Schlagwort: Afrika

Wenn Mücken jemanden stechen, der das Medikament Nitisinon einnimmt, sterben sie innerhalb von 24 Stunden, da sie das Blut nicht verdauen können. Das Medikament verhindert nicht die Übertragung von Malaria, aber es könnte die Mückenpopulationen erheblich reduzieren. Es kann auch verdampft und wie ein herkömmliches Insektizid verwendet werden. Feldversuche sind in Planung und geben neue Hoffnung im Kampf gegen die Malaria, an der im Jahr 2023 fast 600.000 Menschen starben. Moskitos gelten als die tödlichsten Tiere der Welt.

MTN Südafrika und der amerikanische Satellitenbetreiber Lynk Global haben erfolgreich das erste afrikanische Mobiltelefonat über Satellit abgewickelt und damit einen wichtigen Schritt zur Ausweitung der Telekommunikationsabdeckung in unterversorgten und ländlichen Gebieten gemacht. Der Meilenstein-Anruf fand in Vryburg in der Nordwestprovinz statt. Ein Standard-Smartphone wurde mit einem LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) verbunden. Satellitentelefone ermöglichen die Sprachtelefonie auch in Regionen ohne Mobilfunkempfang. Das Bestreben nach satellitengestützter Mobilfunkabdeckung gewinnt in ganz Afrika an Dynamik. Der rivalisierende Telekommunikationsbetreiber Cell C prüft ebenfalls Satellitenpartnerschaften, während Vodacom eine Zusammenarbeit mit Amazons LEO-Satellitennetzwerk Project Kuiper im Jahr 2023 angekündigt hat. Darüber hinaus hat SpaceX’s Starlink vor kurzem seine Satellitenkonstellation für Direktverbindungen zu Mobiltelefonen fertiggestellt, die Internetanschlüsse für unveränderte mobile Geräte in abgelegenen Regionen bereitstellen soll.

AltSchool Africa (eine digital basierte Lernplattform, 2021 gegründet) hat die Initiative „AI for 10M Africans“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein groß angelegtes Programm, das 10 Millionen Menschen auf dem gesamten Kontinent kostenlos Zugang zu künstlicher Intelligenz (KI) verschaffen soll. Die Initiative zielt darauf ab, KI-Konzepte zu vereinfachen, Missverständnisse auszuräumen und die Menschen mit dem Wissen auszustatten, das sie benötigen, um KI in ihre Karrieren und ihr tägliches Leben zu integrieren. Das Programm ist so strukturiert, dass es Lernende aller Niveaustufen anspricht. Es beginnt mit Einführungskursen, bevor es zu fortgeschrittenen Themen wie maschinelles Lernen, Datenwissenschaft, KI-Engineering und realen KI-Anwendungen übergeht. Um die Zugänglichkeit zu verbessern, werden die Kurse in mehreren Sprachen angeboten, darunter Englisch, Französisch, Swahili und Arabisch.

Das Panafrikanische Zahlungsverkehrs- und Abrechnungssystem (PAPSS) wird noch in diesem Jahr einen neuen afrikanischen Währungsmarktplatz einführen, der den grenzüberschreitenden Handel und die finanzielle Integration auf dem gesamten Kontinent revolutionieren soll. Mit der Unterstützung von 15 Zentralbanken und der Integration von 150 Geschäftsbanken will PAPSS die anhaltenden Liquiditäts- und Devisenprobleme Afrikas angehen, indem es den direkten Handel zwischen lokalen Währungen ermöglicht. Durch diese Initiative entfällt die Abhängigkeit von Fremdwährungen wie dem US-Dollar, was die Kosten senkt und die Effizienz für Unternehmen und Privatpersonen verbessert. Der neue PAPSS-Marktplatz bringt Käufer und Verkäufer verschiedener afrikanischer Währungen zusammen und ermöglicht so nahtlose Transaktionen. So kann beispielsweise eine äthiopische Fluggesellschaft, die Einnahmen in nigerianischen Naira erzielt, ihre Gelder direkt mit einem nigerianischen Unternehmen tauschen, das äthiopische Birr benötigt, so dass der Umtausch in Dollar entfällt.

