Schlagwort: Afrika

Google Speech hat in Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam des AI Research Center in Accra, Ghana, die Einführung von Sprachsuche, Talk-to-Type auf Gboard und Spracheingabe auf Translate für 15 weitere afrikanische Sprachen angekündigt. Zu den neuen Sprachen gehören Chichewa, Hausa, Igbo, Kikuyu, Nigerian Pidgin, Oromo, Rundi, Shona, Somali, Tigrinya, Twi, South Ndebele, Swati, Tswana und Yoruba. Damit steigt die Gesamtzahl der Sprachen mit Sprachunterstützung in Afrika auf 25 und weltweit auf insgesamt 94 Sprachen. Zu den afrikanischen Sprachen mit Spracheingabe, die bereits auf Translate verfügbar sind, gehören Afrikaans, Amharisch, Kinyarwanda, Sepedi, Sesotho, Swahili, Tsonga, Xhosa und Zulu. Die Ermöglichung der Spracheingabe in diesen neuen Sprachen verbessert die digitale Zugänglichkeit für etwa 300 Millionen Menschen auf dem gesamten Kontinent und gibt ihnen die Freiheit, mit dem Internet zu interagieren und über die Modalität zu kommunizieren, die für viele Menschen am natürlichsten ist: ihre Stimme.

Das Gipfeltreffen des Gemeinsamen Marktes für das östliche und südliche Afrika , in Bujumbura, Burundi, markiert das 30-jährige Bestehen von COMESA, der größten regionalen Wirtschaftsorganisation Afrikas mit 21 Mitgliedstaaten, darunter Burundi, DR Kongo, Äthiopien, Ruanda und Sudan. Auf dem Gipfel wird der Präsident von Burundi, Evariste Ndayishimiye, den COMESA-Vorsitz von Sambias Präsident Hakainde Hichilema übernehmen. Die Ziele von COMESA sind die Stärkung der wirtschaftlichen Integration, die Konfliktverhütung und die Förderung der Entwicklung. Auf der Tagesordnung des Gipfels stehen Diskussionen über Frieden, Sicherheit und Staatsführung sowie über die Konflikte im Ostkongo, im Sudan und in anderen Teilen der Region.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, dass über 70 Millionen Kinder in den Hochrisikoländern Burkina Faso, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Mali, Republik Niger und Nigeria im Jahr 2024 gegen das Polio-Virus geimpft worden sind.  Die WHO fügte hinzu, dass das Polio-Virus trotz der Bemühungen in der Tschadsee- und Sahel-Region aufgrund von Faktoren wie Unsicherheit, eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsfürsorge und starken Bevölkerungsbewegungen fortbesteht, und wies darauf hin, dass allein im Jahr 2024 134 Polio-Nachweise des Typs 2 (sowohl in der Umwelt als auch bei den betroffenen Menschen, Stand: 5. September) in den Ländern rund um den Tschadsee gemeldet wurden.

Uganda hat mit dem türkischen Bauunternehmen Yapi Merkezi einen Vertrag im Wert von 3 Mrd. USD (rund 10,8 Billionen Schilling) über den Bau eines 272 km langen Eisenbahnabschnitts unterzeichnet. Die Vereinbarung betrifft den ersten Abschnitt einer geplanten 1.700 km langen Eisenbahnstrecke, die 2,7 Milliarden Euro kosten soll. Der Bau soll im November beginnen und wird 48 Monate dauern. Das Northern Corridor Integration Projects (NCIP) zielt darauf ab, Uganda, Kenia, Ruanda und den Südsudan miteinander zu verbinden. Kenia baut die Strecke von Naivasha nach Malaba und Kisumu aus. Die Nordkorridor-Integrationsprojekte umfassen 14 Bereiche, in denen die vier Länder zusammenarbeiten. Der Nördliche Korridor verbindet den Hafen von Mombasa in Kenia mit Kampala, Kigali, Bujumbura, Juba und Städten im Osten der DRK.

Unter dem Motto „Afrika: Vereint im Frieden, stark in der Sicherheit“, begann im Adwa Memorial Museum in Addis Abeba die erste dreitägige Konferenz der afrikanischen Verteidigungsminister. An der Konferenz nehmen afrikanische Verteidigungsminister, Vertreter regionaler Organisationen, hochrangige Militäroffiziere, in Addis Abeba ansässige Militärattachés und mit militärischen Angelegenheiten befasste Wissenschaftler teil.

