Schlagwort: Äthiopien

Ende August sollten im Land Wahlen stattfinden, wegen der Corona-Pandemie worden sie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Die Führung von Tigrayan, die in der Provinzhauptstadt Mekele regiert, betrachtet die Wahlverschiebung als verfassungswidrig und verdächtigt Premierminister Abiy Ahmed sich unbefristet an der Macht halten zu wollen. Gegen den Willen der Zentralregierung, das äthiopischen Parlaments hat die Wahlen schon im Vorfeld für ungültig erklärt, werden diese Woche in der Provinz Tigray Wahlen abgehalten. Es wird befürchtet, dass dies zu einer Verfassungskrise und Auflösung des Vielvölkerstaats führen könnte.

Anlässlich des äthiopischen Neujahrsfestes 2013 wollen die Behörden der Hauptstadt Addis Abeba Hunderttausende von Brotlaiben kostenlos verteilen. Erst im Juni entstand am Rande der Hauptstadt eine riesige Bäckerei, die offiziellen Angaben zufolge täglich zwei Millionen mittelgroße Brotlaibe produzieren kann. Brot ist ein Lieblingsessen in Addis Abeba, wo Schlangen vor Bäckereien keine Seltenheit sind. In Äthiopien beginnt das neue Jahr 2013 am 11. September 2020.

Während Äthiopien die erste abgeschlossene Flutung des gigantischen Stausees am Blauen Nil feiert, wütet Ägypten, dass dies ohne gültiges Einvernehmen geschehen ist. Äthiopien wollte die Regenzeit zum Füllen der Becken ausnutzen und lässt sich nicht auf Wassermengen und Fristen festlegen, um durch die zu erwartende Stromversorgung die Entwicklung des Landes voranzutreiben. Ägypten hingegen. das bis zu 97% vom Nil Wasser abhängt, fürchtet, dass seine Felder veröden und die Trinkwasser Brunnen für hundert Millionen Menschen austrocknen. Nachbarstaaten und der UN-Sicherheitsrat versuchen, eine „faire ausgewogene Lösung“ zu erreichen.

Äthiopien – Die Regierung hat Zusammenstöße in der Oromo- und Somali-Regionen bestätigt. Die Oromos, sind die größte ethnische Gruppe Äthiopiens, aber von politischer und wirtschaftlicher Macht ausgegrenzt. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tötungen und Massenfestnahmen. Seit Monaten besteht in Teilen Äthiopiens eine Kommunikationssperre und das Mobilfunknetzt ist lahmgelegt. Im August 2020 sollen Wahlen abgehalten werden.

Äthiopien – Premierminister Abiy Ahmed ermutigt Flüchtlinge zurückzukehren. Als Reaktion darauf kehrten 76 aus Kenia und 128 aus Tansania heim. Nach Aussagen des Außenministeriums, sind im Laufe des letzten Jahres mehr als 120.000 Äthiopier aus mehr als 10 Ländern, im Rahmen einer neuen Initiative der Regierung zurückgebracht worden. Der Kommunikationsbeauftragter der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) in Kenia, stellte fest, dass die Flüchtlinge und die Aufnahmeländer sich einig seien, dass die Situation in Äthiopien sich zum Besseren gewandelt hat. Die Regierung hat angekündigt, 63 prominente Politiker der Opposition, die im Rahmen eines Umsturzversuchs verhaftet worden waren, wieder freizulassen.

Äthiopien – Als Abba Aklilemariyam Komos in einer Stadt im Gebiet East Hararge, Oromia, die zerfallene Kirche aufbauen wollte, aber sah, dass die Moschee genauso schlecht dran war und die örtlichen Gemeinden nicht die Mittel hatten, dachte er, er würde „Gott enttäuschen“, wenn er nur die Kirche bauen würde. Also sammelte er Geld und wandte sich an verschiedene Instanzen. Inzwischen befinden sich beide Gotteshäuser, Kirche und Moschee, im Bau. „Unser Glaube ist verschieden, aber unsere Liebe nicht“, erklärte der äthiopisch-orthodoxe Priester.

Äthiopien – Die oft milliardengroßen Heuschreckenschwärme, die seit Monaten immer wieder von Jemen her kommend sich am Horn von Afrika niederlassen und in Somalia und Äthiopien schon ganze Ernten zerstört haben, sind jetzt auch ein Hindernis für die Luftfahrt. Letzte Woche geriet eine Boeing 737-700 von Ethiopian Airlines im Landeflug auf Dire Dawa in einen Schwarm. Die Heuschrecken gelangten in die Triebwerke und verklebten die Windschutzscheiben. Nach zwei misslungenen Landeversuchen gelang den Piloten nur durch ein Ausweichen nach Addis Abeba eine sichere Landung.

Äthiopien – Das Volk der Sidama, nur etwa 4% der Gesamtbevölkerung von 109 Millionen Einwohnern, hat sich in einem Referendum überwältigend (mit 98.5%) für mehr Autonomie entschieden. Die Minderheit kann jetzt selbst über Steuern, Bildung und Sicherheit entscheiden. Während der äthiopische Premier Abiy Ahmed, der neueste Friedensnobelpreisträger, die Entscheidung als demokratische Entwicklung sieht, befürchten andere einen Zerfall des Landes. Allein im Süden streben 10 weitere Volksgruppen solch einen Weg an.

Äthiopien – Die UNO warnt, dass das erntefressende Insekt in die Nachbarländer Kenia, Eritrea und Sudan übergreifen könnte, wenn die Plage in 4 der 9 Staaten nicht sofort gelöst wird. Viele Landwirte in Amhara haben bereits 100% ihrer Ernte verloren. Die Unsicherheit im Land erschwert, laut FAO, die nötigen Kontroll- maßnahmen. Nun versucht man, das Problem aus der Luft zu lösen. Die FAO schätzt, dass die Heuschrecken, die sich vor drei Monaten vom Jemen her kommend verbreitet haben, 1.8 Mio. Tonnen Vegetation pro Tag fraßen.

Äthiopien – Gerade hatte der Premier Abiy Ahmed den Friedensnobelpreis für seine Friedensarbeit im Land und mit dem Nachbarn Eritrea erhalten, als blutige Unruhen ausbrachen, bei denen 86 Menschen umkamen und über 400 festgenommen wurden. Sie zeigen, dass die Lage noch ethnisch und sozial explosiv ist. Auch Kirchen und Moscheen wurden beschädigt. Die meisten Äthiopier stehen hinter Abiy Ahmed. Die Lage hat sich beruhigt und die Regierung sucht den Dialog zwischen den verschiedenen Gruppen.

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