Schlagwort: Namibia

Namibia und China haben mit dem offiziellen Start einer gemeinsamen KI-Satelliteninitiative, eine neue Etappe in ihrer Zusammenarbeit im Weltraumbereich eingeleitet.  die Initiative zielt darauf ab, die technischen Kapazitäten Namibias in den Bereichen Satellitentechnik und Weltraumwissenschaft zu stärken. Diese Initiative baut auf langfristigen bilateralen Technologieabkommen auf; sie knüpft an die von China unterstützte Satelliten-Bodenempfangsstation (SGDRS) außerhalb von Windhoek an. Das KI-gestützte Satellitensystem verarbeitet Daten direkt im Orbit.

Mehr als 1.000 ehemalige namibische Fischereiarbeiter haben die isländische Staatsanwaltschaft gebeten, sie als Opfer in Strafverfahren im Zusammenhang mit dem „Fishrot“-Korruptionsskandal anzuerkennen, in den das isländische Fischereiunternehmen Samherji verwickelt ist. Die Arbeiter argumentierten, dass die mutmaßliche Korruption sie ihre Arbeitsplätze gekostet und zu finanziellen Notlagen, Unsicherheit in Bezug auf Ernährung und Wohnraum, Verschuldung sowie psychischen Belastungen geführt habe. Sollten die Anträge angenommen werden, könnten sie einen rechtlichen Präzedenzfall schaffen, indem sie ausländischen Opfern mutmaßlicher Korruption die Teilnahme an isländischen Strafverfahren ermöglichen und ihnen die formelle Anerkennung sowie eine Entschädigung für den erlittenen Schaden verschaffen. Im „Fishrot“-Skandal werden prominente Politiker und Geschäftsleute beschuldigt, Machenschaften betrieben zu haben, um die Kontrolle über wertvolle Fangquoten zu erlangen. Es wird vermutet, dass sie diese anschließend gegen Schmiergeldzahlungen an das isländische Fischereiunternehmen Samherji weitergeleitet haben.

Der Klimawandel und unberechenbare Wetterextreme verändern die Situation bei durch Stechmücken übertragenen Krankheiten. In Malaria-Hotspots wird die Krankheit verstärkt und in bisher nicht betroffene Regionen neue Fälle gemeldet. Das auftretende Wetterphänomen La Niña hat Anfang 2026 in Teilen des südlichen Afrikas überdurchschnittliche Niederschläge brachte und Überschwemmungen verursachte, die zu mehr Brutstätten für Mücken führten. Einen Anstieg der Malariafälle von 68 % (8.760 Fälle) gegenüber dem Vorjahr meldete Namibia.  Das von Überschwemmungen heimgesuchte Mosambik verzeichnete in den ersten sechs Wochen des Jahres mehr als 1,35 Millionen Fälle, ein Anstieg um 55 %. Gauteng, in dem Johannesburg und Pretoria liegen und in der Malaria nicht endemisch ist, verzeichnete in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 mehr als 400 Fälle und 11 Todesfälle. Experten berichten, dass die alte Annahme, Malaria trete ausschließlich in den Sommermonaten auf, nicht mehr zutrifft, da sich die Krankheit mittlerweile auch im Winter ausbreitet

Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah hat die von den Überschwemmungen betroffenen Bewohner der Region Zambezi aufgefordert, den von der Regierung verteilten Reis anzunehmen und ihren Widerstand gegen Umsiedlungsbemühungen aufzugeben. Die Überschwemmungen, seit Januar, haben Dörfer in den Wahlkreisen Kabbe South und Kabbe North unter Wasser gesetzt. Der Reis, Teil einer Spende aus Südkorea, wurde von einigen Bewohnern abgelehnt, die Maismehl bevorzugten und mit der Zubereitung des Reises nicht vertraut sind. Die Behörden gaben an, dass wichtige Versorgungsdienste, darunter Schulen und Kliniken, unterbrochen seien. Hilfsgüter wie Zelte, Lebensmittel und Wasservorräte wurden verteilt. Ein Umsiedlungslager, im Wahlkreis Sibbinda, wurde eingerichtet.

