Schlagwort: Äthiopien

Als Vorbereitung auf die Kopenhagener Klimakonferenz treffen sich in Addis Abeba die Führer von zehn afrikanischen Staaten. Afrika sucht Entschädigung für den durch die Erderwärmung zugefügten Schaden. Der Kontinent hat die geringste Kohlendioxid Emission, leidet aber am meisten unter dem Klimawandel. In den Klima Verhandlungen, wo die USA, China, Indien und die EU das Sagen haben, will die afrikanische Delegation mit einer Stimme für Afrika sprechen.

Schon vor der Bekanntmachung der offiziellen Ergebnisse hat die Regierungspartei ihren Sieg bei den Parlamentswahlen erklärt. Auch die Oppositionsparteien CUD und UEDF sprechen von Sieg, nachdem sie alle Sitze in der Hauptstadt erobert hatten. Die Wahl zeichnete sich durch eine hohe Wahlbeteiligung aus.

Nach dem äthiopischen Kalender ist es das Jahr 1999. Das Land bereitet sich auf eine große Millenniumsfeier am 12. September vor.

Zwischen den Volksgruppen der Guji und der Borena sind in der Region von Yabello und Finchewa heftige Kämpfe ausgebrochen, die 150 Todesopfer gefordert haben. Ursache war ein Gerichtsurteil über umstrittenes Weideland.

Blumen zum Valentinstag kommen vermehrt aus äthiopischen Treibhäusern. Täglich werden z.Zt. mehr als zwei Millionen Blumen exportiert. In fünf Jahren könnte das Blumengeschäft mehr Devisen bringen als der Kaffee Anbau.

Belachew Girma, früher drogenabhängig und Zuhälter, ist jetzt Lachweltmeister (Rekord 3 Std. und 6 Min.) und Betreiber der ersten Lachschule Afrikas, nachdem er die heilende und befreiende Wirkung das Lachens entdeckt hatte. Er bietet den Waisen und Straßenkindern in Addis Abeba kostenlose Lachtherapien an und unterrichtet einmal pro Woche ehrenamtlich an Schulen. Sonst lässt er sich sein ansteckendes Lachen gut bezahlen, in seinen Seminaren und auf Tournee, besonders in Europa und Amerika.

25 Jahre nach der großen Hungersnot, in der eine Million Äthiopier starben, wird die Regierung nun bestätigen, dass Hungerhilfe für 6.2 Millionen Menschen gebraucht wird. Grund dafür ist die vier Jahre anhaltende Dürre und die erratischen Regenfälle, die die Ernten auf den Feldern und die Weiden für das Vieh ruiniert haben. Oxfam appellierte für 15 Millionen Dollar, ist sich aber auch bewusst, dass importierte Lebensmittel nur kurzfristig Leben retten können. Die Bevölkerung müsse auf die nächste Katastrophe vorbereitet werden. Mit Bewässerungsanlagen, Getreidespeicher und genügend Brunnen brauchte eine Dürre nicht unbedingt Hunger, Elend und Tod bedeuten.

Mit Technologie aus China und dem Westen spioniert die äthiopische Regierung Oppositionelle, Aktivisten und Journalisten aus, berichtet der Afrika – Experte von HRW. Die kleinste Kritik an der Regierung könne zu Kerker und Folter führen. Besonders gefährdet sind Äthiopier, die Kontakte im Ausland haben. Allein durch die allgemeine Angst wurde der Dissens weitgehend zum Schweigen gebracht.

Human Rights Watch kann belegen, dass die äthiopische Regierung Entwicklungsgelder benutzte, um politisch anders Denkende auszuschalten. Nach einer Studie haben nur Regierungstreue Zugang zu Projekten, Kleinkrediten, Saatgut, Kunstdünger und Hungerhilfe. Die Geldgeber müssten sich bewusst werden, dass ihre Spenden zu Menschenrechtsverletzungen beitragen. Äthiopien ist einer der größten Empfänger von Entwicklungshilfe. Da das Land gewisse Erfolge in der Armutsbekämpfung aufweisen kann und ein Hauptverbündeter des Westens in der unsicheren Horn Region ist, wird über manches hinweggesehen.

Mit Äthiopien hat erstmals seit Ausbruch der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie ein afrikanisches Land Verdachtsfälle gemeldet. Untersucht wird die Todesursache von acht Tauben, die an Wasserstellen in der Hauptstadt Addis Abeba und im Osten Äthiopiens gefunden wurden, wie das Landwirtschaftsministerium am 2.12. mitteilte. Mit Ergebnissen sei erst in einigen Tagen zu rechnen.

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