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1.500 eritreische Soldaten sind mit Panzern in die von UNO-Truppen bewachte Pufferzone an der Grenze mit Äthiopien einmarschiert und haben einen UNO-Beobachtungsposten übernommen. Die UNO verlangte einen sofortigen Rückzug.  
Die Behörden haben Priester und Priesteramtskandidaten in Eritrea zum Militärdienst einberufen. Mehrere Protestbriefe der Bischöfe wurden von der Regierung ignoriert.  
15 der 25 verhafteten Mitglieder der UN-Mission in Äthiopien und Eritreat (UNMEE), die in den vergangen Tagen in Eritrea eingesperrt wurden, sind wieder auf freiem Fuss.   
Nach Angaben des Informationsministers Ali Abdu hat die Synode der orthodoxen Kirche ihren Patriarchen Abuna Antonios seines Amtes enthoben, ohne einen Nachfolger zu bestimmen. Oppositionsgruppen vermuten den wahren Grund in der kritischen Haltung des Patriarchen gegen die Einmischung der Regierung in kirchliche Angelegenheiten.  
Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch beschlossen, einige seiner in Eritrea stationierten zivilen und militärischen Grenzbeobachter vorübergehend in das Nachbarland Äthiopien zu verlegen. Dazu gehören auch europäische, russische und nordamerikanische UNMEE-Mitglieder, deren Abzug bis zum Freitag Eritrea gefordert hatte. Der UN-Sicherheitsrat hat "angemessene Maßnahmen" angekündigt, sollten die Konfliktparteien nicht ihre Truppenstärke vor Ort bis Januar auf das Niveau von Dezember 2004 zurückführen.
Der UN-Sicherheitsrat nahm einstimmig eine Resolution an, die Eritrea und Äthiopien ein Waffen- und Handelsembargo androht, falls sie nicht binnen 30 Tagen die Grenzentscheidung der UN-Kommission annehmen. Eritrea darf auch nicht weiter die Luftüberwachung der Grenze behindern.  
UN-Generalsekretär Kofi Annan ist besorgt über Truppenkonzentrationen auf beiden Seiten der Grenze und fordert die Regierungen zur Besonnenheit auf.
UN-Generalsekretär Kofi Annan bat den UN-Sicherheitsrat, Druck auf Eritrea auszuüben, das die Überwachung der Grenzen zu Äthiopien durch die UN-Mission immer mehr behindert.
Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) sind in Eritrea über zwei Millionen Menschen von Lebensmittelhilfe abhängig.
Die EU drückte ihre Besorgnis über die Massierung von Truppen auf beiden Seiten der äthiopisch-eritreischen Grenze aus und rief beide Länder auf, den Grenzentscheidung von Den Haag umzusetzen.
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