Schlagwort: Äthiopien

Äthiopien – Nach Rücksprache mit den afrikanischen Bischofskonferenzen, will der Erzbischof von Addis Abeba und designierter äthiopischer Kardinal Berhaneyesus Demerew Souraphiel der katholischen Kirche zum Beobachterstatus bei der Organisation Afrikanischer Staaten (OAU) verhelfen. Mit ihrer Soziallehre und ihren vielseitigen Kontakten könne die Kirche wesentlich zur Arbeit der OAU beitragen.

Äthiopien – Kurz vor der jemenitischen Küste kenterte das Boot bei schlechtem Wetter kurz vor der Küste. Alle an Bord, meist Äthiopier, auch Eritreer und Somalier kamen um. Die Meeresstraße Bab al-Mandeb ist nur 40 km breit aber nicht ungefährlich. Jährlich kommen etwa 100,000 afrikanische Flüchtlinge auf diesem Weg nach Jemen, um in reichere Länder wie Oman und Saudi Arabien weiterzuziehen. 200 der Glücksuchenden sind dieses Jahr ertrunken.

Das israelische Kabinett hat beschlossen, über vier Jahre 8,000 Falash Mura jüdischer Abstammung aus Äthiopien in Israel anzusiedeln. Sie leben noch in Durchgangslagern im Norden Äthiopiens unter erbärmlichen Bedingungen. Israel habe eine moralische Pflicht, diese „komplexe humanitäre Krise“ zu beenden. Schon Tausende Äthiopier wurden aufgenommen, aber da die Vorfahren der Falash Mura im 19. Jahrhundert unter Druck zum Christentum konvertierten, waren sie vom Rückkehr Recht ausgeschlossen.

2.5 Millionen Handy Besitzer in Äthiopien erhalten in diesen Tagen Textnachrichten, die ihnen und ihren Familien ein freies Aids Test anbieten. Die Regierung versucht, die Krankheit einzudämmen. UNICEF schätzt, dass schon 900.000 äthiopische Kinder verwaist sind. Äthiopien folgt noch den im Westen längst aufgegebenen Kalender, der dreizehn Monate in ein Jahr zwängt. Am 11.09. fängt das Jahr 2002 an.

Hunderte von äthiopischen Juden sind in einen Hungerstreik getreten, um ihre Ausreise nach Israel zu erzwingen, auf die sie seit acht Jahren warten. Die Falasha Mura führen ihre Ursprünge auf König Salomon zurück.

Neun Chinesen und 65 Angestellte sind bei einem Angriff auf eine Bohranlage der ‚China Petroleum & Chemical Corporation‘ getötet worden. Sieben chinesische und äthiopische Mitarbeiter wurden verschleppt. Verantwortung hat die speratistische Gruppe ‚Ogaden National Liberation Front‘ (ONLF) übernommen, mit der Begründung, sie dulde eine Ausbeutung der Bodenschätze durch Chinesen und Äthiopier nicht . Die äthiopische Regierung beschuldigt Eritrea, hinter dem Angriff zu stehen.

Ein Obelisk, der von italienischen Truppen während des Feldzugs 1937 nach Italien gebracht wurde, ist nach fast 70 Jhren wieder nach Äthiopien heimgekehrt. Die 24 Meter hohe Steinsäule ist ein religiöses Symbol und ein herausragendes architektonisches Zeugnis des alten Königreiches von Axum.

Nach den entgültigen Ergebnissen der Wahlkommission hat die Regierungspartei von Präsident Meles Zanawi EPRDF bei den Parlamentswahlen 327 der 547 Sitze und damit eine Mehrheit von 59% im Parlament errungen. In mehreren Bezirken mussten die Wahlen wegen Unregelmäßigkeiten wiederholt werden. Die Wahlbeteiligung lag bei 90%.

Das australische Außenministerium hat gewarnt, dass Extremisten während des dort stattfindenden AU Gipfel Bombenanschläge auf Adis Abeba planen. Äthiopien hatte 2006 die somalischen Islamisten von der Macht gedrängt. Seitdem üben sie Rache.

Zum ersten Mal hat die Regierung Lizenzen für zwei private FM-Radiostationen erteilt. Unter der Regierung von Ministerpräsident Meles ist die Pressefreiheit stark eingeschränkt. Viele Journalisten sind im Gefängnis.

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