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Marokkos zweitgrößter Stausee, der einige der größten Städte des Landes versorgt und für die Bewässerung der Landwirtschaft von zentraler Bedeutung ist, trocknet aus, wie analysierte Satellitenbilder zeigen. Der Al-Massira-Stausee, der etwa auf halber Strecke zwischen Casablanca und Marrakesch liegt, enthält nur noch 3 % der durchschnittlichen Wassermenge, die dort vor neun Jahren vorhanden war, so die Zahlen. Sechs Jahre Dürre in Folge und der Klimawandel, der Rekordtemperaturen verursacht, die zu einer stärkeren Verdunstung führen, bedrohen die Wasserversorgung in dem nordafrikanischen Land.

Dutzende von Häftlingen sind geflohen, indem sie einfach aus dem Haupttor des Gefängnisses in der Hauptstadt Moroni spazierten. Die Staatsanwaltschaft machte nachlässiges Sicherheitspersonal für den Ausbruch am frühen Morgen verantwortlich. Ein Regierungssprecher sagte jedoch die Flucht der 38 Männer sei offenbar geplant gewesen. Das Moroni-Gefängnis, das größte des Inselstaates im Indischen Ozean, ist baufällig und überbelegt. Mehr als 200 Häftlinge sind dort inhaftiert - mehr als das Doppelte der Kapazität.

Ein "ausgeklügeltes Internet-Betrugssyndikat" wurde aufgedeckt, das zur Verhaftung von 77 Personen, darunter 22 chinesische Staatsangehörige, geführt hat. Das Golden Top Support Services in Lusaka hat "ahnungslose" Sambier im Alter zwischen 20 und 25 Jahren rekrutiert. Sie hatten den Auftrag, "mit Mobilfunknutzern über verschiedene Plattformen wie WhatsApp, Telegram, Chatrooms und andere betrügerische Gespräche zu führen und dabei geskripte Dialoge zu verwenden".  Bei der Aktion wurden 11 Sim-Boxen gefunden, Geräte die Anrufe so weiterleiten, dass sie die legitimen Telefonnetze umgehen. Sie werden für betrügerische Aktivitäten, einschließlich Internetbetrug und Online-Betrug" verwendet. Mehr als 13.000 Sim-Karten - sowohl inländische als auch internationale - wurden ebenfalls beschlagnahmt. Es gebe Hinweise darauf, dass Menschen in Ländern wie Singapur, Peru, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und anderen afrikanischen Ländern betroffen seien.

Solange es eine anständige Internetverbindung gibt, wächst die Zahl der Laptop-schwingenden Fernarbeiter, meist aus Westeuropa und den USA, die ihre digitale Arbeit mit Tourismus in einer der malerischsten Städte der Welt – die Kulisse des Tafelbergs, der weite Blick übers Meer und ein perfektes Sommerwetter – verbinden wollen. Während Befürworter den finanziellen Segen sehen, glauben Kritiker, dass Wohnraum knapp und teurer wird und auch andere Kosten steigen. Bis jetzt können die „digitalen Nomaden“, je nach Nationalität, für 90 Tage bleiben und für ein ausländisches Unternehmen arbeiten. Die südafrikanische Regierung plant ein Fernarbeitsvisum, das diesen „Nomaden“ zur Verfügung stehen soll. Details sind jedoch noch nicht konkretisiert.

Wegen einer heftig umstrittenen Verfassungsreform wurden die Wahlen verschoben. Am 25. März hat die Nationalversammlung von Togo eine Charta verabschiedet, die das Land von einem Präsidialsystem in ein parlamentarisches System umwandelt. Die Exekutivgewalt wird bei einem "Präsidenten des Ministerrats" liegen, der praktisch ein Premierminister ist, während der derzeitige Präsident Togos auf eine zeremonielle Rolle reduziert wird. Die Nationalversammlung wird den Präsidenten für eine einzige Amtszeit von sechs Jahren wählen und die Direktwahl abschaffen. Die togolesische Opposition hält die Reformen für einen Trick, um den unpopulären Gnassingbé an der Macht zu halten und eine Abwahl durch die Öffentlichkeit zu vermeiden, die der lebenslangen Amtszeit von Präsidenten überdrüssig ist. Faure Gnassingbe ist seit 2005 an der Macht, nachdem er die Nachfolge seines Vaters angetreten hat, der nach einem Militärputsch drei Jahrzehnte lang regiert hatte.

