Schlagwort: Äthiopien

Im Gebiet den Tana Sees soll mit deutscher Mithilfe ein UNESCO Biosphärenreservat entstehen. Die 5,000qkm große Region mit 3,000 qkm Seefläche ist das Quellgebiet des Blauen Nils und wichtig für seine Artenvielfalt und sein Kulturlandschaftserbe. Unter den vielen Tieren überwintern Zugvögel von Europa; viele der 37 Inseln im See beherbergen wertvolle äthiopisch-orthodoxe Kirchen und Klöster. Die Bewahrung von Natur und Kultur soll der verarmten Bevölkerung langfristig durch Ökotourismus neue Einnahmequellen schaffen.

Die Regierung hat Berichte der ‚Ogaden National Liberation Front‘ (ONLF) dementiert, nach denen in zwei-tägigen Kämpfen 250 Soldaten getötet worden seien. Eritrea soll die ONLF unterstützen.

Ein äthiopischer Einwanderer in die USA wurden wegen schwerer Körperverletzung und Grausamkeit von einem Gericht im Staat Georgia zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er seine Tochter selbst beschnitten hatte.

Ein UN Sprecher sagte, dass nicht mehr genug Nahrungsmittel für neun Millionen Hungernde da sind. Auch sei der Hafen von Djibuti hoffnungslos blockiert. Vor September soll es keine neuen Ladungen mehr geben; dabei sind die Monate vor der nächsten Ernte die schlimmsten.

Der überraschende Tod des Regierungschefs Meles Zenawi, der sein Land zu einer der meist florierenden Wirtschaften Afrikas machte, Friedenstruppen nach Somalia schickte, dem Südsudan eine Pipeline zum Golf von Aden versprach und auch in andern Nachbarländern mitmischte, macht die Zukunft der Region ungewiss. Während manche einen Zerfall fürchten, sehen andere eine Chance für die Demokratie, die unter Zenawi mit seinen Zwangsumsiedlungen, Hinrichtungen, vollen Gefängnissen und Verfolgung von Journalisten nicht möglich gewesen wäre.

Sie legten am Karlsplatz Blumen nieder und strömten in Metu zu den Trauerzelten. Der durch die Sissi-Trilogie berühmt gewordene Karlheinz Böhm schlüpfte vor über 30 Jahren in eine Rolle, die ihm den eigentlichen Sinn im Leben gab: Sorge um die Menschen in Äthiopien. Seine Stiftung „Menschen für Menschen“ hat gemeinsam mit der Bevölkerung hunderte von Schulen, Krankenstationen und Wasserstellen gebaut, Frauen durch Kleinkredite zur Selbstständigkeit verholfen und das Leben von Millionen verbessert. Berge, Straßen und Plätze wurden schon zu Lebzeiten nach „Abo Karl“ benannt. In 2003 wurde er als einziger Ausländer Ehrenbürger von Äthiopien.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde das verstorbene Oberhaupt der orthodoxen Kirche, Abune Paulos, in Addis Abeba beigesetzt. Der vier Tage später verstorbene Premierminister Meles Zanawi wird am 2. September bestattet. Beide hatten ihre Führungspositionen nach dem Sturz des Diktatur Mengistus 1991 übernommen und eng zusammengearbeitet.

Das Parlament hat mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Nichtregierungsorganisationen verbietet, mehr als 10% der Finanzierung aus dem Ausland zu erhalten, und strikte Kontrollmaßnahmen durch die Regierung vorsieht.

Das europäische Parlament hat die äthiopische Regierung aufgefordert, die Verfolgung von Mitgliedern der Opposition einzustellen und drohte mit Einstellung der Entwicklungshilfe.

Ein Gericht in Addis Abeba hat 111 Personen, darunter 25 Journalisten, die seit 15 Monaten inhaftiert sind, von Anklage wegen Völkermord und Hochverrat freigesprochen. Sie waren bei den Protesten gegen die letzten Wahlen verhaftet worden, bei denen 200 Menschen ums Leben kamen. 85 weitere Angeklagte erwarten noch ihr Urteil.

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