US-Regierung plant Einreiseverbote und erschwerte Einreisebedingungen für Bürger von insgesamt 43 Staaten. Auf der roten Liste, alle Einreisen verboten, stehen: Libyen, Somalia, Sudan. In der orangenen Liste, Visa stark eingeschränkt, finden sich: Eritrea, Sierra Leone, Südsudan. Auf der gelben Liste, 60 Tage Zeit, um Sicherheitsmängel zu beheben (ohne diese zu benennen) stehen:   Angola, Benin, Burkina Faso, Kamerun, Kap Verde, Tschad, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo, Äquatorialguinea, Gambia, Malawi, Mali, Mauretanien, Sao Tome und Principe, und Simbabwe.

Liberia sieht sich angesichts des Zustroms burkinischer Flüchtlinge mit wachsenden Sicherheitsbedenken konfrontiert. Schätzungsweise 23.000 burkinischen Flüchtlingen sind allein im Bezirk Grand Gedeh registriert und etwa 40.000 halten sich vermutlich in der südöstlichen Region auf. Die Situation in Liberia ist kein Einzelfall, sondern Teil einer umfassenderen regionalen Krise in Westafrika. Burkina Faso, das Herkunftsland der Flüchtlinge, hat mit einer schweren Sicherheitskrise zu kämpfen, die durch gewalttätigen Extremismus, ethnische Konflikte und politische Instabilität gekennzeichnet ist. Die Auswirkungen dieser Krise sind in den Nachbarländern Mali, Niger und jetzt auch Liberia zu spüren. Die grenzüberschreitenden Flüchtlingsströme machen deutlich, wie eng die regionalen Sicherheitsprobleme miteinander verknüpft sind.

Im Süden Äthiopiens haben sich tausende von Menschen zu einem dem größten kulturellen Ereignis des Landes versammelt. Alle acht Jahre findet die einwöchigen Gada-Zeremonie, die offizielle Machtübergabe von einem traditionellen Herrscher an seinen Nachfolger statt. Das Gadaa-System, das 2016 in die Liste des UN-Kulturerbes aufgenommen wurde, ist ein demokratisches System, das seit den letzten 500 Jahren unter dem Oromo in Ostafrika praktiziert wir.

Im Flüchtlingslager Kakuma, im Nordwesten Kenias, kam es zu weit verbreiteten Demonstrationen, bei denen die Polizei mit scharfer Munition auf die Demonstranten schoss. Die Proteste waren wegen der Lebensmittel- und Wasserknappheit in dem Lager ausgebrochen. Die Engpässe kommen zustande, da die humanitäre Hilfe in Kenia aufgrund von Mittelkürzungen durch die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) reduziert worden ist. In dem Lager, das eines der größten der Welt ist, leben rund 200 000 Flüchtlinge und Asylbewerber. Es sind hauptsächlich Flüchtlinge aus den Nachbarländern Südsudan, Äthiopien und Somalia.

Auf dem Africa Business Forum (ABF) 2025 in Addis Abeba, mit über 200 Teilnehmer, stand das Thema „Vom Potenzial zum Wohlstand: Activating Africa’s Regional Value Chains“ im Mittelpunkt. Im Rahmen des Business Africa 2025 Forums findet diese Woche in Paris eine weitere Veranstaltung statt. Drei wichtige Themen stehen auf der Tagesordnung: Finanzielle Intelligenz als Motor der Entwicklung, die Rückkehr von Talenten aus der Diaspora und die Rolle der Frauen im Unternehmertum.

China und Korea haben dem Afrikanischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (Africa CDC) 4 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, um den dringenden Finanzierungsbedarf im Gesundheitsbereich zu decken. Diese Unterstützung folgt auf eine Kürzung der US-Hilfe, die zu finanziellen Lücken bei der panafrikanischen Gesundheitsbehörde geführt hat. 

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