Das chinesische Marineschiff Xu Chang liegt derzeit zu einem dreitägigen Besuch in Port Victoria vor Anker. Als Geste der Freundschaft und der diplomatischen Beziehungen zwischen den Seychellen und China versammelten sich mehrere Personen im Hafen, um das Schiff zu begrüßen. Die Gruppe umfasste die chinesische Gemeinschaft, bestehend aus chinesischen Staatsangehörigen, die im Land leben, sowie Seychellois, deren Vorfahren aus China stammen. Es waren auch Studenten der Seychelles Tourism Academy (STA) und der Seychelles Maritime Academy (SMA) sowie andere Gruppen und Verbände anwesend. Anschließend konnte das Schiff besichtigt werden. Brigadier Michael Rosette Chef der Verteidigungsstreitkräfte der Seychellen,  sagte, der Besuch sei „ein Zeichen der militärischen Zusammenarbeit zwischen China und den Seychellen. Dieses Schiff ist Teil eines Einsatzverbandes, der im Roten Meer patrouillierte und nun auf dem Heimweg ist.

Chinesische Menschenhändlerkartelle verlangen angeblich bis zu 200 000 Rand pro Kopf von der kenianischen Regierung, um ihre Bürger freizubekommen, nachdem sie mit dem Versprechen auf Jobs als Kundenbetreuer in Thailand nach Myanmar gelockt wurden. Die Kartelle rechtfertigten die geforderten Beträge damit, dass sie effektiv bis zu R110 000 für Sklaven zahlten. Trotz der Warnungen der Regierung reisen junge Kenianer weiterhin nach Myanmar, nachdem sie kolossale Summen an Anwerber für nichtexistierende Jobs in Thailand bezahlt haben. Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Jobs in Kryptowährung und Kundenbetreuung, die angeblich in Thailand angeboten werden, in Wirklichkeit Betrugsjobs in Myanmar sind. Rekrutierer haben es auch auf Menschen aus Äthiopien und Uganda abgesehen, die verzweifelt nach Arbeit suchen.

Die 26 ärmsten Länder, in denen etwa 40 % der ärmsten Menschen der Welt leben, sind nach einem Bericht der Weltbank so hoch verschuldet wie seit 2006 nicht. Die untersuchten 26 Staaten mit einem Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 1.145 Dollar im Jahr seien, heute im Schnitt ärmer als vor der Coronapandemie, während sich der Rest der Welt davon weitgehend erholt habe. Die Liste umfasst Afghanistan, Jemen, Syrien und Nordkorea. Die meisten anderen Länder liegen in Afrika südlich der Sahara, auch Äthiopien und der Tschad gehören dazu.

Bis heute haben insgesamt 17 afrikanische Länder mehr als 60 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, und neben dem Senegal haben auch Dschibuti und Simbabwe in den letzten 12 Monaten ihre ersten Satelliten in Betrieb genommen. Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren Dutzende weiterer afrikanischer Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden. Dennoch verfügt der Kontinent derzeit über keine eigenen Startanlagen für den Weltraum. Europa, China und die USA haben sich alle an zahlreichen afrikanischen Raumfahrtprogrammen beteiligt. Dies hat dazu beigetragen, afrikanische Technologie in die Umlaufbahn zu bringen, aber es ist auch ein wichtiges diplomatisches Instrument. Beobachter haben darauf hingewiesen, dass es bei den afrikanischen Raumfahrtprogrammen nicht nur darum geht, afrikanische Nationen in den Weltraum zu bringen – sie sind bis zu einem gewissen Grad auch Arenen, in denen einige der mächtigsten Länder der Welt miteinander konkurrieren.

Das BRICS-Gipfeltreffen findet vom 22. bis 24. Oktober in Kasan statt und ist die wichtigste Veranstaltung im Rahmen der russischen Präsidentschaft im Jahr 2024. Neben den Staats- und Regierungschefs der Länder der Gruppe wurden auch Vertreter aus Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika zu dem Treffen eingeladen. Sie werden an dem Gipfel im BRICS+-Format teilnehmen. BRICS gehören10 Staaten an: Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Im September erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, dass bereits 34 Staaten ihren Wunsch geäußert haben, der BRICS-Gruppe beizutreten. Zum jetzigen BRICS-Gipfel werden Vertreter von 32 Ländern kerwartet, 24 Delegationen werden von den Staatsoberhäuptern geleitet.

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