Schlagwort: Afrika – Länder

Um Diskriminierung und Stigmatisierung vorzubeugen, ist die Weltgesundheitsorganisation WHO dabei, die Bezeichnung „Affenpocken“ zu ändern. Bis Mai waren das Virus und die Krankheit aus Afrika bekannt, aber das Virus wurde 1958 erstmals bei Affen in einer Versuchsanstalt in Dänemark nachgewiesen. In dem momentanen Ausbruch gibt es etwa 780 Infektionen aus überwiegend 27 westlichen und osteuropäischen Ländern. Seit längerem gibt es Bestrebungen der WHO, Krankheiten nicht mehr nach Tieren oder Regionen zu benennen.  Die WHO handelte schnell, als das Coronavirus auftauchte. Statt es „Wuhan-Virus“ – nach der chinesischen Stadt des ersten Auftretens –  zu nennen, wurde das Virus Sars-Cov-2  und die Krankheit Covid-19 genannt.

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat die Zahl der Flüchtlinge weltweit erstmals auf über 100 Millionen ansteigen lassen. Die UN warnt, dass die daraus resultierende Ernährungskrise noch mehr Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zwingen könnte. Ende 2021 gab es weltweit 89,3 Millionen Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Konflikten, Missbrauch und Gewalt ihr Land verlassen hatten. Doch seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar sind bis zu 14 Millionen Menschen hinzugekommen, und es ist zu erwarten, dass die steigenden Preise aufgrund der blockierten Getreideexporte und der unterbrochenen Ernten zu weiteren Vertreibungen führen werden.

Die UN-Generalversammlung hat Mosambik für eine im Januar beginnende 2jährige Amtszeit zum nicht-ständigen Mitglied des UN-Sicherheitsrats gewählt. Weitere gewählte Länder sind Ecuador, Japan, Malta und die Schweiz. Sie ersetzen Indien, Irland, Kenia, Mexiko und Norwegen.

Ein hessisches Startup-Unternehmen hat den bisher größten Auftrag für medizinische Träger erhalten. Wingcopter, zusammen mit Atlantic Trust Holding will in den nächsten 5 Jahren 12.000 Drohnen in Afrika vertreiben. 49 Staaten südlich der Sahara sollen in das Liefernetz eingebaut werden. Die Drohnen sollen vor allem Medikamente, Impfstoffe und im Notfall Lebensmittel in schwer zugängliche Regionen bringen. Der batterie-elektrisch angetriebene Wingcopter 198 ist eine Mischung von Helikopter und Tragflächendrohne, hat eine Reichweite von 110 km, eine Höchstgeschwindigkeit von 145 h/km und kann bis zu 6 Kilo Ladung transportieren. Der Schwenkrotor- Mechanismus lässt ihn senkrecht starten und landen aber auch lange Strecken fliegen wie ein Flugzeug. Millionen Menschenleben können so verbessert und gerettet werden.

Am 24. Mai 2022 gab der Schweizer multinationale Ölhandelsriese vor einem US-Gericht zu, dass er fast 100 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern an Beamte und öffentliche Bedienstete in 8 Ländern weltweit gezahlt hat. In Afrika ging es darum, Verträge mit öffentlichen und staatlich kontrollierten Stellen in den westafrikanischen Ländern Nigeria, Kamerun, Côte d’Ivoire und Äquatorialguinea zu erhalten und zu behalten. In einigen Ländern sorgen diese Eingeständnisse für Aufsehen, nicht so jedoch in der Côte d’Ivoire, wo Glencore zugibt, zwischen 2007 und 2010, also während der Präsidentschaft von Laurent Gbagbo, Beamte des Ölsektors mit bis zu 4 Millionen US-Dollar bestochen zu haben. Nach Angaben des Schweizer Händlers machte Glencore mit dem Kauf von Öllieferungen Gewinne in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Helen Clark, die Präsidentin der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (ITIE), fordert Côte d’Ivoire, Kamerun, die DR Kongo und Nigeria auf, diese Fälle zu untersuchen und schnell einzugreifen.

 Die Ruanderin Salima Mukansanga ist die erste afrikanische Schiedsrichterin, die bei einer Weltmeisterschaft pfeift, der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022 vom 21. November bis 18. Dezember in Katar. Sie ist neben Yamashita Yoshimi aus Japan und Stephanie Frappart aus Frankreich eine von 3 Schiedsrichterinnen, die zum ersten Mal für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft der Männer ausgewählt wurden.  Das Trio steht auf der endgültigen Liste der 36 Schiedsrichter, die der Weltfußballverband (FIFA) bekannt gegeben hat. Auch wurden die Brasilianerin Neuza Back, die Mexikanerin Karen Diaz Medina und die Amerikanerin Kathryn Nesbitt in die Liste der 69 Schiedsrichterassistenten aufgenommen.

