremen Hungersnot nach Äthiopien geflohen.
Bei gewalttätigen Demonstrationen gegen das Wahlergebnis sind in Addis Abeba von den Sicherheitskräften mindestens 24 Menschen erschossen und über 100 verwundet worden. Ministerpräsident Meles hatte vor den Wahlen ein einmonatiges Demonstrationsverbot erlassen.
15 meist französische Touristen sind auf ihrem Weg in die Afar Wüste im Nordosten des Landes entführt worden.
Archeologen haben in der Region von Dikika das gut erhaltene Skelett eines 3.3. Millionen Jahren alten Babys ausgegraben, das zur gleichen Species gehört wie die 1974 gefundene ‚Lucy‘.
Laut UNHCR kamen 60 Flüchtlinge aus Äthiopien und Somalia sowie zwei jemenitische Besatzungsmitglieder in den Wellen um. Es ist seit Anfang des Jahres das schwerste Unglück auf dem Seeweg nach Jemen.
5.000 aufgebrachte Muslime versuchten eine koptische Kirche in Alexandria zu stürmen. Auslöser war eine DVD, die angeblich den Propheten in einem negativen Licht darstellt. Koptische Politiker vermuten, die Krawalle seien gegen die 2 christlichen unten den 444 Kandidaten der National Democratic Party gerichtet.
Die Abgeordneten der Opposition haben die erste Parlamentssitzung seit den Wahlen boykottiert. Sie beklagen sich über Wahlbetrug und fordern eine Regierung der nationalen Einheit.
Nach Schätzungen des Welternährungsprogramms (WFP) brauchen 9,5 Millionen Menschen am Horn von Afrika dringend Nahrungsmittelhilfe. Die Situation sei schlimmer als die Hungersnot von 1984. Ursachen sind eine anhaltende Dürreperiode und Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen.
Die Oppositionen haben einen einwöchigen Generalstreik angesagt, um gegen die Tötung von 46 Demonstranten zu protestieren. Die Botschafter von 21 Ländern, die Äthiopien unterstützen, verlangen eine Untersuchung der polizeilichen Gewalt.