Schlagwort: Äthiopien

Äthiopien – Die äthiopische Tigray Region zeigt, dass es möglich ist, durch gemeinschaftliches Handeln und die Einbindung von Jugendlichen und Ehrenamtlichen, die rasante Erosion und die Landverödung, die Hunger und Kriege verursachten, zu bekämpfen. Da die meisten Menschen in den letzten Jahrzehnten durch Dürre ums Leben kamen, müsse die Wüstenbildung eingedämmt werden. Für die Rückgewinnung degradierter Flächen wurde Äthiopien mit dem Future Policy Award (FPA) ausgezeichnet.

Äthiopien – Die Anlage auf dem Flughafen von Addis Abeba ist die größte ihrer Art auf dem Kontinent und ermöglicht Ethiopiea Airleines einen jährlichen Umschlag von 600.000 t. Neben Importen und Exporten für das eigene Land soll der Flughafen als Knotenpunkt für die ganze Region dienen. Eine Erweiterung des Terminals auf eine Kapazität von 1.2 Mio.t pro Jahr ist bereits geplant. Das Cargoterminal bietet wichtige Impulse für die Wirtschaft und Infrastruktur des Landes.

Äthiopien – Die UNO- Gesundheitsorganisation hat in Genf den Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus als Generaldirektor gewählt. Tedros hat als Gesundheitsminister Äthiopiens das Gesundheitssystem weitgehend ausgebaut. In sieben Jahren entstanden 3500 Gesundheitszentren; 38.000 Hilfskräfte wurden in ländlichen Gebieten eingestellt; die Zahl der medizinischen Hochschulen, die viele Ärzte ausbildeten, stieg von 3 auf 33. Kindersterblichkeit durch Infektionen sank um 74%, neue HIV Fälle um 90%. Tedros erhielt große Unterstützung von den Delegierten der 55 afrikanischen UN-Nationen.

Äthiopien – Vier Tage nach dem Erdrutsch an der Koshe Müllhalde in Addis Abeba ist die Zahl der Toten auf 82 gestiegen. Es waren die Menschen, die, um ihren Lebensunterhalt aufzubessern, täglich den Müll durchwühlten. Manche hatten sich dort provisorische Hütten gebaut, die jetzt von der Mülllawine verschüttet sind. Beobachter sehen den Grund für das Unglück in der Überladung der Deponie nach 50 Jahren Nutzung der inzwischen 4 Mio. Einwohner Stadt; andere suchen die Ursache in der im Bau befindenden Anlage, die Müll in Energie umwandeln soll.

Äthiopien – Ein äthiopischer Regierungssprecher berichtet, dass 20 eritreische Rebellen gefasst wurden, als sie einen Anschlag auf den riesigen im Bau befindlichen Staudamm verüben wollten. 13 von ihnen seien getötet worden. Der eritreische Informationsminister jedoch hält die Anklage für absurd; sie sei mit böser Absicht fabriziert worden. Der Staudamm am Blauen Nil, der größte in Afrika, hat zu manchen Konflikten in der Region geführt, und das Verhältnis zwischen Äthiopien und Eritrea ist auch 25 Jahre nach der Unabhängigkeit noch sehr angespannt.

Äthiopien – Der neue UN Generalsekretär Antonio Guterres würdigte die Bereitschaft vieler afrikanischer Länder, Flüchtlinge aufzunehmen, während anderswo Grenzen dicht gemacht und Mauern hochgezogen werden. Guterres ist zum ersten Mal bei der AU Vollversammlung in Addis Abeba, auf der ein Nachfolger für die scheidende Kommissionsvorsitzende Nkosazana Dlamini-Zuma gewählt wird. Die Staatschefs einigten sich auf Moussa Faki Mahamat, Außenminister und früherer Premier vom Tschad. Er ist bekannt als gestandener Staatsmann, der fließend Englisch, Französisch und Arabisch spricht.

Äthiopien – Seit Beginn des Ausnahmestandes wurden 11.000 Menschen verhaftet, die meisten in der Oromo und Amhara Region, dem Zentrum der heftigsten Demonstrationen und Heimat der ethnischen Gruppen, die 60% der Bevölkerung ausmachen, aber sich ihrer Rechte beraubt fühlen. Auch die Kabinettumbildung mit zwei Oromo Ministern kann die Proteste nicht stoppen. Äthiopien hat bereits Millionen in Tourismuseinkommen eingebüßt. Wogegen voriges Jahr noch 900.000 Touristen die berühmten in Stein gehauenen Kirchen und die Natur Parks besuchten, gibt es jetzt fast nur noch Stornierungen.

Äthiopien – Sie starben in einer Massenpanik, ausgelöst durch das Tränengas der Polizei bei einem Zusammenstoß auf einem religiösen Fest in Bishoftu, 4o km von Addis Abeba. Es ist der jährliche Frühlingswillkomm bei den Oromo Leuten. Äthiopien erlebt zurzeit die stärkste regierungskritische Welle seit zehn Jahren. Proteste werden immer wieder niedergeschlagen. Seit November 2015 soll es hunderte Tote gegeben haben. Die Oromo und Amharen bilden die größte Volksgruppe; ihre Demonstrationen richten sich gegen die ungerechte Behandlung seitens der Regierung.

Äthiopien – Auf dem UN-Gipfel haben gestern die EU, Britannien und die Weltbank einem Plan von Äthiopien zugestimmt, für 500 Mio. Dollar zwei Industrie Parks zu errichten. Äthiopien muss garantieren, dass 30,000 Stellen an Migranten vergeben werden. Dann sollen lokale arbeitslose Jugendliche bedacht werden. Das Projekt könnte ein Modell sein, wie man ärmere Länder unterstützen kann, die viele Flüchtlinge aufnehmen. Die meisten der 700,000 Asylanten kommen aus Südsudan, Eritrea und Somalia. Manche, die Äthiopien als Transit Land nach Europa benutzen, könnten sich auch entscheiden, näher an der Heimat zu bleiben.

Äthiopien – Nach 15 Monaten, in denen kein Tropfen vom Himmel fiel, die Ernten ausfielen, Menschen verhungerten und eine halbe Million Nutztiere verendeten, regnet es wieder. Wenn der Regen anhält, gibt es eine Chance auf eine gute Ernte.

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