Der katholische Priester, Pater Andrew Chewe Mukosa, hatte in seiner in der Landessprache gehaltenen Karfreitagspredigt die hohen Lebenshaltungskosten, die Jugendarbeitslosigkeit und die ständigen Stromausfälle in Sambia beklagt. Pater Mukosa reiht sich ein in eine lange Liste von Journalisten, Jugendaktivisten und politischen Oppositionsführern, die wegen ihrer vermeintlichen Kritik an den Behörden schikaniert werden. Die sambischen Behörden greifen zunehmend auf die Bestimmungen des Gesetzes über die öffentliche Ordnung von 1955 zurück, um die Aktivitäten der Opposition zu unterbinden, unter anderem durch die Verweigerung von Genehmigungen für Versammlungen und Kundgebungen der Opposition. Trotz anfänglicher Hoffnungen, dass die Wahl von Präsident Hakainde Hichilema im Jahr 2021 zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage im Land führen könnte, gehen die sambischen Behörden weiterhin hart gegen alle Formen des Dissenses vor.

Ehemaliger Präsident Jacob Zuma darf bei den Parlamentswahlen im Mai kandidieren, nachdem ein Wahlgericht das Verbot seiner Kandidatur wieder aufgehoben hat. Die Wahlkommission hatte argumentiert, die Verfassung verbiete es Menschen, ein öffentliches Amt zu bekleiden, wenn sie wegen einer Straftat zu einer Gefängnisstrafe von mehr als 12 Monaten verurteilt wurden. Zuma wurde 2021 zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in einer Korruptionsuntersuchung nicht ausgesagt hatte, musste aber aus gesundheitlichen Gründen nur drei Monate absitzen. Das Urteil könnte erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis der Wahlen im nächsten Monat haben. Zuma ist das Gesicht und Spitzenkandidat der neu gegründeten Oppositionspartei „uMkhonto we Sizwe (MK) party“, die nach dem ehemaligen militärischen Flügel des ANC benannt ist. Der Ex-Präsident sieht sich selbst als den wahren Erben der revolutionären Wurzeln des ANC, der einst von Nelson Mandela geführt wurde.

Bandmitglieder sind wegen "Beleidigung" Musevenis verhaftet, weil sie, in der lokalen Sprache Runyankole, "Rutabandana Waturusya Rugahamuzindaro" gesagt haben, was frei übersetzt so viel bedeutet wie "Wir sind müde, verlass das Mikrofon". Die Rede war sehr lang. Präsident Yoweri Museveni sprach während der Feierlichkeiten zum 50. Hochzeitstag des ehemaligen Premierministers Amama Mbabazi und seiner Frau Jacqueline Mbabazi. Die Aussage wurde als Beleidigung des Präsidenten verstanden.

Präsident William Ruto sagte, während eines Gottesdienstes in Eldoret, dass kein Geld für die Bezahlung der streikenden Ärzte zur Verfügung stehe. Der Arbeitskampf geht in die vierte Woche. Die Mediziner drängen die Regierung, Praktikanten in der richtigen Berufsgruppe einzustellen, eine Gehaltserhöhung durchzusetzen, ihnen eine umfassende medizinische Versorgung zu bieten, ihre Weiterbildung zu finanzieren und arbeitslose Ärzte einzustellen. Der Streik betrifft rund 4.000 Ärzte im öffentlichen Sektor, also etwa die Hälfte der 9.000 registrierten Ärzte des Landes.

In der südwestlichen Stadt Kayes wurde eine Höchsttemperatur von 48,5 °C gemessen. Es wäre der heißeste Tag in der Geschichte Afrikas, der im April aufgezeichnet wurde. Lokale Quellen sprechen von über 250 Toten in drei Tagen. Die Behörden haben die Schulzeiten für Grundschüler verkürzt und geändert, um sie vor den gefährlichen Temperaturen zu schützen. Die hohen Temperaturen werden auf das Wetterphänomen El Nino zurückgeführt, das die Temperaturen in den Ozeanen und in der Atmosphäre erhöht hat.

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