Die Regierung hat einen Antrag von Starlink , des Milliardärs Elon Musk, auf den Betrieb seiner Satelliten-Internetdienste im Land abgelehnt habe, was dem Unternehmen einen zweiten Rückschlag im südlichen Afrika beschert. Starlink ist es auch nicht gelungen, eine Lizenz im benachbarten Südafrika zu erhalten, wo Eigentumsvorschriften den Markteintritt ebenfalls verhindert haben. Telekommunikationsunternehmen, die in Südafrika tätig sind, einschließlich solcher mit ausländischen Investitionen, sind derzeit verpflichtet, 30 % des Eigenkapitals an historisch benachteiligte Gruppen abzugeben. Die Folgen der durch die Apartheid hinterlassenen rassischen Ungleichheit sollen so abgemildert werden. Der in Südafrika geborene Musk hat sich geweigert, Anteile abzugeben, und bezeichnete die Politik zur Stärkung der schwarzen Bevölkerung als „offen rassistisch“. Die Nutzung von Starlink-Diensten oder der Import von Terminals bleibt in Namibia damit weiterhin illegal. Die Behörden haben bereits in der Vergangenheit vor strafrechtlicher Verfolgung und der Beschlagnahmung illegaler Geräte gewarnt. 

Das Bildungsministerium hat aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums und des Mangels an Klassenzimmern Schwierigkeiten, über 1.000 Schüler landesweit in Schulen unterzubringen. In dicht besiedelten Regionen wie Khomas bleiben Kinder auch drei Wochen nach Beginn des Schuljahres noch zu Hause. Der Bildungsdirektor von Ohangwena, Isak Hamatwi, sagt, dass in seiner Region über 500 Schüler noch auf einen Schulplatz warten, wobei die Bezirke Eenhana, Ondobe, Okongo und Otunganga am stärksten betroffen sind.

Die Namibia University of Science and Technology (NUST) hat die ersten Studiengänge des Landes im Bereich künstliche Intelligenz (AI) eingeführt. Sie positioniert sich damit als Vorreiter in der AI-Ausbildung in Namibia. Es gibt Bachelor-Studiengänge in künstlicher Intelligenz (BA und BA Honours). Laut NUST sollen die Studiengänge die Integration von AI in verschiedenen Sektoren unterstützen und Absolventen mit den Fähigkeiten ausstatten, die für die Teilnahme an einer sich schnell entwickelnden digitalen Wirtschaft erforderlich sind. NUST gab außerdem bekannt, dass sie Kurzkurse im Bereich Künstliche Intelligenz entwickelt, die eine breitere Kompetenzentwicklung im ganzen Land unterstützen soll. 

Die Regierung hat über 115 Millionen N$ für Infrastruktur und Unterstützungsleistungen für Namibier ausgegeben, die im September letzten Jahres aus Botswana zurückgekehrt sind. Die Investitionen flossen in die Einrichtung eines Aufnahmezentrums in Gam, die Installation einer modernen Wasserinfrastruktur, einen Mehrzweck-Kraal, sanitäre Einrichtungen, Sicherheitsvorkehrungen und die monatliche Versorgung mit Lebensmitteln. Sechs Farmen wurden erworben und werden an berechtigte Personen mit Viehbestand vergeben.

Die regierende Swapo-Partei hat bei den Kommunalwahlen einen großen Sieg errungen und über 52 % aller Sitze landesweit gewonnen – ein Anstieg von fast 40 % seit den Wahlen 2020. Die Wahlbeteiligung lag bei weniger als 40 %. Das Abschneiden der oppositionellen Bewegung Affirmative Repositioning (AR), die zum ersten Mal an Kommunalwahlen teilnahm, überraschte viele. Sie sicherte sich neun Sitze in lokalen Behörden, darunter in der Stadt Windhoek. Die Independent Patriots for Change (IPC) verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Die Partei erzielte 15,01 % der Stimmen, gegenüber 21,20 % vor fünf Jahren. Auch die Landless People’s Movement (LPM) musste einen Rückgang ihrer Unterstützung hinnehmen, insbesondere in der Region //Karas, ihrer Hochburg, wo sie 5,85 % der Stimmen erhielt, verglichen mit 14,21 % im Jahr 2020. Weitere Parteien waren die PDM mit 5,24 % und die UDF mit 4,14 %, während kleinere politische Gruppierungen und Vereinigungen zusammen 17,36 % der Stimmen auf sich vereinigten.

Minister Esperance Luvindao hat einen Ausbruch des tödlichen Krim-Kongo-Fiebers (CCHF) bestätigt, für das es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Das Kongo – Fieber wird hauptsächlich durch Bisse infizierter Zecken übertragen, insbesondere der Gattung Hyalomma. Eine Übertragung kann auch erfolgen, wenn Menschen bei der Schlachtung und Zerlegung mit infiziertem Vieh, kontaminiertem Tierblut oder -gewebe in Kontakt kommen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls durch Kontakt mit infiziertem Blut oder Körperflüssigkeiten möglich. Namibia hat bereits früher Ausbrüche von CCHF verzeichnet, wobei zwischen 2016 und 2023 sieben Infektionen und vier Todesfälle mit einer Sterblichkeitsrate von 57 % gemeldet wurden.

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