Schlagwort: Äthiopien

Äthiopien – Premierminister Abiy Ahmed ermutigt Flüchtlinge zurückzukehren. Als Reaktion darauf kehrten 76 aus Kenia und 128 aus Tansania heim. Nach Aussagen des Außenministeriums, sind im Laufe des letzten Jahres mehr als 120.000 Äthiopier aus mehr als 10 Ländern, im Rahmen einer neuen Initiative der Regierung zurückgebracht worden. Der Kommunikationsbeauftragter der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) in Kenia, stellte fest, dass die Flüchtlinge und die Aufnahmeländer sich einig seien, dass die Situation in Äthiopien sich zum Besseren gewandelt hat. Die Regierung hat angekündigt, 63 prominente Politiker der Opposition, die im Rahmen eines Umsturzversuchs verhaftet worden waren, wieder freizulassen.

Äthiopien – Als Abba Aklilemariyam Komos in einer Stadt im Gebiet East Hararge, Oromia, die zerfallene Kirche aufbauen wollte, aber sah, dass die Moschee genauso schlecht dran war und die örtlichen Gemeinden nicht die Mittel hatten, dachte er, er würde „Gott enttäuschen“, wenn er nur die Kirche bauen würde. Also sammelte er Geld und wandte sich an verschiedene Instanzen. Inzwischen befinden sich beide Gotteshäuser, Kirche und Moschee, im Bau. „Unser Glaube ist verschieden, aber unsere Liebe nicht“, erklärte der äthiopisch-orthodoxe Priester.

Äthiopien – Die oft milliardengroßen Heuschreckenschwärme, die seit Monaten immer wieder von Jemen her kommend sich am Horn von Afrika niederlassen und in Somalia und Äthiopien schon ganze Ernten zerstört haben, sind jetzt auch ein Hindernis für die Luftfahrt. Letzte Woche geriet eine Boeing 737-700 von Ethiopian Airlines im Landeflug auf Dire Dawa in einen Schwarm. Die Heuschrecken gelangten in die Triebwerke und verklebten die Windschutzscheiben. Nach zwei misslungenen Landeversuchen gelang den Piloten nur durch ein Ausweichen nach Addis Abeba eine sichere Landung.

Äthiopien – Das Volk der Sidama, nur etwa 4% der Gesamtbevölkerung von 109 Millionen Einwohnern, hat sich in einem Referendum überwältigend (mit 98.5%) für mehr Autonomie entschieden. Die Minderheit kann jetzt selbst über Steuern, Bildung und Sicherheit entscheiden. Während der äthiopische Premier Abiy Ahmed, der neueste Friedensnobelpreisträger, die Entscheidung als demokratische Entwicklung sieht, befürchten andere einen Zerfall des Landes. Allein im Süden streben 10 weitere Volksgruppen solch einen Weg an.

Äthiopien – Die UNO warnt, dass das erntefressende Insekt in die Nachbarländer Kenia, Eritrea und Sudan übergreifen könnte, wenn die Plage in 4 der 9 Staaten nicht sofort gelöst wird. Viele Landwirte in Amhara haben bereits 100% ihrer Ernte verloren. Die Unsicherheit im Land erschwert, laut FAO, die nötigen Kontroll- maßnahmen. Nun versucht man, das Problem aus der Luft zu lösen. Die FAO schätzt, dass die Heuschrecken, die sich vor drei Monaten vom Jemen her kommend verbreitet haben, 1.8 Mio. Tonnen Vegetation pro Tag fraßen.

Äthiopien – Gerade hatte der Premier Abiy Ahmed den Friedensnobelpreis für seine Friedensarbeit im Land und mit dem Nachbarn Eritrea erhalten, als blutige Unruhen ausbrachen, bei denen 86 Menschen umkamen und über 400 festgenommen wurden. Sie zeigen, dass die Lage noch ethnisch und sozial explosiv ist. Auch Kirchen und Moscheen wurden beschädigt. Die meisten Äthiopier stehen hinter Abiy Ahmed. Die Lage hat sich beruhigt und die Regierung sucht den Dialog zwischen den verschiedenen Gruppen.

Äthiopien – Der junge Premier Abiy Ahmed – sein Vater Muslim und Oromo, seine Mutter Christin und Amharin – war schon als Vermittler prädestiniert. Mit atemberaubendem Reformtempo befreite er tausende politische Gefangene, hob den Ausnahmezustand auf, öffnete das Land für Investoren, gab die Hälfte aller Ministerposten an Frauen, sprach von Versöhnung und Demokratie und beendete nach über 18 Jahren den Krieg mit dem Nachbarland Eritrea. Er wurde Friedensstifter am Horn von Afrika, aber interne Konflikte, lange aufgestaut, mehrten sich; er überlebte zwei Attentate. Nur wenn er die Probleme im Land mit seinen 80 Ethnien überwinden und Millionen junger Äthiopier Arbeit verschaffen kann, hat er eine Chance. Der Friedensnobelpreis sollte ihm Ansporn geben. Die diesjährige Vergabe in die 100. in der Geschichte; der 99. Gewinner war auch ein Afrikaner, der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege.

Äthiopien – Der Grand Renaissance Dam, den Äthiopien am Blauen Nil zu massiver Stromerzeugung baut, nähert sich der Vollendung, doch Äthiopien, Sudan und Ägypten können sich nicht auf ein faires Abkommen der Wasserverteilung einigen. Das Wüstenland Ägypten, das 90% seines Süßwassers aus dem Nil bezieht, bangt um seine Lebensader und fordert, dass Äthiopien eine höhere Wassermenge aus dem entstehenden Stausee freigibt als bisher geplant. Nun hat es die internationale Gemeinschaft um Vermittlung gebeten.

Äthiopien – Eine junge Äthiopierin hat 30 Minuten nach Geburt ihres Sohnes im Krankenhausbett ihr Examen geschrieben und mit 75% passiert. Der Papa verpasste die Geburt, weil er unterwegs war, um Erlaubnis und Papiere zu erhalten. Die ambitionierte Mutter wollte trotz Erschöpfung weiterkommen; sie strebt ein Ingenieurstudium an. Der Spitzname des Kleinen ist der Name von Mamas Schule „Abdi Bori“, übersetzt „Hoffnung von morgen“.

Äthiopien – Bei einem Ausflug der Studentendelegation der Technion Universität in die Danakil Wüste hat sich eine 21-jährige israelische Studentin wahrscheinlich verirrt und starb. Drohnen und Hubschrauber fanden nach langer Suche ihre Leiche. Mit 50°C ist die Danakil Senke an der Grenze zu Eritrea einer der heißesten Orte der Erde. Vom Kraterrand des Erta Ale Vulkans kann man den brodelnden Lavasee beobachten. Dieser menschenfeindliche Ort ist trotz aller Gefahren äußerst faszinierend mit seinen Salzseen, bunten Schwefellandschaften und endlosen Kamelkarawanen.

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