Schlagwort: Äthiopien

Äthiopien – Ein äthiopischer Regierungssprecher berichtet, dass 20 eritreische Rebellen gefasst wurden, als sie einen Anschlag auf den riesigen im Bau befindlichen Staudamm verüben wollten. 13 von ihnen seien getötet worden. Der eritreische Informationsminister jedoch hält die Anklage für absurd; sie sei mit böser Absicht fabriziert worden. Der Staudamm am Blauen Nil, der größte in Afrika, hat zu manchen Konflikten in der Region geführt, und das Verhältnis zwischen Äthiopien und Eritrea ist auch 25 Jahre nach der Unabhängigkeit noch sehr angespannt.

Äthiopien – Der neue UN Generalsekretär Antonio Guterres würdigte die Bereitschaft vieler afrikanischer Länder, Flüchtlinge aufzunehmen, während anderswo Grenzen dicht gemacht und Mauern hochgezogen werden. Guterres ist zum ersten Mal bei der AU Vollversammlung in Addis Abeba, auf der ein Nachfolger für die scheidende Kommissionsvorsitzende Nkosazana Dlamini-Zuma gewählt wird. Die Staatschefs einigten sich auf Moussa Faki Mahamat, Außenminister und früherer Premier vom Tschad. Er ist bekannt als gestandener Staatsmann, der fließend Englisch, Französisch und Arabisch spricht.

Äthiopien – Seit Beginn des Ausnahmestandes wurden 11.000 Menschen verhaftet, die meisten in der Oromo und Amhara Region, dem Zentrum der heftigsten Demonstrationen und Heimat der ethnischen Gruppen, die 60% der Bevölkerung ausmachen, aber sich ihrer Rechte beraubt fühlen. Auch die Kabinettumbildung mit zwei Oromo Ministern kann die Proteste nicht stoppen. Äthiopien hat bereits Millionen in Tourismuseinkommen eingebüßt. Wogegen voriges Jahr noch 900.000 Touristen die berühmten in Stein gehauenen Kirchen und die Natur Parks besuchten, gibt es jetzt fast nur noch Stornierungen.

Äthiopien – Sie starben in einer Massenpanik, ausgelöst durch das Tränengas der Polizei bei einem Zusammenstoß auf einem religiösen Fest in Bishoftu, 4o km von Addis Abeba. Es ist der jährliche Frühlingswillkomm bei den Oromo Leuten. Äthiopien erlebt zurzeit die stärkste regierungskritische Welle seit zehn Jahren. Proteste werden immer wieder niedergeschlagen. Seit November 2015 soll es hunderte Tote gegeben haben. Die Oromo und Amharen bilden die größte Volksgruppe; ihre Demonstrationen richten sich gegen die ungerechte Behandlung seitens der Regierung.

Äthiopien – Auf dem UN-Gipfel haben gestern die EU, Britannien und die Weltbank einem Plan von Äthiopien zugestimmt, für 500 Mio. Dollar zwei Industrie Parks zu errichten. Äthiopien muss garantieren, dass 30,000 Stellen an Migranten vergeben werden. Dann sollen lokale arbeitslose Jugendliche bedacht werden. Das Projekt könnte ein Modell sein, wie man ärmere Länder unterstützen kann, die viele Flüchtlinge aufnehmen. Die meisten der 700,000 Asylanten kommen aus Südsudan, Eritrea und Somalia. Manche, die Äthiopien als Transit Land nach Europa benutzen, könnten sich auch entscheiden, näher an der Heimat zu bleiben.

Äthiopien – Nach 15 Monaten, in denen kein Tropfen vom Himmel fiel, die Ernten ausfielen, Menschen verhungerten und eine halbe Million Nutztiere verendeten, regnet es wieder. Wenn der Regen anhält, gibt es eine Chance auf eine gute Ernte.

Äthiopien – In Addis Abeba und in zahlreichen anderen Städten gab es blutige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Amnesty international spricht von über 100 Toten. Auslöser war zunächst ein Plan der Regierung, die Hauptstadt auf Kosten der umliegenden Oromia-Region zu erweitern. Die Proteste weiteten sich später auf andere Regionen aus.

Äthiopien – Weil im Mai schon Examensfragen ins Internet gestellt wurden und so die Examen für 254,000 Studenten verschoben werden mussten, hat die Regierung Facebook und alle sozialen Netzwerke für die Examenszeit letzte Woche total gesperrt, angeblich, um Studenten vor Ablenkung zu schützen. Kritiker sehen in der Blockade einen gefährlichen Präzedenzfall. Da die äthiopische Regierung scharf darauf ist, die sozialen Netzwerke total zu kontrollieren, könnten Websitekontrollen und Netzwerksperrungen der Opposition häufiger werden.

Äthiopien – In der Tsorona area, der Grenze zwischen Äthopien und Eritrea, sind neue Kämpfe ausgebrochen. Das Grenzgebiet ist umstritten und das im Jahr 2000 ausgehandelte Abkommen wurde in all den Jahren nicht vollständig umgesetzt; damals sollen 80.000 Menschen umgekommen sein. Eritrea feierte im Mai seine 25 jährige Unabhängigkeit von Äthiopien und wird als Agitator der neuen Kämpfe angesehen.

Äthiopien – Im Gebiet von Gambella, nahe der Grenze zum Südsudan wurden über 200 Zivilisten ermordet, 75 verletzt und etwa 100 Kinder entführt. Sie sollen von den Angreifern über die Grenze gebracht worden sein. Die äthiopische Armee glaubt, dass die Täter Angehörige des Murle Stammes sind, die im Bundesstaat Jonglei leben, und rüstet sich, die entführten Kinder zu finden. Die Murle wurden schon wiederholt beschuldigt, bei Grenzüberfällen Viehherden geraubt und Kinder entführt zu haben, die sie als ihre eigenen aufziehen.

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