Schlagwort: Äthiopien

Die Äthiopische Investitions Agentur hat im letzten halben Jahr ausländische Investitionen in Höhe von 8 Milliarden Dollar angezogen, vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Bauwesen und Tourismus. Äthiopien bietet Investoren äußerst günstige Bedingungen.

Exsicherheitsminister Tesfaye Woldeselassie und Expolizeichef Legesse Belayneh wurden für schuldig befunden, Tausende von Regimekritiker in Foltercamps in der Phase des „Roten Terrors“ gequält zu haben.

Die EU drückte ihre Besorgnis über die Massierung von Truppen auf beiden Seiten der äthiopisch-eritreischen Grenze aus und rief beide Länder auf, den Grenzentscheidung von Den Haag umzusetzen.

Ein Resolutionsentwurf, der Äthiopien und Eritrea ein Waffen- und Handelsembargo androht, falls sie nicht binnen 30 Tagen die Entscheidung des Schiedsgerichts im Streit um den Grenzverlauf akzeptieren, wurde einstimmig vom UN-Sicherheitsrat angenommen.

Der Weltkirchenrat hat die äthiopische Regierung aufgefordert, alle militärischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung einzustellen, um eine Eskalation der Gewalt zu vermeiden, und politische Gefangene freizulassen. Inzwischen wurden 2.400 verhaftete Demonstranten freigelassen. Die gesamte Führung der Oppositionspartei CUD bleibt in Haft.

Äthiopien, das den julianischen Kalender mit 13 Monaten benutzt, verabschiedete das alte Jahrtausend mit großen Feierlichkeiten. Die Kirche in Äthiopien feiert Heiliges Jahr. Die größte Feier in Deutschland fand in Frankfurt statt, wo mit 3.000 Mitgliedern die größte äthiopische Gemeinde Deutschlands zu Hause ist

Am Sonntag wurden neun verschleppte Ölarbeiter freigelassen, unter ihnen sieben Chinesen. Alle wurden dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz übergeben.

Die „Wüstenblume“ Autorin Waris Dirie sammelt in ihrem neuen Buch Erfahrungen, die sie in Europa und Afrika machte. Alles habe mit Armut zu tun. Deshalb will sie mit ihrem neuen Projekt „Africa Fund“ Frauen in ihrem Heimatland helfen, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Nur so könnten sie Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit erlangen und ihre Töchter vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung bewahren.

Weil in Saudi Arabien die Zahl der Arbeitslosen ständig steigt, wurden 50,000 illegale Arbeitsmigranten, meist aus Äthiopien, in ihre Heimat zurückgeschickt, nachdem sie Hass, Haft und Gewalt erfahren hatten. Die Massenrückführung – es folgen noch 30,000 – belastet auch die äthiopische Regierung: noch mehr Arbeitslosigkeit, die Kosten des Heimtransports (10 Flugzeuge per Tag) und der Verlust der Rücküberweisungen, mit denen die Gastarbeiter ihre Familien versorgten. Nicht wenige unter ihnen wollen demnächst wieder zurück nach Saudi Arabien, diesmal legal. Ausbeutung und Gewalt in der Fremde seien eher zu ertragen als die Armut daheim.

Vier europäische Touristen, die in der Afarwüste von einer Gruppe von 50 Bewaffneten verschleppt wurden, sind in Eritrea wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

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