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Bei Verhandlungen in Yamousoukro haben sich unter Mitwirkung der UN, Frankreichs und Südafrikas die Kriegsparteien auf einen Zeitplan zur Entwaffnung von 30.000 Rebellen und 15.000 regierungstreuen Milizen bis zum 8. Oktober geeinigt. Präsidentschaftswahlen sollen am 30. Oktober stattfinden, was von politischen Beobachtern als unrealistisch angesehen wird.
Präsident Ggagbo hat mit zwei Dekreten über die Nationalitätsfrage und die Schaffung einer unabhängigen Wahlkommission den Weg zur Entwaffnung der Milizen und zur Vorbereitung von Neuwahlen frei gemacht.
Eine nicht identifizierte bewaffnete Gruppe hat eine Polizeistation in den Vororten von Abidjan angegriffen und später die Kleinstadt Agboville nördlich der Hauptstadt zeitweilig übernommen und 1.500 Gefangene entlassen. Während die Regierung die Rebellen im Norden anklagt, sehen Beobachter die Aktion als Versuch der Hardliner, die Organisationen von Wahlen zu verhindern.
Der ehemalige Präsident Henri Konan-Bedie der Partei PDCI wurde von Anhängern bei seiner Ankunft aus dem ein-jährigen Exil begeistert empfangen. Bedie wurde als Präsident 1999 abgesetzt.
Die französische Regierung hat die Entscheidung von UN-Generalsekretär Kofi Annan, die für den 30. Oktober geplanten Wahlen zu verschieben, kritisiert. Als Grund für die Verzögerung gibt die UN die mangelnde Kooperation der Konfliktparteien an.
In einem Interview mit dem französischen Sender RFI hat der Armeechef Matthias Doué unmissverständlich mit einem Militärputsch gedroht, sollte Präsident Ggagbo weiterhin den Friedensprozess blockieren und die für Oktober geplanten Wahlen verhindern.
Die Rebellengruppe 'Forces nouvelles' lehnt den Wahltermin des 30. Oktober als zu früh und verlangen, dass Präsident Ggagbo zurücktritt. Sie weigert sich, die Waffen niederzulegen, bevor die Pro-Regierungsmilizen ihre Waffen abgegeben haben.
Die Universität von Djibouti hat ein hochentwickeltes Software System eingeführt, das Studenten in der ganzen Region (Djibouti, Eritrea Äthiopien und Somalia) eine Hochschulausbildung ermöglichen soll. Das Projekt wird vom Kultusministerium gesponsert. Bei der Eröffnung des „E-Campus“ war auch Präsident Guelleh anwesend, dessen Vision es ist, dass Informationstechnologie das eigentliche Werkzeug zur Transformation für Wirtschaft und Politik ist. Die Software Plattform bildet eine komplette Universität: Vorlesungen, Forschung und administratives Management, und das über die Grenzen hinweg.
Großbritannien warnt, dass nach den Anschlägen Ende Mai neue Angriffe auf westliche Einrichtungen, wie die Militärstützpunkte von Frankreich und den USA, folgen könnten. Auch werden Bürger in mehreren ostafrikanischen Ländern, wie Äthiopien, Kenia und Uganda, die Truppen in Somalia haben, zur Vorsicht gemahnt, besonders bei den in Bars und Restaurants organisierten „Public Viewings“ der Weltmeisterschaftsspiele. Bei der WM vor vier Jahren kamen in Kampala durch Bombenanschläge 76 Menschen ums Leben.
Bei dem Selbstmordanschlag am Wochenende auf ein beliebtes Restaurant hatte es die al-Shabaab-Miliz auf „westliche Kreuzfahrer“ abgesehen. Es gab drei Tote und mehrere Verletzte, darunter auch drei deutsche Mitglieder einer EU-Mission. Letztere wurden von einer fliegenden Krankenstation nach Berlin geholt. Dschibuti ist ein Ausgangspunkt für den Einsatz gegen die Piraterie am Horn von Afrika und gegen die somalische al-Shabaab. Im November hat der UNO-Sicherheitsrat einer Truppenaufstockung von 4400 auf 22,100 zugestimmt, um Dschibuti und andere ostafrikanische Staaten zum eigenen Schutz zu befähigen.
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