Nach Indien haben nun auch wichtige EU-Nahrungsmittelexporteure wie Ungarn die Ausfuhr bestimmter Feldfrüchte gestoppt. Ghana und Uganda gehören zu den afrikanischen Ländern, die die Ausfuhr von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen untersagt haben, wobei letzteres Land hohe Steuern erhebt, um Lebensmittelexporte in Nachbarländer zu verhindern. Die ghanaische Regierung hat das Ausfuhrverbot für Getreide verlängert. Ein vorübergehendes Verbot der Ausfuhr von Mais, Reis, Sojabohnen und anderen Getreidesorten, das im September letzten Jahres in Kraft getreten war, wird nun bis September 2022 gelten. „Vor dem Krieg in der Ukraine war alles in Ordnung. Wir konnten drei Lastwagen mit verschiedenen Produkten in den Südsudan schicken. Aber wie Sie jetzt sehen können, gibt es nichts mehr zu transportieren“, sagt ein Lastwagenfahrer. Die ugandischen Behörden haben hohe Steuern auf Lebensmittel wie Mais, Sojabohnen, Reis und Weizen erhoben, um zu verhindern, dass die Händler ihre Produkte außerhalb Ugandas verkaufen.

Der wachsende Einfluss Russlands in Afrika stellt eine „besorgniserregende“ Bedrohung für die Sicherheit des NATO-Bündnisses dar, so die Verteidigungsminister Spaniens und des Vereinigten Königreichs. Die spanische Abgeordnete Margarita Robles bezeichnete die Ausweitung der Operationen des russischen Staates und privater russischer Sicherheitsfirmen, wie der Wagner-Gruppe in Ländern wie Mali und Libyen, als „sehr eindeutig“ und warf ihnen vor, organisierte Kriminalität und Terrorismus zu schüren. Ben Wallace aus dem Vereinigten Königreich, erklärte, dass die zunehmende Instabilität in Verbindung mit dem Hunger in Afrika erhebliche Auswirkungen auf Europa haben könnte. Der stellv. russische Außenminister Andrei Rudenko erklärte, das Land sei bereit, im Gegenzug für die Aufhebung einiger Sanktionen einen humanitären Korridor für Schiffe mit Lebensmitteln zur Ausreise aus der Ukraine bereitzustellen.

Der Afrikatag erinnert an die Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit im Jahr 1963, der Vorgängerorganisation der AU. Der diesjährige AU-Gipfel fällt mit den Feierlichkeiten zum Afrikatag am 25. Mai zusammen und wird bis zum 28. Mai dauern. Die Afrikanische Union (AU) wird am Mittwoch in Malabo, Äquatorialguinea, ein außerordentliches Gipfeltreffen über Terrorismus und verfassungswidrige Regierungswechsel abhalten. Seit 2021 hat der Kontinent 5 Staatsstreiche erlebt, und in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, Mosambik, Somalia und in der Sahelzone gibt es immer mehr islamistische Aktivitäten von Aufständischen. Zur gleichen Zeit nehmen einige afrikanische Staats- und Regierungschefs am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos (Schweiz) teil. Einige der Präsidenten auf dem WEF sind Emmerson Mnangagwa aus Simbabwe, Hage Geingob aus Namibia, Keabetswe Masisi aus Botswana und Paul Kagame aus Ruanda.

Die 15. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP15) des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) fand vom 9. bis 20. Mai 2022 in Abidjan, Côte d’Ivoire statt. Das Thema der COP15, „Land. Leben. Vermächtnis: From scarcity to prosperity“ (Von der Knappheit zum Wohlstand) ist ein Aufruf zum Handeln, um sicherzustellen, dass das Land, welches die Lebensader unseres Planeten ist, auch den heutigen und künftigen Generationen zugute kommt. Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Wiederherstellung von einer Milliarde Hektar degradierter Flächen bis zum Jahr 2030, die Absicherung der Landnutzung gegen die Auswirkungen des Klimawandels und die Bewältigung eskalierender Katastrophenrisiken wie Dürren, Sand- und Staubstürme und Waldbrände.

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